Landeck

Nahversorger für Stadtteil in Sichtweite

© Wenzel

Landeck – Gleich fünf Lebensmittel-Nahversorger gab es in den 60er-Jahren im rasch wachsenden Landecker Stadtteil Perjen. Dazu zwei Metzgere...

Landeck –Gleich fünf Lebensmittel-Nahversorger gab es in den 60er-Jahren im rasch wachsenden Landecker Stadtteil Perjen. Dazu zwei Metzgereien, eine Bäckerei und einen Kiosk. Alle haben zugesperrt. Erst seit etwa zehn Jahren gibt es die Filiale der Zammer Bäckerei Wachter.

Fazit: Rund 2000 Bewohner müssen sich außerhalb von Perjen mit Lebensmitteln eindecken. Ältere Leute haben sich längst bei der Stadt beschwert. Bereits in der Ära von BM Stenico hat sich die Stadt angestrengt, die Versorgungslücke zu schließen.

Vor diesem Hintergrund dürfte in den vergangenen Monaten eine Lösung gelungen sein: In Kooperation von Stadt, Alpenländischer Heimstätte, einem privaten Grundbesitzer und der Lebensmittelkette MPreis entstanden Pläne für ein Wohn- und Geschäftsobjekt samt „miniM“.

Die Verträge mit dem Nahversorger sind bereits unter Dach und Fach, wie am Freitag bei der Präsentation im Rathaus zu hören war. Am neuen Standort würden 3000 Artikel zur Deckung des täglichen Bedarfs geführt – auf einer Fläche von 250 Quadratmetern, wie das MPreis-Management mitteilte.

„Ich bin seit 25 Jahren ein Perjener“, verriet BM Wolfgang Jörg. Daher kenne er den Wunsch der Bevölkerung nach einem Lebensmittel-Nahversorger allzu gut. „Mit dem Projekt sehe ich auch einen Schub in der städtebaulichen Entwicklung.“ Der Raumplaner habe zugestimmt. Wenn der „Oberschiedsrichter“ (Anm.: die Wirtschaftskammer Landeck) wegen zusätzlicher Lebensmittel-Verkaufsflächen nichts dagegen habe, würde auch die SPÖ zustimmen, bemerkte VBM Manfred Jenewein spitzfindig.

„Toll, dass wir hier bauen dürfen“, sagte Markus Lechleitner, Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte. Das vom Landecker Architekten Florian Mathies geplante Objekt mit „miniM“, 33 Wohnungen und 50 Tiefgaragenplätzen soll im Spätherbst 2017 vollendet sein. (hwe)