Auktion

Rosafarbener Diamant in Genf für Rekordpreis versteigert

Der "Fancy Vivid Pink" genannte Stein wechselte um 26,6 Millionen Euro den Besitzer.
© REUTERS/Denis Balibouse

Bei dem in einen Ring gefassten Edelstein handele es sich um den größten rosafarbenen Diamanten im sogenannten Cushion-Schliff, der jemals unter den Hammer kam.

Genf – Rosa schimmernd und 16,08 Karat schwer: Der größte je bei einer Auktion versteigerte rosafarbene Diamant seiner Art hat in Genf eine Rekordpreis erzielt. Für 26,6 Millionen Euro erhielt ein unbekannter Bieter am Dienstagabend bei Christie‘s den Zuschlag für den Edelstein.

Mit Spannung wurde die Versteigerung eines blauen Diamanten am Mittwochabend beim Konkurrenten Sotheby‘s erwartet. Der „Blue Moon“ genannte Hochkaräter könnte knapp 52 Millionen Euro erzielen.

„Fancy Vivid Pink“

Der Preis, zu dem der „Fancy Vivid Pink“ genannte Stein versteigert wurde, übertraf die Schätzungen von Christie‘s. Dies sei nun ein „absoluter Top-Preis für einen Diamant von dieser Qualität“, sagte der Chef der Luxusabteilung des Auktionshauses, Francois Coriel. In den vergangenen 250 Jahren seien nur drei rosafarbene „Fancy“-Diamanten über zehn Karat unter den Hammer gekommen.

Als „Fancy“ (englisch „schick“) werden besonders reine und farbige Diamanten bezeichnet. Farbige Diamanten erfreuen sich bei den Käufern einer immer höheren Beliebtheit. Zuletzt hatte der nun versteigerte rosafarbene Diamant 15 Jahre lang einer US-Familie gehört.

Der „Blue Moon“ wurde von Sotheby‘s auf 35 bis 55 Millionen Dollar (rund 32 bis 51,25 Millionen Euro) taxiert. Bisher liegt der Rekordpreis für einen blauen Diamanten, den 2014 in New York versteigerten „Zoe Diamond“, bei 32,6 Millionen Dollar. Bei rosafarbenen Steinen liegt der Höchstpreis bisher bei 46 Millionen Dollar - allerdings für einen Stein mit 24,78 Karat. Ein weiterer Höhepunkt der Versteigerung bei Christie‘s am Dienstag war ein weißer Diamant von 50,48 Karat, der für umgerechnet 6,3 Millionen Euro unter den Hammer kam.

Rolex-Uhr von James Bond

Insgesamt erzielte Christie‘s mit den 409 zur Auktion gebrachten Stücken 102,5 Millionen Euro. Unter den Objekten war auch eine Rolex-Uhr, die Hollywoodstar Roger Moore als James Bond in dem Film „Leben und sterben lassen“ (1973) trug. Sie kam für gut 338.000 Euro unter den Hammer und lag damit auch deutlich über dem Katalogpreis. In dem Film kommt sie zum Einsatz, um ein magnetisches Schutzschild gegen Kugeln zu schaffen.

Auch Sotheby‘s wartet am Mittwoch mit teuren Bond-Devotionalien auf. Der schottische Bond-Star Sean Connery stellt einen rosa-orangefarbenen Diamanten von 15,4 Karat zum Verkauf, der mehr als 1,8 Millionen Euro erzielen könnte; außerdem einen Diamantring, der auf rund eine Viertelmillion Euro taxiert wurde. (APA/AFP)

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