Japans Regierungschef fordert von Unternehmen mehr Investitionen

Tokio (APA/Reuters) - Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe drängt die Firmen seines Landes zu höheren Investitionen. „Die Unternehmen...

Tokio (APA/Reuters) - Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe drängt die Firmen seines Landes zu höheren Investitionen. „Die Unternehmensgewinne sind auf ein Rekordhoch gestiegen, aber die Investitionen wachsen nicht ausreichend“, sagte Abe am Freitag in Tokio. „Es ist jetzt an der Zeit, dass die Unternehmen aggressiv in Anlagen, Technologien und Talente investieren.“

Abe erhofft sich davon mehr Schwung für die lahmende Konjunktur: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der nach den USA und China drittgrößten Volkswirtschaft der Welt war 2014 um 0,1 Prozent geschrumpft, für dieses Jahr wird ein Plus von 0,8 Prozent erwartet.

Die Wirtschaft sieht allerdings in niedrigeren Steuern die Voraussetzung für stärkere Ausgaben. Die Unternehmenssteuersatz müsse unter die Marke von 30 Prozent fallen, forderte der Chef der größten Wirtschaftsvereinigung des Landes, Sadayuki Sakakibara. Derzeit liegt er bei 32,11 Prozent und gilt damit als einer der höchsten weltweit. 2016 soll der Steuersatz auf 31,33 Prozent sinken.

Daten des Finanzministeriums zufolge haben die Unternehmen Reserven in Höhe von 350 Billionen Yen (2.6 Bill. Euro) angehäuft, 50 Billionen mehr als vor zwei Jahren.


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