Drastischer Rückgang bei Direktinvestitionen in Lateinamerika

Santiago de Chile (APA/AFP) - Neue Hiobsbotschaften für die Wirtschaft in Lateinamerika: Die ausländischen Direktinvestitionen stürzten im e...

Santiago de Chile (APA/AFP) - Neue Hiobsbotschaften für die Wirtschaft in Lateinamerika: Die ausländischen Direktinvestitionen stürzten im ersten Halbjahr 2015 um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab, wie die UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) am Donnerstag mitteilte. Die Direktinvestitionen lagen damit bei 88,7 Milliarden Dollar (77,7 Milliarden Euro).

Bereits im vergangenen Jahr waren diese Investitionen um 16 Prozent zurückgegangen. Demnach ist der Rückgang unter anderem auf geringere Investitionen im Bergbau wegen fallender Weltmarktpreise und die Wirtschaftsflaute in China zurückzuführen.

Auch das Schrumpfen der Wirtschaft in der Region, insbesondere in Brasilien, erwähnte die UN-Organisation als Grund. Das südamerikanische Land musste am Donnerstag erneut einen harten Schlag hinnehmen: Die Ratingagentur Fitch stufte die Kreditwürdigkeit Brasiliens wie zuvor schon die anderen großen Ratingagenturen herab. Die Note wurde von „BBB“ auf „BBB-“ abgesenkt und zudem mit einem „negativen Ausblick“ versehen, wie Fitch mitteilte.

Lateinamerika hatte in den 2000er-Jahren ein starkes Wachstum erlebt, massiv gestützt durch die Nachfrage aus China. Brasilien mit seinen hohen Wachstumszahlen galt noch vor wenigen Jahren als einer der Stars unter den Schwellenländern. Doch die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt rutschte zuletzt sogar in eine Rezession.

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