Tennis: Thiem ist in Wien vor Erstrunden-Gegner Janowicz gewarnt

Wien (APA) - Dominic Thiem ist 22 Jahre jung, doch bei seinem Heimturnier tritt er kommende Woche schon zum sechsten Mal an. Der mittlerweil...

Wien (APA) - Dominic Thiem ist 22 Jahre jung, doch bei seinem Heimturnier tritt er kommende Woche schon zum sechsten Mal an. Der mittlerweile auf Platz 18 im ATP-Ranking gekletterte Niederösterreicher kommt als dreifacher Turniersieger in die Stadthalle zurück. Er trifft am Dienstag auf den aktuell auf Platz 62 zurückgefallenen Jerzy Janowicz aus Polen - und warnte am Sonntag vor dessen Qualitäten.

„Nein, das ist ein äußerst unangenehmer Gegner, aber das Feld ist extrem stark. Von dem her gibt es keinen einzigen angenehmen Gegner“, meinte Thiem am Sonntagnachmittag in der Wiener Stadthalle, kurz bevor er sein erstes Training auf dem neuen Belag aufnahm. „Aber ich habe in letzter Zeit eh öfters gegen solche Aufschlagmonster gespielt“, fügte Thiem hinzu.

Auf der ATP-Tour spielt Thiem erstmals gegen Janowicz. Vor vier Jahren machte er als 18-Jähriger bei einem ATP-Challenger in Salzburg unliebsame Bekanntschaft mit dem Polen (1:6,3:6). „Gut, da ist einiges passiert dazwischen. Aber er war schon im Wimbledon-Semifinale, im Paris-Masters-Finale und Nummer 14 der Welt“, warnt er vor Janowicz, dem er einen starken Aufschlag und gute Beinarbeit attestiert.

Sein Asien-Trip war mit Runde eins in Peking und Runde zwei in Shanghai ergebnismäßig nicht berauschend. „Nein, das war nicht übermäßig ideal, aber ich habe in Shanghai sehr gut gespielt und gegen Lopez knapp in drei Sätzen verloren“, resümierte Thiem. Und dies könne gegen einen Spitzenmann nun einmal passieren. „Aber spielerisch war ich zufrieden.“

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Thiem ist am Freitag in Wien angekommen, hat am Samstag noch in der Südstadt trainiert und erst am Sonntagabend testete er erstmals den neuen Rebound-Ace-Belag in der Stadthalle. „Körperlich fühle ich mich um einiges besser als letztes Jahr.“

2014 ist er nicht nur für ihn enttäuschend gleich in der ersten Runde ausgeschieden. Die Erwartungen will Thiem dennoch nicht zu hoch schrauben und konzentriert sich jetzt einmal nur auf die erste Runde. „Die erste Runde wird sehr schwer. Ich versuche mich gut vorzubereiten, gut auf die Halle, den Belag, die Bälle einzustellen.“ Thiem präsentierte sich übrigens erstmals seit Monaten wieder ohne seine teilblondierten Haare. „Es war klar, dass das nicht für immer sein wird. Ich habe eine wundervolle Zeit mit den blonden Haaren gehabt, zwei ATP-Titel geholt damit“, meinte er lachend und schloss nicht aus, dass er in Zukunft wieder einmal so etwas macht. „Ich glaube, es wird wieder mal passieren.“

Die Aufwertung des Turniers zum ATP-500-Event freut Thiem natürlich, dennoch: „es war hier schon die letzten Jahre so gut, dass es nicht viel besser werden kann.“ Wenig anfangen kann er mit Aussagen, wonach die vervierfachte Dotation keinen Superstar nach Wien gelockt hat. „Ich bin jetzt kein Fan davon, zu sagen, dass jetzt der ganz große Kracher fehlt. Es sind zwei Top-Ten-Spieler da. Wenn man sich anschaut, was ein Ferrer schon alles gewonnen hat. Es ist kein Problem für das Turnier, letztes Jahr war eh der Murray da, vielleicht kommt nächstes Jahr wieder einer.“


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