Itter bekommt bald ein zweites Schloss

Tourismusverband und Gemeinde wollen mit einem Schloss-Kultur-Spielplatz das Brixentaler Wahrzeichen für Kinder in Szene setzen.

© Astner

Von Harald Angerer

Itter –Von Weitem ist es schon zu sehen, aber nur noch wenige kennen es noch von innen – das Schloss Itter thront am Eingang des Brixentals und ist seit Jahrzehnten im Privatbesitz und somit unzugänglich. „Wir wollten in Itter etwas Neues machen und es war klar, dass es irgendwie einen Bezug zum Schloss haben muss. Jährlich fahren über zwei Millionen Menschen daran vorbei und es ist eine Art Brixentaler Wahrzeichen“, sagt Stefan Astner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kitzbüheler Alpen Hohe Salve.

Früher wurde das Schloss Itter als Hotel genutzt, auch ein Restaurant war in dem Gebäude untergebracht. Noch heute würden ehemalige Gäste beim TVB anrufen und es gerne von innen sehen, berichtet Astner. Auch die Kinder in Itter und Hopfgarten hätten früher viel über das Schloss gelernt. Nun sollen sie wieder in das Schloss Itter hinein können. Aber nicht in das Original. Gemeinsam mit der Gemeinde Itter errichtet der TVB-Ortsausschuss Itter einen „Schloss-Kultur-Spielplatz“, welcher dem Original nachempfunden ist. „Geplant ist ein Kinderspielplatz für Gäste und Einheimische mit einem Begegnungsplatz für Familien“, sagt Astner. Errichtet wird der Platz im Bereich des Seerosenteiches in Itter, zentral gelegen und fußläufig von zwei Parkplätzen in gut 200 Metern Entfernung erreichbar. Zudem ist der Bereich verkehrsfrei.

„Der Grundbesitzer ist ein ehemaliger Landwirt, der uns die Fläche sehr günstig verpachtet“, schildert Astner. Der Spielplatz soll sich rund um das Thema Schloss Itter drehen und auch ein darauf errichtetes Spiel-Schloss wird dem Original nachempfunden. Das Projekt wurde ausgeschrieben, als Errichter hat man sich für das Hopfgartener Unternehmen Arti entschieden, welches in dem Bereich große Erfahrung mitbringt. Das Schloss wird mit einem begehbaren Turm gebaut und einem zweiten Gebäude, verbunden mit einer Hängebrücke. Zudem ist eine Art Motorikpark um das Schloss vorgesehen, mit Balanciergeräten, Schaukelpferden, Wippen, Brücken über den Burggraben und natürlich der auch im Original vorhandenen Burgruine. „Der Aushub wird hier für einen Hügel verwendet, in dem die Ruine integriert ist. Dadurch ergibt sich für die Eltern ein Platz mit Übersicht über das gesamte Gelände.

Die Kosten für das Projekt werden von Astner mit 50.000 Euro beziffert. „Diese Ausgaben sind aber nur dank der großzügigen Unterstützung des Landes Tirol möglich“, betont Astner. Für den Ortsausschuss wären die Kosten nicht tragbar gewesen. Die Restkosten übernimmt dann der TVB und die Gemeinde Itter. Auch in der Gemeinde freut man sich über die neue Attraktion. „Es gab anfänglich Diskussionen über den Standort, da mussten wir uns erst finden. Aber ich denke, der Platz direkt an dem Rosenweg ist ideal“, sagt Bürgermeister Josef Kahn. Auch der Bezug zur Itterer Geschichte mit dem Schloss sei gelungen, „aber ich will den nicht überstrapazieren, denn das Schloss Itter ist halt nun privat“.

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