USA lobten Kampf von UNO-Ermittlern gegen Korruption in Guatemala

Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Die Vereinigten Staaten haben die Ermittlungen der Internationalen Kommission gegen Straffreiheit (Cicig) gegen ...

Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Die Vereinigten Staaten haben die Ermittlungen der Internationalen Kommission gegen Straffreiheit (Cicig) gegen korrupte Netzwerke in Guatemala als beispielhaft bezeichnet. „Die Guatemalteken haben bereits viel zu viel unter Habgier, Korruption und Betrug gelitten“, sagte die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Heather Higginbottom, am Freitag in Guatemala-Stadt.

„Sie verdienen eine saubere und verantwortliche Regierung“, sagte sie. „Die beispiellose Arbeit der Cicig hat historische Bedeutung und kann Modell für andere sein.“

Die Cicig hilft Guatemala bei der Strafverfolgung schwerer Verbrechen und beim Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen. Zuletzt hoben die UNO-Ermittler das Korruptionsnetzwerk „La Linea“ aus. Die Gruppe aus Politikern und Unternehmern ermöglichte es Firmen, gegen Schmiergeldzahlungen Waren am Zollamt vorbei ins Land einzuführen. Wegen des Falls sitzen Ex-Präsident Otto Perez und seine frühere Stellvertreterin Roxana Baldetti in Untersuchungshaft. Die USA schlugen bereits ähnliche Kommissionen für El Salvador und Honduras vor. Die Regierungen beider Länder lehnten aber ab.


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