Ablösegerüchte um ÖVP-Familienministerin Karmasin

Von Cornelia Ritzer...

Familienministerin Sophie Karmasin.
© TT/Böhm

Von Cornelia Ritzer

Wien –Keine zwei Jahre ist es her, dass diese Bundesregierung angelobt wurde. Im Dezember 2013 wurde die als Meinungsforscherin bekannte Sophie Karmasin vom damaligen ÖVP-Chef Michael Spindelegger als Familienministerin präsentiert. Als Parteifreie, die in keinem der Bünde verankert ist. Die zweifache Mutter sollte das Abwandern der liberalen Wähler zu den NEOS verhindern, so der Plan. Doch der Name Karmasin fällt immer dann, wenn es ums Thema Regierungsumbildung geht. So auch jetzt, in der hochnervösen Stimmung nach den Wahlen. In Oberösterreich hat die Volkspartei verloren, in Wien ist die ÖVP erstmals sogar in die Einstelligkeit abgerutscht. In der glücklosen Wiener ÖVP wurde bereits die Spitze ausgetauscht und Gernot Blümel (33) vom Generalsekretär zum Stadtparteichef gemacht, als neuen Parteimanager hat sich ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner seinen Vertrauten Peter McDonald (42) geholt.

In diesem Fahrwasser soll gerüchtweise noch ein junger ÖVP-Politiker vor dem Karrieresprung stehen. Harald Mahrer (42), derzeit Staatssekretär im Wirtschaftsministerium seines Chefs Mitterlehner, könnte zum Minister aufsteigen. Dafür müsste Karmasin jedoch gehen, ihre Agenden würden dann zum karrierebewussten Mahrer, der für die ÖVP schon in der Studentenpolitik tätig war, wandern.

Ob sich Karmasin also schon um ihren alten Job bewirbt? Im Umfeld der Ministerin hat man die Austausch-Gerüchte zwar gehört, will sie aber unter „Blödsinn“ verbuchen. Auch der ÖVP-Chef selbst hat noch am Mittwoch versichert, dass in seinem Regierungsteam keine Rochaden angedacht seien. Falls Karmasin trotzdem gehen muss, hätte Mitterlehner ein neues Problem: Ohne die Wienerin gäbe es dann im 7-köpfigen schwarzen Team nur eine Frau.


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