Die Altstadt von Hall wird zur Galerie

Von Michael Domanig...

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Von Michael Domanig

Hall – „Farbenschwarm“ lautet der Titel einer ungewöhnlichen Kunstaktion, bei der sich die Haller Altstadt in eine Freiluftgalerie verwandelt. Insgesamt 18 großformatige Bilder des Haller Künstlers Heinz Weiler, aufgebracht auf dünne Aluminiumtafeln, werden an Fassaden in der Altstadt installiert. Die ersten neun Werke hängen bereits – etwa am Oberen Stadtplatz oder beim Eingang zum Bergbaumuseum –, im November folgen die nächsten zwei. Im Frühsommer 2016, wenn alle Bilder ihren Platz eingenommen haben, möchte Weiler zur Vernissage bitten. „Ich sehe die Stadt nicht als Parkplatz, sondern als Wohnzimmer. Was mir darin gefehlt hat, waren Bilder – ohne die ich auch in meinem eigenen Wohnzimmer nicht leben könnte“, erklärt Weiler die Idee hinter dem „Farbenschwarm“.

„Die Hausbesitzer in der Altstadt haben sich zum Teil von selbst gemeldet“, freut sich Bürgermeisterin Eva Maria Posch. Auch das Denkmalamt sei „sehr kooperativ gewesen“, ergänzt Kulturreferent Hans Tusch, der dem Künstler bei der Suche nach geeigneten Fassaden half. Das Haller Kulturbudget werde „nicht belastet“, betont Tusch, Herstellung und Montage der Tafeln werden über Sponsoren finanziert.

Da die Bilder wohl auch ausbleichen dürften, sollen sie laut Tusch „nicht länger als eineinhalb bis zwei Jahre hängen bleiben“, danach gehören sie den jeweiligen Sponsoren. Für Tusch ist die Aktion eine „einmalige Geschichte“, die mit dem Abnehmen der Weiler-Bilder wieder enden soll. Eine Wiederholung mit anderen Künstlern sieht Tusch skeptisch: „Das wäre Heinz Weiler und seiner Idee gegenüber nicht fair.“


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