Kosovo: Vizeaußenminister von „Vetevendosje“ attackiert

Prishtina (Pristina) (APA) - Die nationalistische kosovarische Oppositionsbewegung „Vetevendosje“ verschärft ihren Protest gegen die Bildung...

Prishtina (Pristina) (APA) - Die nationalistische kosovarische Oppositionsbewegung „Vetevendosje“ verschärft ihren Protest gegen die Bildung einer „Gemeinschaft der serbischen Gemeinden“, eine Art Autonomie der Kosovo-Serben. Vizeaußenminister Petrit Selimi wurde am heutigen Mittwoch im Stadtzentrum von Prishtina von „Vetevendosje“-Aktivisten mit Eiern beworfen und am Kopf getroffen.

Die Attacke erfolgte im Augenblick, als Selimi ein Restaurant verließ, das gerne von Regierungsmitgliedern frequentiert wird. „Kein Exponent der Regierung wird seine Arbeit normal fortsetzen können, bis die Vereinbarungen mit Serbien und das Grenzabkommen mit Montenegro rückgängig gemacht worden sind“, teilte „Vetevendosje“ mit.

Die nationalistische Bewegung hatte in den vergangenen Wochen durch Aktionen ihrer Abgeordneten, zuletzt mit Tränengas, die Parlamentsarbeit blockiert. In der Nacht auf Dienstag hatten sich „Vetevendosje“-Anhänger in Prishtina heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, nachdem ihr Abgeordneter Albin Kurti wegen einer Tränengasattacke zwecks Einvernahme vorübergehend festgenommen worden war.

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