Soldaten aus Lienz an der Südgrenze im Einsatz

Die neue Flüchtlingsroute erfordert die Verdichtung der Kontrolle am Grenzübergang von Slowenien nach Österreich. Auch Kadersoldaten des Jägerbataillons 24 unterstützen die Polizei.

© Brunner

Von Claudia Funder

Lienz –Ungarn schloss in der Nacht auf Samstag die Grenze zu Kroatien. In Folge dessen hat die Verlagerung des Flüchtlingsstromes längst eingesetzt. Die Grenzkon­trollen in der Steiermark und in Kärnten wurden deshalb verstärkt.

Samstagmittag erfolgte auch der Marschbefehl für Soldaten des Jägerbataillons 24, die zum Assistenzeinsatz an die Kärntner Grenze abgerückt sind. „Um 11 Uhr fand der Aufmarsch statt, mit dem Auftrag, um 16 Uhr im Verfügungsraum zu sein“, erklärt Oberstleutnant Bernd Rott, unter dessen Kommando die Soldaten für den Anlassfall fit gemacht wurden. „Vorbereitet sind Kadersoldaten immer, aber es fand zusätzlich ein zweitägiges Training mit militärischer Anpassung an den Bedarf statt“, verrät Rott.

110 Mann des Jägerbataillons 24 (Lienz und St. Johann) sowie des Jägerbataillons 26 und einer Gruppe des Staatsbataillons wurden entsprechend positioniert. „Die Soldaten wurden zu einem sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz abgestellt“, erklärt Rott. Bei den Einsatzkräften handle es sich um Berufs- und Zeitsoldaten. Da die rund 300 Grundwehrdiener des Bataillons 24 noch in Ausbildung sind, wurde keiner von ihnen auf den Weg geschickt. Der Einsatz an der Grenze ist ein sensibler.

Wie lange die Soldaten, die zur Verdichtung des gemeinsamen Grenzeinsatzes mit der Polizei abberufen wurden, bleiben werden, steht noch nicht fest. Dies hänge vom Bedarf und ihre Ablöse vor Ort vom Arbeitsaufkommen ab, betont Bernd Rott.

Sicher ist, dass der Flüchtlingsstrom nach Österreich vorerst nicht abreißen wird. Wie viele Asylsuchende nach Kärnten kommen werden, ist noch völlig unvorhersehbar.


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