Unfall

Patientin über Balkon abgeseilt

Die verletzte Seniorin auf dem Weg ins Krankenhaus.
© FF Schwaz

Das Stiegenhaus war zu eng, auch für die Drehleiter fehlte beim Rettungseinsatz der Platz.

Schwaz –„Drehleiterbergung“ lautete der Einsatzbefehl für die Schwazer Feuer­wehr am Montag: Eine Seniorin war in ihrer Wohnung gestürzt und verletzt­e sich dabei unbestimmten Grades. Weil das Stiegenhaus für einen Liegendtransport zu eng war, hatte der Rettungsdienst auf eine Drehleiterbergung entschieden. Doch auch das funktionierte nicht. „Das Gebäude befand sich in einer dermaßen engen Kurve, dass wir die Drehleiter nicht entsprechend aufstellen konnten“, erklärt der Pressesprecher der Feuerwehr, Bernhard Brandl. Nach kurzer Beratung wurde entschieden, die Patientin mit Rollgliss und Schleifkorbtrage über den Balkon abzuseilen.

Die spektakuläre Bergung war damit aber noch nicht zu Ende, denn unten konnte so nur das Garagendach erreicht werden. Neuerlich war Improvisation gefragt. Kurzerhand wurde die Lkw-Rettungsbühne vom Rüstfahrzeug aufgestellt, um den Höhenunterschied zu überwinden. „Sie kommt normalerweise bei Verkehrsunfällen mit Lastkraftwagen zum Einsatz, weil deren Führerhaus relativ hoch liegt“, erklärt Brandl. Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, konnte die ältere Dame schließlich ins Krankenhaus gebracht werden. Im Einsatz, der rund eine halbe Stunde dauerte, standen zwölf Mann der Feuerwehr Schwaz mit drei Fahrzeugen. (TT, ad)

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Angela Dähling

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