Flüchtlinge - Scharfe Kritik an Merkels Kurs in Flüchtlingspolitik

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz wegen ihr...

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz wegen ihres Kurses in der Flüchtlingspolitik scharf attackiert worden. Teilnehmer der Zukunftskonferenz mit den Landesverbänden von Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen warfen der CDU-Bundesvorsitzenden am Mittwochabend Versagen vor.

Weite Teile der Bevölkerung könnten Merkels „Wir schaffen das“ nicht mehr hören, sagte einer der knapp 1000 Teilnehmer. Ein anderer sprach von einer drohenden „nationalen Katastrophe“, sollte der Zuzug nicht gestoppt werden. Auf einem Plakat war zu lesen: „Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“.

Merkel hatte ihren Kurs zum Auftakt der Konferenz noch einmal verteidigt. Das Recht auf Asyl und auf Schutz vor Bürgerkrieg und Verfolgung sei ein Recht, das prinzipiell jedem Menschen zustehe, sagte die Kanzlerin. Menschen mit Bleibeperspektive müsse auch eine Perspektive in Deutschland geboten werden. Zugleich müssten die Menschen, die nicht bleiben könnten, in ihre Heimat zurückgeführt werden. Hier könne man noch besser werden, sagte die Kanzlerin.


Kommentieren