Von der Leyen will zu Afghanistan-Konferenz nach Berlin einladen

Berlin (APA/dpa) - Angesichts der instabilen Lage in Afghanistan will die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) alle a...

Berlin (APA/dpa) - Angesichts der instabilen Lage in Afghanistan will die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) alle am Militäreinsatz beteiligten Partnerstaaten zu einer Konferenz nach Berlin einladen. „Mein Ziel ist es, dass wir mit unseren Verbündeten den Standort Mazar-i-Sharif aufrechterhalten, der viel zur Stabilität Nordafghanistans beiträgt“, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“.

„Ich werde unsere Partnerländer nach Berlin einladen, damit wir besprechen, wie wir 2016 vorgehen.“ Einen Termin nannte sie nicht. Mit Sorge betrachtet die deutsche Verteidigungsministerin die jüngsten Vorfälle in Kunduz. Die Stadt war vorübergehend von den Taliban eingenommen und erst mit Unterstützung durch US-Truppen vom afghanischen Militär zurückerobert worden. Dieser „herbe Rückschlag“ an einem früheren Bundeswehr-Standort zeige, „dass die Afghanen noch nicht soweit sind, wie wir es erwartet hatten. Sie brauchen weiter Rat und Ausbildung ihrer Sicherheitskräfte.“

Das Ende des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch ist laut der Ministerin nicht absehbar. „Wir dürfen nicht in Wochen oder Monaten denken“, sagte sie der Zeitung. Die Verbündeten dürften erst abziehen, wenn es die Sicherheitslage auch wirklich erlaube. „Wann das genau sein wird, kann heute niemand voraussehen.“

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