Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend schwächer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend schwächer geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 203,93 Zä...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend schwächer geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 203,93 Zähler oder 1,11 Prozent auf 18.234,74 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 130,47 Zähler (minus 0,57 Prozent) auf 22.600,46 Einheiten. Nur der Shanghai Composite präsentierte sich stabil und stieg 5,57 Punkte oder 0,17 Prozent auf 3.293,23 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich etwas leichter. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.757,99 Zählern mit minus 146,12 Punkten oder 0,54 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 32,8 Zähler oder 0,62 Prozent auf 5.234,60 Einheiten.

Konjunkturseitig hat vor allem Chinas schwacher Außenhandel belastet. Sorgen bereitet der starke Importrückgang, der sich im September noch einmal beschleunigt hat. Der jetzt elfte Rückgang in Folge ist ein Indiz für die lahmende Binnenkonjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Die Importe gingen nach Angaben der Zollverwaltung vom Dienstag im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf 145,2 Milliarden Dollar zurück. Bei den Exporten betrug das Minus 3,7 Prozent auf knapp 205,6 Milliarden Dollar. Experten rechneten nun damit, dass Investitionen in die Infrastruktur in den kommenden Monaten zulegen werden, weil die Regierung die Konjunktur ankurbeln will.

Daraufhin fielen in Hongkong die Aktien von China Construction Bank Corporation um 1,05 Prozent sowie die Papiere von der Bank of China um 1,08 Prozent.

Außerdem begründen Investoren das Minus in Tokio mit Gewinnmitnahmen, denn die Aktien waren in der vergangenen Woche ein gutes Stück gestiegen. Betroffen davon waren etwa die Anteilsscheine von Canon. Während es die Titel des Elektronikhersteller am Freitag noch auf einen Sprung auf 3.734 Yen schafften, fielen sie heute um 0,64 Prozent auf 3.716 Yen. Ähnlich erging es den Papieren der Fukuoka Financial Group, die ihre Gewinne der vergangenen Woche mit einem satten Minus von 2,45 Prozent teilweise wieder abgeben mussten.


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