Armut - Sozialorganisationen wollen Barrieren niederreißen

Wien (APA) - Im Vorfeld des internationalen Tages gegen Armut und soziale Ausgrenzung am 17. Oktober hat die Armutskonferenz unter dem Motto...

Wien (APA) - Im Vorfeld des internationalen Tages gegen Armut und soziale Ausgrenzung am 17. Oktober hat die Armutskonferenz unter dem Motto „Es reicht! Für alle!“ zu österreichweiten Aktionstagen aufgerufen. Zum Auftakt wurde am Mittwoch vor dem Finanzministerium eine symbolische Mauer aus Barrieren niedergerissen, die der Armutsbekämpfung entgegenstehen, hieß es in einer Aussendung.

Nach Ansicht des Netzwerks von Sozialorganisationen geht es dabei etwa um Willkür, Amtsgewalt, prekäre Jobs, Wohnkosten, soziale Ungleichheit, Gesundheitsgefährdung, Austerität, schlechte Schule oder Diffamierung. Armut werde mittlerweile einfach in Kauf genommen, zum Beispiel mit Kampagnen gegen Mindestsicherungsbezieher oder mit im Budget veranschlagten Kürzungsvorschlägen im Sozialen, so die Kritik.

336.000 Menschen in Österreich seien von „erheblicher Deprivation“ betroffen. Es gehe darum, die Schwächen des Sozialstaats zu korrigieren und seine Stärken zu optimieren. „Dauerhafte Armut bei steigendem Reichtum ist kein Naturgesetz. Es gibt genügend Instrumente und Möglichkeiten in der Schule, beim Wohnen und mit sozialen Dienstleistungen gegenzusteuern“, hieß es in der Aussendung der Armutskonferenz.

(S E R V I C E - Das Programm der Aktionstage ist unter http://go.apa.at/9MsdzAoW abrufbar.)


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