Japan und Iran schließen Investitionsabkommen

Tokio/Teheran (APA/Reuters) - Japan hat sich mit dem Iran auf ein Investitionsabkommen für die Zeit nach dem Ende der Sanktionen geeinigt. D...

Tokio/Teheran (APA/Reuters) - Japan hat sich mit dem Iran auf ein Investitionsabkommen für die Zeit nach dem Ende der Sanktionen geeinigt. Dies könnte vor allem das Engagement der Asiaten in der Islamischen Republik stärken, wie die Außenminister beider Länder erklärten. Ziel sei es, die Einigung so schnell wie möglich umzusetzen. Japanische Medien berichteten, die Regierung in Tokio hoffe auf ein Inkrafttreten etwa Mitte 2016.

Bedingung für die Investitionen ist, dass die wegen des iranischen Atomprogramms beschlossenen Sanktionen des Westens aufgehoben werden. Der Iran wirbt verstärkt um ausländische Investoren.

Japan setzt vor allem auf Investitionen in größere Projekte und auf einen Anstieg seiner Rohstoffimporte aus dem Iran. Diese Einfuhren waren mit Beginn der Sanktionen 2012 um mehr als 40 Prozent gesunken. Auch die deutsche Wirtschaft steht in den Startlöchern, um von der Öffnung des Irans zu profitieren. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel war bereits im Sommer mit einer Wirtschaftsdelegation in Teheran.

Der Iran und die fünf UN-Veto-Mächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland hatten im Juli ein historisches Abkommen ausgehandelt, nach dem der Iran sein Atomprogramm zurückfährt. Im Gegenzug sollen die Sanktionen schrittweise gelockert werden. Durch das Abkommen soll über einen längeren Zeitraum verhindert werden, dass der Iran Atomwaffen bauen kann. Experten rechnen mit einem Wirtschaftsboom.

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