Steinmeier erwartet in Riad „schwierige Gespräche“ zu Syrien

Riad/Berlin/Teheran (APA/AFP) - Im Bemühen um einen Frieden in Syrien erwartet der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) eben...

Riad/Berlin/Teheran (APA/AFP) - Im Bemühen um einen Frieden in Syrien erwartet der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) ebenso wie im Iran auch in Saudi-Arabien „schwierige Gespräche“. „Ich bin mir sicher, wir werden mit ähnlich gemischten Eindrücken aus Saudi-Arabien zurückkehren“, sagte Steinmeier am Sonntag in der iranischen Hauptstadt Teheran, von wo er später am Tag nach Saudi-Arabien weiterreist.

„Aber entscheidend ist in dieser Phase, dass wir Gespräch am Laufen halten, dass sich keiner der regionalen Akteure, die wir allesamt brauchen, um die Lage in Syrien zu beruhigen, isoliert und völlig abschottet, sondern dass ein Mindestmaß an Gesprächsbereitschaft erhalten wird.“

Steinmeier war am Samstag in Teheran eingetroffen. Sein Ziel ist es, als „Brückenbauer“ dafür zu sorgen, dass sich die für einen Frieden in Syrien wichtigen Länder gemeinsam an einen Tisch setzen. Dazu gehört der Iran, da das Land den syrischen Machthaber Bashar al-Assad unterstützt. Saudi-Arabien unterstützt hingegen gegen Assad kämpfende Rebellen und geht mit Luftschlägen gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) vor. Die beiden Kontrahenten Iran und Saudi-Arabien lehnen direkte Gespräche derzeit jedoch ab.

Bei seinem Besuch in der Hauptstadt Riad trifft Steinmeier unter anderem den saudi-arabischen König Salman sowie den Chef des Golfkooperationsrats, Abdellatif Sajani. Er sei aber nicht als „Vermittler“ unterwegs, betonte Steinmeier. „Wenn es jemanden gibt, der vermittelt, dann ist es der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura.“ Er sei in Abstimmung mit de Mistura in der Region unterwegs. „Ob das kurzfristig wirkt, kann niemand sagen“, fügte Steinmeier hinzu. „Aber jedenfalls sind solche Anstrengungen angesichts der Lage in Syrien schlicht und einfach notwendig.“


Kommentieren