Taliban wollen US-Truppen bis zum Abzug aus Afghanistan bekämpfen

Kabul (APA/AFP) - Die islamistischen Taliban in Afghanistan wollen die US-Truppen nach eigenen Angaben bis zu deren endgültigem Abzug vom Hi...

Kabul (APA/AFP) - Die islamistischen Taliban in Afghanistan wollen die US-Truppen nach eigenen Angaben bis zu deren endgültigem Abzug vom Hindukusch bekämpfen. Der Talibansprecher Sabihullah Mudschahid sagte am Donnerstag: „Wenn die Angriffe gegen die Besatzer zunehmen und diese sehen, dass sie mehr Geld in ihren sinnlosen Krieg pumpen müssen, werden sie gezwungen sein, ihre unterdrückerische Politik zu ändern.“

Der Jihad werde „so lange weitergehen, bis der letzte Besatzer vertrieben“ sei.

US-Präsident Barack Obama will den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan verlangsamen. Die afghanischen Sicherheitskräfte seien „noch nicht so stark wie sie sein müssen“, und die Sicherheitslage am Hindukusch sei „noch immer sehr fragil“, sagte Obama in Washington.

Daher werde die aktuelle Truppenstärke von 9.800 US-Soldaten „den Großteil des nächsten Jahres“ beibehalten. Anschließend werde die US-Präsenz in Afghanistan auf rund 5.500 Soldaten reduziert. Eigentlich hätte nach den bisherigen Plänen bis zum Ende von Obamas Amtszeit Anfang 2017 die Truppenstärke auf rund tausend Soldaten sinken sollen.

Die Taliban hatten Ende September in einer Blitzoffensive die nordafghanische Großstadt Kunduz erobert und damit ihren größten militärischen Erfolg seit dem von den USA angeführten Einmarsch im Jahr 2001 verzeichnet. Zwei Wochen später zogen sich die islamistischen Rebellen wieder aus Kunduz zurück.

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Rund 13.000 NATO-Soldaten sind nach dem Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan Ende 2014 für die Folgemission „Resolute Support“ weiterhin am Hindukusch, um die einheimischen Streitkräfte auszubilden und zu beraten.


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