Heli, Energie und unbezahlte Arbeit

Mit 45 von 100 möglichen Punkten erreiche Tirol im Vergleich zu den anderen Bundesländern nur den fünften Platz im Energiewende-Index des WW...

© Thomas Boehm / TT

Mit 45 von 100 möglichen Punkten erreiche Tirol im Vergleich zu den anderen Bundesländern nur den fünften Platz im Energiewende-Index des WWF. Tirol liege nur bei Verkehr (3. Platz) und Energieeffizienz (4. Platz) im vorderen Mittelfeld. „Bei der Nutzung der erneuerbaren Energien und bei der Klimafreundlichkeit der Gebäude hat das Land nur vergleichsweise durchschnittliche Erfolge aufzuweisen“, erklärt WWF-Experte Karl Schellmann. „Das Land braucht dringend eine durchgehende politische Strategie und einen Maßnahmenkatalog, um die Energiewende bis 2050 zu bewältigen.“

Ganz anders sehen es Energielandesrat Josef Geisler (ÖVP) und Umweltlandesrätin Ingrid Felipe (Grüne). Tirol setze bei der Energiewende zum Überholen an, hieß es gestern in einer Aussendung. Mit der Energiestrategie „Tirol 2050 energieautonom“ habe man zudem ein klar definiertes Ziel für die kommenden 35 Jahre: Den Energieverbrauch zu halbieren und den Anteil der erneuerbaren Energie um ein Drittel zu steigern. Dass der WWF in seinem Bundesländer-Energiewendevergleich Tirol noch nicht im Spitzenfeld platziert, sehen Geisler und Felipe als Ansporn.

Die FPÖ war gestern empört, dass ihr Entschließungsantrag zur Rettung des Stützpunktes Vomp im Nationalrat von SPÖ und ÖVP abgelehnt wurde. Die schwarzen und roten Abgeordneten aus Tirol seien während der Abstimmung nicht im Parlamentssaal gewesen, erklärten die blauen Nationalräte Gerald Hauser, Peter Wurm und Carmen Schimanek. Die ÖVP und die SPÖ hatten kritisiert, dass die FPÖ einen Alleingang gestartet hatte, wo ein Antrag von allen Tiroler Abgeordneten aller Parteien geplant gewesen wäre.

Die SPÖ-Frauen machten gestern in Innsbruck auf den Equal Pay Day aufmerksam. Also auf jenen Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern statistisch gesehen bis zum Jahresende „gratis“ arbeiten. Somit verdienen Frauen in Innsbruck um knapp 20 Prozent oder 9600 Euro weniger als Männer, erklärte Selma Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol. „73 unbezahlte Tage, das sind 73 zu viele“, so Yildirim. Tirolweit war der Equal Pay Day am 1. Oktober. (aheu, dd)


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