Liberale gewannen die Wahlen auf den Aland-Inseln

Mariehamn/Aland (APA) - Bei den Wahlen auf den zu Finnland gehörenden Aland-Inseln haben zwei liberale Parteien am besten abgeschnitten. Sow...

Mariehamn/Aland (APA) - Bei den Wahlen auf den zu Finnland gehörenden Aland-Inseln haben zwei liberale Parteien am besten abgeschnitten. Sowohl die Zentrumspartei als auch die „Liberalen auf Aland“ werden laut vorläufigem Ergebnis künftig je sieben von insgesamt 30 Sitzen im Autonomieparlament in Mariehamn einnehmen.

Ein Mandat zulegen konnten auch die Konservativen (von vier auf fünf Abgeordnete), während die Mitte-Links-Parteien, darunter die Sozialdemokraten der bisherigen Regierungschefin Camilla Gunell stimmenmäßig und auch in puncto Mandate Verluste hinnehmen mussten. Gunell ist damit als Regierungschefin abgewählt, obwohl sie die meisten individuellen Vorzugsstimmen aller Kandidaten auf sich vereinen konnte.

Lediglich ein paar Hundert Stimmen reichten der rechten Partei „Aländische Demokratie“, um einen Sitz in der Volksvertretung Lagting zu ergattern. Die neu gegründete Gruppierung machte sich im Wahlkampf gegen die Aufnahme von Flüchtlingen stark. Die bisherige Regenbogen-Koalition in Mariehamn hat sich gegenüber Helsinki verpflichtet, 245 Nahost-Flüchtlinge vom Festland zu übernehmen.

Am Sonntag wurden auch die Vertreter der 16 Insel-Gemeinden gewählt. Auf dem zwischen Schweden und Finnland gelegenen Archipel leben rund 29.000 Menschen. Die meisten davon haben Schwedisch als Muttersprache. Aland ist seit 1921 entmilitarisiertes Gebiet. Die Inseln gehören zur EU, sind jedoch nicht Teil der Europäischen Zollunion.


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