„Nationales Interesse“: Russland fliegt weiter Luftangriffe in Syrien

Moskau (APA/dpa) - Im Syrienkonflikt hält Russland trotz Kritik des Westens und von Aktivisten an seinen umstrittenen Luftangriffen fest. „E...

Moskau (APA/dpa) - Im Syrienkonflikt hält Russland trotz Kritik des Westens und von Aktivisten an seinen umstrittenen Luftangriffen fest. „Erstens verteidigen wir unsere nationalen Interessen, und zweitens haben wir die Zustimmung der örtlichen Führung“, sagte Regierungschef Dmitri Medwedew in einem Interview des russischen Staatsfernsehens.

Vorwürfe etwa der USA, wonach Moskau mit seinem Militäreinsatz vor allem Machthaber Bashar al-Assad im Amt halten wolle, wies Medwedew zurück. „Er ist der legitime Präsident, aber wir kämpfen dort nicht für einen bestimmten Politiker. Wer Syrien führt, soll das Volk entscheiden“, sagte er in dem am Samstag ausgestrahlten Gespräch.

Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge flog die russische Luftwaffe innerhalb von 24 Stunden rund 40 neue Angriffe in Syrien. „Dabei wurden 49 Ziele von Terroristen zerstört“, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) habe wegen der Bombardements ihre Taktik geändert und „dezentralisiere“ nun Munitionslager und Kommandostellen. Die Kampfjets hätten trotzdem zahlreiche Stellungen entdeckt und vernichtet, meinte Konaschenkow.

In Moskau demonstrierte die liberale Opposition für ein Ende der russischen Luftangriffe. Redner kritisierten unter anderem, dass der Kreml zwar Geld für Raketen, aber nicht für höhere Renten habe.


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