Russland lehnt Zusammenarbeit mit Opposition in Syrien ab

Damaskus (APA/dpa) - Russland hat seine Kritik an der gemäßigten Opposition in Syrien bekräftigt. „Solange die Opposition gegen Regierungstr...

Damaskus (APA/dpa) - Russland hat seine Kritik an der gemäßigten Opposition in Syrien bekräftigt. „Solange die Opposition gegen Regierungstruppen und nicht gegen den Islamischen Staat (IS) kämpft, wird es keine Zusammenarbeit mit uns geben“, sagte General Andrej Kartapolow der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ (Freitag).

Der Begriff „gemäßigte Opposition“ sei zudem unpassend, kritisierte er. „Inwiefern ist jemand gemäßigt, der mit der Waffe gegen die legitime Macht kämpft?“, so der Offizier, der Mitglied des russischen Generalstabs ist. Moskau unterstützt seit gut zwei Wochen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad mit Luftangriffen - die aber international umstritten sind.

Kartapolow schätzte die Zahl der IS-Kämpfer in dem Bürgerkriegsland auf 40.000 bis 50.000. „Sie sind keine Banditen mit langen Dolchen, sondern verstehen zu kämpfen. Oft sind es ehemalige Offiziere der irakischen Armee, die aus Arsenalen Schützenpanzer und Artillerie mitgenommen haben, die die USA einmal an den Irak geliefert hatten.“

Seit dem 30. September habe die russische Luftwaffe etwa 670 Einsätze geflogen und dabei mehr als 450 Ziele in Syrien zerstört, sagte der General. Die beiden jetzigen russischen Stützpunkte Latakia und Tartus in Syrien würden künftig wohl zu einer gemeinsamen Basis für Marine, Luftwaffe und Heer vereinigt, deutete Kartapolow an.

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