Japanische Minister besuchten umstrittenen Yasukuni-Schrein

Tokio (APA/AFP) - In Japan haben zwei Minister den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht, in dem neben Millionen Kriegstoten auch mehrere ja...

Tokio (APA/AFP) - In Japan haben zwei Minister den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht, in dem neben Millionen Kriegstoten auch mehrere japanische Kriegsverbrecher geehrt werden. Innenministerin Sanae Takaichi, eine enge Vertraute des konservativen Regierungschefs Shinzo Abe, und Justizminister Mitsuhide Iwaki gingen am Sonntag nacheinander zu der Gedenkstätte in Tokio.

Die Besuche sorgen in China und Südkorea regelmäßig für Empörung. In dem 145 Jahre alten Schrein werden gemeinsam mit den 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. Die Nachbarländer, die während des Zweiten Weltkriegs von Japan besetzt waren, sehen in ihm ein Symbol für die militaristische Vergangenheit Japans. Besuche von Politikern werden als Beweis dafür gewertet, dass Tokio sich von dieser noch immer nicht gelöst habe.

Ministerpräsident Abe hatte China und Südkorea zuletzt im Dezember 2013 mit einem Besuch in dem Schrein gegen sich aufgebracht. Am Samstag leistete er eine rituelle Spende an den Schrein. Es wird aber nicht erwartet, dass der konservative Politiker die Gedenkstätte in nächster Zeit besucht. Anfang November wollen Japan, China und Südkorea erstmals seit 2012 wieder trilaterale Gespräche führen. Am Rande des Gipfeltreffens ist auch das erste bilaterale Treffen von Abe mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye geplant.


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