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Frankreich unter Schock: Mehr als 120 Tote bei Terrorserie

Frankreichs Präsident rief den Ausnahmezustand aus.
© EPA

Bei mehreren zeitgleichen Terroranschlägen Freitagabend in Paris starben mindestens 120 Menschen, 200 Personen sind laut Behördenangaben verletzt. Präsident Hollande verhängte den Ausnahmezustand.

Paris – Bei einer beispiellosen Terrorserie in Paris mit mehreren fast zeitgleichen Anschlägen sollen mindestens 120 Menschen getötet worden sein. Mehr als 200 seien zum Teil schwer verletzt. Die Attentäter schossen am Freitagabend an verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt wild um sich und zündeten mehrere Bomben.

Allein in der Konzerthalle „Bataclan“ richteten sie ein Massaker mit mindestens achtzig Toten an. Vier Tote gab es in der Nähe des Stadions Stade de France, wo gerade das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich stattfand.

Frankreich befindet sich damit erneut in einem Schockzustand. Erst vor zehn Monaten hatte ein brutaler Überfall von islamistischen Terroristen auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt das Land erschüttert.

Präsident Francois Hollande rief in einer Fernsehansprache an die Nation den Ausnahmezustand aus. Zugleich sagte er dem Terrorismus „erbarmungslosen“ Kampf an. Die Grenzkontrollen wurden verstärkt – auch mit Blick auf den Weltklimagipfel, zu dem Paris Ende des Monats Spitzenpolitiker aus aller Welt erwartet. Entgegen ersten Ankündigungen blieben die Grenzen aber geöffnet.

Die genauen Hintergründe der Angriffe waren auch nach Stunden noch unklar. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Terrorismus ein.

Alle Indizien deuten darauf hin, dass es sich um eine minutiös vorbereitete Aktion handelte. Von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat wurde die Attacken im Internet gefeiert.

Nach bisherigen Erkenntnissen begannen die Anschläge kurz nach 21 Uhr an sechs verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt. Ziele waren neben dem Konzertsaal im 10. Arrondissement auch drei Cafes und Restaurants in der Nähe. Das schlimmste Bild bot sich im „Bataclan“, einer der bekanntesten Konzerthallen von Paris. Nach Augenzeugenberichten waren mehrere unmaskierte Männer in den ausverkauften Saal gestürmt, wo gerade die US-Rockband „Eagles of Death Metal“ auftrat. Mit Maschinengewehren schossen sie mehr als zehn Minuten wild um sich. Der Boden war anschließend übersät mit Leichen. Vielen der fast 1500 Zuschauer gelang die Flucht.

Hollande will die Terroristen besiegen

Die Explosionen vor dem Stade de France hatte Hollande auf der Ehrentribüne mit angehört, zusammen mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der an seiner Seite saß. Noch während des Spiels wurde der Präsident dann aus dem Stadion gebracht.

Hollande wandte sich noch während der Anschläge übers Fernsehen an seine Landsleute. In einer Rede an die Nation sagte er: „Die Terroristen wollen uns in Angst und Schrecken versetzen. Man kann Angst haben, man kann Schrecken verspüren. Aber dem Entsetzen steht eine Nation gegenüber, die weiß, wie sie sich verteidigt. Die weiß, wie sie ihre Kräfte sammelt. Und die einmal mehr wissen wird, wie sie die Terroristen besiegen wird.“

Aus Sorge vor weiteren Anschlägen wurde das Militär verstärkt. Alle Krankenhäuser der französischen Hauptstadt wurden in den Ausnahmezustand versetzt. Die Polizei appellierte an die Bevölkerung: „Wir bitten Sie, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen und auf Anweisungen der Polizei zu warten.“

Die aktuellen Entwicklungen können Sie in unserem News-Blog verfolgen. (APA, AFP, Reuters, dpa)

Tote in Frankreich

Geiselnahme noch nicht bestätigt

23:01 Uhr

In einem Konzertsaal in Paris sollen Unbekannte Geiseln genommen haben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend unter Berufung auf die Polizeipräfektur. Eine Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten.

Bereits Bombendrohung gegen Hotel der Deutschen

23:04 Uhr

Gegen das Hotel der deutschen Fußballmannschaft wurde offenbar bereits am Vormittag eine Bombendrohung ausgesprochen, berichtet die ARD.

Stadion abgeriegelt, Zuschauer am Spielfeld

23:06 Uhr

Das Fußballstadion wurde nach dem Spiel Frankreich gegen Deutschland abgeriegelt. Die Zuschauer wurden auf das Spielfeld gelassen.

Chaos in Paris

23:09 Uhr

Foto: AFP

In Paris spielen sich derzeit chaotische Szenen ab. Die Meldungen überschlagen sich.

Offenbar mindestens 30 Tote

23:11 Uhr

Die Zahl der Toten nach den Schüssen steigt offenbar immer weiter. Medien berichten mittlerweile von mindestens 30 Toten.

Löw: Mussten Hotel räumen

23:12 Uhr

Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw berichtete im Fernsehinterview mit der ARD, die deutsche Mannschaft hätte nach der Bombendrohung gegen das Mannschaftshotel das Gelände am Vormittag binnen kürzester Zeit verlassen müssen. Als dann im Stadion die Explosionen zu hören waren, habe er sofort daran denken müssen.

Explosionen bei Stadion in Spielminute 20

23:13 Uhr

Die Explosionen beim Stadion ereigneten sich offenbar in der 20. Spielminute.

Rund 60 Geiseln in Konzerthalle

23:17 Uhr

Offenbar wurden in der Bataclan Konzerthalle 60 Menschen als Geiseln genommen.

Stadion offenbar wieder freigegeben

23:19 Uhr

Die Ausgänge des Fußballstadions in Paris sind mittlerweile wieder geöffnet. Die Zuschauer verlassen vom Rasen aus das Stade de France.

Präsident Hollande verfolgt Lage im Innenministerium

23:19 Uhr

Frankreichs Präsident François Hollande hat sich nach der Angriffswelle in Paris ins Innenminister begeben. Er verfolge dort gemeinsam mit Innenminister Bernard Cazeneuve die Lage, teilte der Elyseepalast am Freitagabend auf Twitter mit. Zuvor hatte es mehrere Angriffen in Paris und Explosionen im Bereich des Stade de France gegeben, nach ersten Angaben sollen mindestens 18 Menschen getötet worden sein.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich entsetzt über die Attacken von Paris geäußert. Er sei erschüttert über die Ereignisse, twitterte das Auswärtige Amt am Freitagabend. Steinmeier wurde mit den Worten zitiert: "Wir stehen an der Seite Frankreichs!". Steinmeier war am Abend gemeinsam mit Frankreichs Staatspräsident Hollande als Zuschauer bei dem Fußball-Länderspiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich im Stade de France in der französischen Hauptstadt. Ob Steinmeier aus Sicherheitsgründen vorzeitig aus dem Stadion gebracht wurde, blieb zunächst offen.

Offenbar 100 Geiseln in Konzerthalle, 35 Tote

23:29 Uhr

Laut Agenturberichten befinden sich in der Konzerthalle 100 Menschen in der Gewalt von Geiselnehmern. Von 35 Toten ist die Rede.

23:31 Uhr

Menschen laufen in Panik davon, nachdem nahe des Place de la Republique Schüsse gefallen sind. (Foto: AFP/Dominique Faget)

Offenbar koordinierte Attacken

23:38 Uhr

Der stellvertretende Bürgermeister von Paris sagte im Sender CNN, die Anschläge hätten sich an mindestens drei verschiedenen Orten in der Hauptstadt ereignet. US-Sicherheitskreisen zufolge handelte es sich um koordinierte Taten.

Schießerei bei Einkaufszentrum

23:45 Uhr

Im Einkaufszentrum von Les Halles in der Innenstadt kam es zu einer weiteren Schießerei, wie der Hörfunksender Europe 1 berichtete.

Keine Panik, eher Schock im Stadion

23:51 Uhr

Trotz mehrerer Explosionen am Stade de France in Paris ist unter den Besuchern des Spiels zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Frankreich keine Panik ausgebrochen. Die Menschen verließen am späten Abend das Stadion relativ ruhig und gefasst, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Viele waren ratlos. Kinder hatten Tränen in den Augen. Keiner wusste, was geschehen war. "Überall blitzen Blaulichter, Polizeiwagen kreuz und quer", sagte der Reporter.

Derzeit seien noch einige Tausend Besucher auf dem Rasen, werden aber von Ordnern ins Freie geführt.

Obama spricht zur Presse

23:52 Uhr

"Dies ist nicht ein Angriff auf Paris, sondern auf ganz Frankreich und die ganze Menschheit, die unsere Werte teilen", sagte US-Präsident Obama gerade in Washington. Amerika und Frankreich seien schon immer engste Verbündete gewesen. "Wir sind bereit jedwede Hilfe zu leisten, die Frankreich braucht, um gegen den Terrorismus vorzugehen." Das sei eine herzzerreißende Situation. "Wir Amerikaner wissen, wie es sich anfühlt." Spekulatieren, wer hinter den Anschlägen stecken könnte, wollte der US-Präsident nicht.

Großbritannien bietet Hilfe an

23:54 Uhr

Der britische Premierminister David Cameron hat sich schockiert über die Anschläge in Paris mit vielen Toten geäußert. Zugleich bot er Hilfe an. Großbritannien werde tun, "was immer wir tun können, um zu helfen", sagte er. Er sei in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.

Aufforderung der Stadtverwaltung

23:58 Uhr

Die Pariser Stadtverwaltung hat via Twitter die Menschen in der Stadt aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

Angreifer im Bataclan soll Sprengstoff haben

00:01 Uhr

Einer der Angreifer, die die Konzerthalle gestürmt haben, soll nach Angaben eines französischen Journalisten Sprengstoff gehabt haben. Ein Reporter des Senders Europe 1 berichtete: "Mehrere bewaffnete Männer kamen in das Konzert. Zwei oder drei von ihnen hatten Waffen, die wie Kalaschnikows aussahen. Sie waren nicht maskiert. Sie feuerten blind in die Menge", wird Julien Pierce von der britischen BBC zitiert. "Es dauerte zehn bis 15 Minuten. Panik brach aus. Die Angreifer hatten genug zeit, drei Mal nachzuladen. Sie waren sehr jung."

Augenzeugenbericht aus Bataclan: "Ein Blutbad"

00:12 Uhr

Augenzeuge Julien Pierce berichtete dem Nachrichtensender CNN in einem Telefoninterview von den Szenen, die sich in dem Theater abgespielt haben. "Sie haben nichts gesagt, sie waren schwarz gekleidet. Sie haben wahllos auf Menschen geschossen. Sie haben auf die geschossen, die auf dem Boden lagen. Menschen versuchten zu entkommen, liefen über sie. Ich habe schließlich einen Ausgang gefunden. Ich bin auf die Bühne geklettert und konnte entkommen. Ich habe 20 bis 25 Tote und Schwerverletzte gesehen. Ich habe ein junges Mädchen gesehen, das stark geblutet hat. Ich habe sie gepackt und mit nach draußen genommen. Dann bin ich gerannt, mit ihr auf dem Arm. Nach etwa 200 Metern habe ich ein Taxi gefunden."

Einige seiner Freunde würden sich im Moment noch im Bataclan verstecken. Sie seien nicht sicher, wo die Angreifer sich befinden. Die Attentäter hätten die ganze Zeit kein einziges Wort gesprochen. "Sie haben einfach nur geschossen - minutenlang. Es war ein Blutbad."

+++ Hollande: Ausnahmezustand, Grenzschließung +++

00:12 Uhr

Frankreichs Präsident Francois Hollande hat nach den Angriffen in Paris den Ausnahmezustand verhängt. Zugleich kündigte er am Freitagabend die Schließung der Grenzen an. Er sprach von einer Terrorattacke. Sicherheitskräfte stürmten die Konzerthalle, in der Dutzende Geiseln gehalten wurden. Laut Polizei sind 40 Menschen bei den Anschlägen getötet worden und 60 verletzt.

Das Militär solle verstärkt werden, um weitere Anschläge zu verhindern. Alle Krankenhäuser der französischen Hauptstadt wurden in den Ausnahmezustand versetzt. Nach Informationen des französischen Fernsehsenders BFM wurden mindestens 60 Menschen getötet.

Augenzeugenbericht aus Bataclan: "Ein Blutbad"

00:15 Uhr

Schock und Angst in den Straßen von Paris. (Foto: AFP/Kenzo Tribouillard)

Selbstmordanschlag am Stade de France

00:18 Uhr

Nach einem Bericht des US-Senders CNN soll es sich bei der Explosion vor dem Stade de France um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben. Das berichtet auch Spiegel Online in seinem Newsblog. Mindestens fünf Menschen wurden dort getötet. Agenturberichten sollen es sogar zwei Selbstmordattentäter gewesen sein. Zusätzlich soll noch eine Bombe platziert worden sein.

Merkel "tief erschüttert"

00:29 Uhr

Auch Sicherheitsmaßnahmen in Österreich erhöht

00:32 Uhr

Die österreichischen Behörden haben in einer ersten Reaktion auf die Angriffe in Paris die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen präventiv erhöht. Das sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck in der Nacht auf Samstag der APA. Man stehe mit den Behörden auf europäischer Ebene in Kontakt. "Die Informationslage aus Paris ist aber derzeit noch relativ unklar", betonte Grundböck.

Der Innenministeriumssprecher betonte, dass es derzeit kein konkretes Bedrohungsszenario für Österreich gibt. Die Erhöhung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen habe präventiven Charakter. Davon umfasst seien auch die Vorkehrungen für die Syrien-Konferenz in Wien.

Tiroler Band spielte als Vorgruppe im Bataclan

00:33 Uhr

In der Pariser Konzerthalle Bataclan, wo es zu der Geiselnahme gekommen ist, trat am Abend die Tiroler Band White Mile als Vorgruppe der Eagles of Death Metal auf. Das Duo hat den Anschlag offenbar unverletzt überstanden. "Medina und ich sind ok", twitterte Lofi Lodir alias Hansjörg Loferer.

Deutsche Mannschaft konnte Stadion noch nicht verlassen

00:37 Uhr

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nach den Anschlägen in Paris auch nach eineinhalb Stunden noch nicht das Stadion verlassen. Bundestrainer Joachim Löw, die Spieler, Betreuer und Journalisten saßen nach Mitternacht noch in der Kabine und den Katakomben im Stade de France.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollte die deutsche Delegation auf keinen Fall wie geplant bis Sonntag in der französischen Hauptstadt bleiben, sondern so schnell wie möglich das Land verlassen. "Wir werden uns jetzt beraten, was wir tun", hatte Löw unmittelbar nach der 0:2-Niederlage gegen die Franzosen gesagt.

Regierungsspitze Österreichs "schwer erschüttert"

00:44 Uhr

Die österreichische Regierungsspitze hat in der Nacht auf Sonntag entsetzt auf die Anschläge in Paris reagiert. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zeigte sich hat sich in einer ersten Stellungnahme "schwer erschüttert", Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) "schockiert und betroffen". Alle drei sicherten Frankreich Solidarität zu.

"Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen", so Faymann in einer Aussendung. "Die internationale Gemeinschaft muss jetzt zusammenstehen, gemeinsam gegen den Terror."

Mitterlehner reagierte via Twitter und betonte dort: "Stehen an Seite Frankreichs." Er sei "in Gedanken bei den Opfern, ihren Angehörigen & Freunden".

Kurz erklärte sich in einer ersten Reaktion "tief schockiert". Kurz drückte Frankreich seine Solidarität aus, wie ein Sprecher der APA in der Nacht auf Samstag mitteilte.

+++ Polizei stürmt Konzerthalle +++

00:46 Uhr

In dem von einer Geiselnahme betroffenen Pariser Club Bataclan hat die Polizei einen Zugriff begonnen. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

Einsatz im Bataclan soll beendet sein

01:01 Uhr

Nach Informationen des Nachrichtensenders N-TV soll der Einsatz der französischen Polizei wieder beendet sein. Nach ersten Informationen sollen zwei der Terroristen getötet worden sein, ein Polizist soll verletzt worden sein. Ein Reporter der BBC berichtete von einer Serien von lauten Knallen, danach habe wieder Ruhe in der Nähe der Konzerthalle geherrscht. Eine Korrespondentin der englischen Zeitung The Guadrian schreibt auf Twitter, dass Verletzte auf Tragen aus der Halle getragen werden und in einem nahegelegenen Café in einer improvisierten Krankenstation versorgt werden.

01:08 Uhr

Die Polizei sperrte das Gebiet rund um die Konzerthalle Bataclan ab. (Foto: Reuters/Philippe Wojazer)

Stellvertretender Bürgermeister: Sechs bis sieben Anschlagsorte

01:14 Uhr

Im Interview mit CNN berichtet Patrick Klugman, stellvertretender Bürgermeister von Paris, sprach im Interview mit CNN von sechs bis sieben Anschlagsorten. Noch sei die Lage sehr unübersichtlich. "Wir wissen nicht, ob es morgen vorbei ist oder weitergeht."

Facebook führt Sicherheitcheck ein

01:16 Uhr

Auf Facebook können sich Personen, die sich in Paris aufhalten, als "sicher" markieren. So werden Freunde und Bekannte darüber informiert, dass es ihnen gut geht.

Der Sicherheitscheck kam bereits bei anderen Katastrophen zum Einsatz, etwa bei der Erdbebenkatastrophe in Nepal.

Etwa 100 Tote in Konzerthalle

01:18 Uhr

Bei dem Terrorangriff auf die Konzerthalle Bataclan in Paris hat es mehrere Dutzend Tote gegeben. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zum Samstag unter Berufung auf Ermittler. Es sollen etwa 100 Menschen ums Leben gekommen sein.

01:23 Uhr

Feuerwehrmänner und Sanitäter versorgen Verletzte vor der Konzerthalle. (Foto: AFP/Dominique Faget)

01:39 Uhr

Beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, sind nach neuen Angaben drei der Angreifer getötet worden. Nach Informationen des Radiosender France-Info sind weitere Terroristen noch auf der Flucht. Laut CNN sollen mindestens 118 Menschen in der Konzerthalle ums Leben gekommen sein. In einer Stellungnahme, die von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert wird, ist von mehr als 100 Toten die Rede.

"Sie haben in die Menge geschossen"

01:49 Uhr

Die Angreifer im Pariser Konzertsaal "Bataclan" haben nach Angaben eines Zeugen im französischen Radio auf Arabisch "Allah ist groß" gerufen. "Mitten im Konzert sind Männer reingekommen, sie haben im Bereich des Eingangs zu schießen begonnen", sagte der Konzertbesucher Louis dem Sender France Info. "Sie haben voll in die Menge geschossen, ich glaube mit Pumpguns und dabei "Allahu akbar" gerufen."

Der Mann berichtete, als er mit seiner Mutter den Saal verlassen habe, habe er über Leichen klettern müssen. Eine offizielle Bestätigung für diese Darstellung oder für das Motiv der Angriffe gab es zunächst nicht. Julien Pierce, Reporter des Radiosenders Europe 1, hatte zuvor in einem Telefoninterview berichtet, dass die Attentäter während der Attacke kein Wort gesprochen hätten.

Ein Terrorist offenbar festgenommen

01:49 Uhr

Ein Terrorist, der an der Geiselnahme im Bataclan Theater beteiligt war, wurde offenbar festgenommen. Er gab laut Medienberichten an, der Terrormiliz "Islamischer Staat" anzugehören. Bestätigt ist dies noch nicht.

"Sie haben in die Menge geschossen"

01:58 Uhr

Auf Informationstafeln in ganz Paris werden die Einwohner aufgerufen, zu Hause zu bleiben und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. (Foto: AFP/Rick Alarcon)

Hollande an der Bataclan

02:06 Uhr

Frankreichs Präsident Francois Hollande, Innenminister Bernard Cazeneuve (l.) und Premier Manuel Valls sind an der Konzerthalle angekommen. (Foto: AFP/Miguel Medina)

Vier Terroristen getötet

02:12 Uhr

Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass insgesamt vier Terroristen getötet wurden. Dabei beruft sich die Agentur auf Ermittlerkreise.

1.500 Soldaten werden mobilisiert

02:14 Uhr

Frankreich mobilisierte nach den Attacken in Paris 1.500 zusätzliche Soldaten . Dies teilte der Elysee-Palast in der Nacht auf Samstag mit. Der Fernsehsender BFMTV zeigte Bilder von Militärs in Kampfmontur auf der Straße. Nach den Terroranschlägen auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hatte Frankreich die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, vor gefährdeten Gebäuden in Paris stehen seitdem Soldaten Wache. Schulen und Universitäten im Großraum Paris sollen am Samstag geschlossen bleiben, Klassenfahrten sind gestrichen. (Foto: AFP/Pierre Constant)

Tiroler Band in Sicherheit

02:22 Uhr

Dutzende Tote hat es bei der Geiselnahme im Konzertsaal Bataclan gegeben. Dort war am Abend auch die Tiroler Band White Mile als Vorgruppe aufgetreten. Via Facebook meldeten sie sich zu Wort. Das Duo ist in Sicherheit und hat den Anschlag unverletzt überstanden.

Deutsche Nationalmannschaft verließ Stadion

02:28 Uhr

Die deutsche Nationalmannschaft hat viele Stunden nach Spielende nun das Stade de France verlassen. Die DFB-Elf wurde schwer bewacht und mit Kleinbussen vom Stadion eskortiert. Der große Mannschaftsbus wurde nicht verwendet.

Geiselnehmer laut Hollande alle tot

02:30 Uhr

Nach Angaben von Frankreichs Präsident François Hollande gibt es nach den Angriffen in Paris zahlreiche Verletzte. "Es gibt viele Verletzte. Schwerverletzte, Geschockte, geschockt von dem, was sie gesehen haben", sagte er am Samstagmorgen beim Konzertsaal Bataclan. Hollande kündigte an, "unerbittlich" gegenüber Terroristen zu sein. "Das ist eine Barbarei." Die Geiselnehmer im Konzertsaal Bataclan seien getötet worden, teilte Hollande mit.

Deutschland bietet Paris Hilfe durch Spezialkräfte an

02:33 Uhr

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat der französischen Regierung nach den blutigen Attentaten von Paris Hilfe durch deutsche Spezialkräfte angeboten. "Wir sind mit unseren Gedanken bei unseren französischen Freunden und den Familien der Opfer", erklärte der Minister am frühen Samstagmorgen in Berlin. Er stehe in engem Kontakt mit seinem französischen Amtskollegen und habe ihm die entsprechende Hilfe angeboten. Über eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland nach den Attacke war zunächst nichts bekannt.

Mehr als 120 Tote laut "Le Monde"

02:55 Uhr

Die franzöische Tageszeitung Le Monde berichtet, dass es an sechs verschiedenen Anschlagsorten mehr als 120 Todesopfer und viele Schwerverletzte gibt. Aus Ermittlerkreisen habe die Zeitung erfahren, dass im Bataclan mindestens 79 Zuschauer sowie drei bis vier Attentäter starben. Am Stade de France kamen bei drei Explosionen zwei Selbstmorattentäter ums Leben. Am Boulevard Voltaire wurde demnach ein Mensch getötet. Gegenüber einer Bar in der Rue Chardonne sind 19 Tote zu beklagen, 14 Personen wurden schwer verletzt. 5 Tote und acht Schwerverletzte forderte der Anschlag in der Rue de la Fontaine au Roi. Nahe einer Bar in der Rue Allibert kam bis zu 14 Menschen ums Leben, zehn weitere wurden schwer verletzt.

Die Opferzahl bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft. Fünf Terroristen seien "neutralisiert" worden, sagte Staatsanwalt François Molins am Samstagmorgen. Diese Angaben müssten aber noch bestätigt werden.

Bahn- und Flugverbindungen bleiben offen

02:58 Uhr

Trotz systematischer Grenzkontrollen werden Flug- und Eisenbahnverbindungen nach Frankreich aufrechterhalten. Dies teilte das Pariser Außenministerium am Samstagmorgen auf seiner Webseite mit. Präsident Francois Hollande hatte nach der Terrorwelle in Paris entschieden, mit sofortiger Wirkung die Grenzkontrollen wieder einzuführen.

Diese Kontrollen beträfen Grenzübergänge per Straße und Eisenbahn ebenso wie Flughäfen und Häfen, so das Außenministerium. Am Freitag hatte Frankreich als Vorbereitung auf die Weltklimakonferenz bereits mit mobilen zufälligen Kontrollen an seinen Grenzen begonnen.

Attentäter angeblich nennen als Grund Frankreichs Syrien-Politik

03:03 Uhr

Die Attentäter in Paris haben nach Angaben eines Augenzeugen ihre Tat mit Frankreichs Militäreinsatz in Syrien begründet. Der Journalist Pierre Janaszak, der während des Überfalls auf die Konzerthalle Bataclan im Saal war, berichtete in der Nacht zum Samstag: "Ich habe genau gehört, wie sie den Geiseln gesagt haben: 'Das ist die Schuld von Hollande. Das ist die Schuld Eures Präsidenten. Er hätte nicht in Syrien eingreifen dürfen. Sie haben auch vom Irak gesprochen.'"

One World Trade Center in New York trägt Tricolore

03:06 Uhr

In Gedenken an die Opfer der Attentate von Paris leuchtet die Antenne des One World Trade Center in New York in den Farben der französischen Nationalflagge.

Chaotische Szenen im Pariser Osten

03:14 Uhr

Im Pariser Osten hat es nach den Terrorattacken chaotische Szenen gegeben. Der Geschäftsführer eines Restaurants im zehnten Stadtbezirk berichtete dem Sender France Info am frühen Samstagmorgen, Gäste seien nach Explosionen auf der Straße in sein Lokal geflüchtet, um sich dort zu schützen. Eine Anwohnerin desselben Bezirks berichtete, sie habe mindestens 20 Explosionen gehört. "Mehrere Verletzte lagen auf dem Boden. Ein junger Mann hat sein Leben verloren. (...) Es war fürchterlich."

"Wir sind aufrecht, wir sind vereint"

03:16 Uhr

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo rief ihre Mitbürger nach der Terrorwelle in der französischen Hauptstadt zur Einheit auf. "Wir sind aufrecht, wir sind vereint", schrieb sie am frühen Samstagmorgen auf Twitter. "Angesichts dieser unsäglichen barbarischen Akte, die mehrere Dutzend Tote gefordert haben, ist Paris im Herzen getroffen."

Spanien sichert Frankreich Unterstützung zu

03:26 Uhr

Nach den Terrorangriffen in Paris hat Spanien Frankreich alle Unterstützung und Solidarität zugesichert. "Sie können beim kompromisslosen Kampf gegen die terroristische Barbarei selbstverständlich mit aller Kooperation meiner Regierung und der spanischen Sicherheitskräfte rechnen", schrieb Ministerpräsident Mariano Rajoy in der Nacht zum Samstag in Telegrammen an Frankreichs Präsident François Hollande und dessen Innenminister Manuel Valls, wie die staatliche Nachrichtenagentur efe berichtete."Entsetzt und bestürzt" reagierte in Madrid auch König Felipe VI. Das spanische Innenministerium teilte unterdessen mit, es werde am Samstag Treffen mit Vertretern der Sicherheitskräfte geben, um zu analysieren, ob der Terroralarm in Spanien von mittel auf hoch (auf die zweithöchste Stufe 4) angehoben werden solle.

Attentäter im Bataclan sprengten sich in die Luft

03:41 Uhr

Die französische Polizei berichtete nach Angaben der BBC, dass vier Attentäter in der Konzerthalle getötet wurden - drei von ihnen durch selbst gezündete Sprengstoffgürtel. Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft könnten sich noch Komplizen der Attentäter auf der Flucht befinden.

Während der Geiselnahme hielten sich die Menschen überall versteckt. Radio Europe 1 sprach mit einer Frau, die stundenlang unter einem Sitz ausharrte.

03:56 Uhr

Derzeit kommen nur noch wenige Meldungen aus Paris. Die Ermittler haben ihre Arbeit aufgenommen, die Verletzten werden versorgt, die Überlebenden getröstet. Die Welt trauert mit Paris um die Opfer der Anschläge.

Wir unterbrechen an dieser Stelle unsere Live-Berichterstattung und melden uns ab 7 Uhr wieder.

(Foto: AFP/Fancois Guillot)

Mindestens acht Terroristen tot

07:00 Uhr

Nach Angaben in der Nacht sind mindestens acht Attentäter ums Leben gekommen. Dies berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler. Die meisten Angreifer sollen sich nach dem Überfall auf die Konzerthalle Bataclan und bei den Anschlägen in der Nähe des Stadions Stade de France selbst in die Luft gesprengt haben.

Hollande und Obama wollen Anti-Terror-Kampf verstärken

07:01 Uhr

Frankreichs Staatschef Francois Hollande und US-Präsident Barack Obama haben in einem Telefonat eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus vereinbart. "Sie haben ihr Engagement bekräftigt, im Kampf gegen den Terrorismus eng zusammenzuarbeiten", sagte ein Mitarbeiter Hollandes am Samstagmorgen.

Beide Regierungen würden in den kommenden Stunden und Tagen ihre Informationen austauschen. Bei Anschlägen und Schießereien an mindestens sechs Orten der französischen Hauptstadt waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Alleine in einer Konzerthalle im östlichen Stadtzentrum töteten die Angreifer etwa hundert Menschen. Insgesamt wurden auch acht Angreifer getötet, sieben von ihnen, indem sie Sprengstoffgürtel zündeten.

Das deutsche Innenministerium geht nach der Anschlagsserie in Paris von einer unveränderten Gefährdungslage aus. Deutschland stehe unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus, teile eine Sprecherin des Ministeriums in der Nacht auf Samstag mit. Die Sicherheitsbehörden stünden im engen Austausch mit den französischen Behörden. Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere hat Frankreich die Hilfe deutscher Spezialkräfte angeboten.

07:04 Uhr

Bei den jüngsten Anschlägen in Paris haben Terroristen an unterschiedlichen Orten in der französischen Hauptstadt zugeschlagen. Der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt, Francois Molins, sprach von sechs Anschlagsorten. Das Stade de Franc liegt nördlich von Paris im Vorort Saint-Denis, die anderen Attacken ereigneten sich im Osten von Paris.

Stade de Frace: Am Fußballstadion gab es mehrere Tote. Ermittler berichten von vier Toten, darunter drei Terroristen.

Musikclub "Bataclan": Der beliebte Veranstaltungsort war am Freitagabend mit rund 1500 Plätzen ausverkauft. Mindestens vier Terroristen stürmten den Konzertsaal und schossen um sich. Etwa 80 Menschen wurden getötet.

Rue de Charonne: In der Straße im 11. Arrondissement im Osten der Stadt wurden nahe der Bar La Belle Equipe 18 Menschen getötet.

Boulvard Voltaire: Auf der Straße zwischen Platz der Republik und Nation im Osten der Stadt wurde ein Mensch getötet.

Rue de la Fontaine aus Roi: Beim Cafe "Bonne Biere" zu Beginn der Straße in der Nähe des beliebten Kanal Saint-Martin gab es vermutlich fünf Tote.

Rue Albert: Im Cafe Carillon wurden 14 Opfer gezählt, zahlreiche Menschen wurden verletzt.

U2 sagen Konzert in französischer Hauptstadt ab

07:05 Uhr

Die Band U2 ein für Samstag geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Mit Fassungslosigkeit und schockiert haben wir die sich entwickelnden Ereignisse in Paris verfolgt", hieß es auf der Internetseite der Gruppe. "Wir sind am Boden zerstört angesichts der Toten beim Eagles-of-Death-Metal-Konzert."

Wegen des andauernden Ausnahmezustands in Frankreich werde das Konzert daher nicht wie geplant stattfinden. Die Band sei aber entschlossen, es nachzuholen.

USA verschärfen Sicherheit an Touristenzielen

07:26 Uhr

New York und andere US-Großstädte haben nach der Anschlagserie von Paris die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dafür wurden nach Angaben der Polizei in New York wurden am Freitagabend Spezialeinheiten zur Terrorabwehr an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und anderen Orten postiert, die von besonders vielen Touristen besucht werden.

Auch in Boston, Washington und weiteren Städten wurde die Polizeipräsenz auf den Straßen erhöht. Dabei handelte es sich den Behörden zufolge um reine Vorsichtsmaßnahmen. Das Heimatschutzministerium erklärte, es liege nach den Anschlägen in Frankreich keine konkrete Bedrohung für die USA vor. Minister Jeh Johnson sagte, er stehe in engem Kontakt mit den französischen Behörden.

In Manhattan wurde das französische Konsulat sofort nach Bekanntwerden der Anschläge von Spezialeinheiten gesichert. Überall gingen vermehrt Polizisten auf Streife, in Bussen und Zügen wurden Taschen und andere Gepäckstücke nach möglichen Sprengsätzen durchsucht. Brücken, Tunnel und Bahnanlagen standen unter besonderer Beobachtung der Polizei.

New York gilt seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001, bei denen rund 3000 Menschen getötet wurden, als besonders gefährdet für Attentate von Islamisten. Bürgermeister Bill de Blasio sagte, die Ostküsten-Metropole sei ständig in hoher Alarmbereitschaft. Man sei vorbereitet darauf, dass es nach den Anschlägen von Paris Nachahmungstaten geben könnte.

In der US-Hauptstadt Washington gab es verstärkte Patrouillen im Regierungsviertel rund ums Kapitol. An französischen Einrichtungen wurden zusätzliche Sicherheitskräfte postiert.

Auch in Boston befanden sich die Behörden in erhöhter Alarmbereitschaft. In der Stadt hatten 2013 zwei islamistische Attentäter Sprengsätze während des Marathon-Laufs gezündet und drei Menschen getötet. In Chicago und San Francisco wurden ebenfalls die Patrouillen an Orten mit viel Publikumsverkehr verstärkt.

Bei den Attentaten an mehreren Orten in der französischen Hauptstadt sind in der Nacht auf Samstag mindestens 120 Menschen getötet worden. In Sicherheitskreisen ging man von islamistischen Tätern aus.

Eagles of Death Metal haben Anschlag offenbar überlebt

07:35 Uhr

Die Musiker der US-Rockband Eagles of Death Metal haben den verheerenden Angriff auf die Pariser Konzerthalle Bataclan offenbar überlebt. Die Frau von Schlagzeuger Julian Dorio sagte der "Washington Post", ihr Mann habe sie angerufen, "um mir zu sagen, dass er mich liebt und dass er in Sicherheit ist".Dorios Mutter bestätigte, dass ihr Sohn und die anderen Bandmitglieder den Angreifern entkommen seien. Einige Mitglieder ihrer Crew würden aber noch vermisst.Der Verbleib der Band war unmittelbar nach dem Anschlag unklar gewesen. "Wir versuchen im Moment noch, die Sicherheit und den Aufenthalt von allen in der Band und der Crew herauszufinden", hieß es in der Erklärung auf der Facebook-Seite der Gruppe. "Unsere Gedanken sind bei all den Menschen, die von dieser tragischen Situation betroffen sind."

Bild eines Augenzeugen

07:39 Uhr

Als die ersten Schüsse fielen, schaffte es Dominique Faget noch einmal, auf den Auslöser seiner Handykamera zu drücken: Die Menschen suchen panisch nach einem Versteck, wo sie sich vor Angreifern in Sicherheit bringen können. (AFP PHOTO / DOMINIQUE FAGET)

500 Menschen gedachten in Montreal der Opfer

07:42 Uhr

Im kanadischen Montreal haben sich am späten Freitagabend (Ortszeit) etwa 500 Menschen zu einer spontanen Solidaritätskundgebung für die Anschlagsopfer von Paris zusammengefunden. "Wir weichen nicht zurück, wir verteidigen unsere Werte", rief die französische Generalkonsulin Catherine Feuillet der Menschenmenge im Nieselregen zu. "Niemals werden wir uns erpressen lassen", hob der Bürgermeister von Montreal, Denis Coderre, hervor. Dann stimmten die Menschen leise die Marseillaise an, die französische Nationalhymne, bevor sie eine Schweigeminute einlegten. "Wir sind hier, um die Franzosen zu unterstützen und unsere Solidarität zu zeigen", sagte Bürgermeister Coderre der Nachrichtenagentur AFP. Kurz zuvor hatte er mit seiner Pariser Kollegin Anne Hidalgo telefoniert, die zu einem der Anschlagsorte ihrer Stadt gefahren war.

Rohani: Anschläge sind "unmenschliches Verbrechen"

07:42 Uhr

Der iranische Präsident Hassan Rohani hat die Anschläge von Paris als "unmenschliches Verbrechen" bezeichnet. Auch die Türkei und China brachten ihre Verbundenheit mit Frankreich zum Ausdruck."Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte", erklärt Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die Türkei stehe Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite.Auch die chinesische Regierung bekundet ihre Solidarität mit Frankreich. China sei bereit, Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite zu stehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken, sagt Präsident Xi Jinping.

Hotline für Betroffene

08:15 Uhr

Angehörige, die wissen wollen, ob Freunde und Angehörige aus Österreich von den Anschlägen betroffen sind, hat das Außenministerium eine Hotline eingerichtet.

In Österreich: 050/1150 4411

Für Österreicherin in Frankreich: 0043/190 115 44 11

Bundespräsident Fischer "tief erschüttert und entsetzt"

08:17 Uhr

Bundespräsident Heinz Fischer hat sich in einer ersten Stellungnahme zu der Anschlagsserie in Paris "tief erschüttert und entsetzt" gezeigt. "Ich drücke dem französischen Volk und insbesondere den Angehörigen der Opfer meine tief empfundene Anteilnahme aus", sagte der Bundespräsident."Das sind Stunden, wo wir alle fest zusammenhalten müssen und Geschlossenheit gegen Unmenschlichkeit zeigen müssen", so Fischer in der der APA Samstag früh übermittelten Stellungnahme. Bei der Anschlagsserie waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet und rund 200 weitere verletzt worden.

Sicherheitsmaßnahmen in Rom werden verschärft

08:17 Uhr

Die italienische Regierung verschärft nach den Anschlägen in Paris die vorbeugenden Maßnahmen im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus. Das Innenministerium in Rom will die Zahl der für die Sicherheit der Städte eingesetzten Polizisten aufstocken. Sie sollen unter anderem verstärkt die römischen Flughäfen sowie die Bahnhöfe, Botschaften, Basiliken und wichtige Monumente bewachen."Unsere Anti-Terror-Behörden sind in ständigem Kontakt mit den französischen Kollegen. Ziel ist, Attentaten in Italien vorzubeugen", sagte Innenminister Angelino Alfano laut italienischen Medien. Italiens Polizeichef Alessandro Pansa rief die Präfekten auf, in den italienischen Städten sensible Einrichtungen besser zu schützen. Wegen des Vatikans sei Rom die in Italien am stärksten gefährdete Stadt, verlautete aus dem Innenministerium.Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi will mit Innenminister Alfano am Samstagvormittag Strategien für mehr Sicherheit in der Hauptstadt besprechen. Am 8. Dezember wird der Papst das "Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit" eröffnen, das bis November 2016 Millionen von Pilgern nach Rom bringen wird.Italiens Staatschef Sergio Mattarella verurteilte die Anschläge in Paris. "Der Horror, den die französische Hauptstadt erlebt, erschüttert uns zutiefst", sagte das Staatsoberhaupt.

Keine Schulreisen in ganz Frankreich am Wochenende

08:18 Uhr

In Frankreich sind nach den Terrorattacken sämtliche Schulreisen für das Wochenende untersagt worden. Das teilte das Bildungsministerium in der Nacht auf Samstag unter anderem via Facebook und Twitter mit.Zudem würden die schulischen und universitären Einrichtungen der drei Akademien in Ile-de-France am Samstag geschlossen bleiben. Bei der Terrorwelle in Paris waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden.

Öffentliche Krankenhäuser leiteten "Plan blanc" ein

09:01 Uhr

Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten "Plan blanc" eingeleitet. Wie die Zeitung "Le Monde" auf ihrer Homepage Samstag früh schrieb, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen.Den "weißen Plan" gibt es seit 2004. Er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.

Steinmeier: "Übersteigt die Vorstellung eines jeden"

09:02 Uhr

"Was wir heute Nacht und noch heute Morgen an Nachrichten und Bildern aus Paris bekommen - die Dimension des Grauens, das in all dem verkörpert wird, übersteigt die Vorstellung eines jeden, auch der hier Anwesenden, die wir heute zur Zukunft Syriens zusammengekommen sind." So reagierte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier Samstag früh nach seinem Eintreffen im Wiener Hotel Bristol."Das, was als Fußballfest, als ein Spiel der Nationalmannschaften von Deutschland und Frankreich begann, endete in einem Inferno des Terrors", sagte Steinmeier, der das Spiel Frankreich-Deutschland im Stade de France, in dessen Nähe einer der Anschläge erfolgte, zum Teil vor Ort verfolgt hatte und dann zur Syrien-Konferenz nach Wien geflogen war."Das ist eine Stunde in der wir gegenwärtig nur sagen können, in dieser Stunde des Leids, der Verzweiflung in Frankreich stehen wir fest an der Seite unserer französischen Freunde", sagte Steinmeier. "Im Augenblick ist unser Mitgefühl, die Anteilnahme, bei den Opfern und den Angehörigen der Opfer."

Jordaniens Außenminister fordert "Kampf überall"

09:04 Uhr

Der jordanische Außenminister Nasser Judeh fordert nach den Anschlägen von Paris ein "Bekenntnis dazu, Terroristen überall dort zu bekämpfen, wo sie zu finden sind". Dies gelte insbesondere für Jordaniens Nachbarland Syrien, das zu einer "Brutstätte für Terroristen" geworden sei, sagte Judeh am Samstag in Wien.

Wiener Christkindlmarkt-Eröffnung abgesagt

09:06 Uhr

Die traditionelle Eröffnung des Christkindlmarkts am Wiener Rathausplatz am Samstagabend ist wegen der Terroranschläge in Paris kurzfristig abgesagt worden. Das teilte das Büro von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in der Früh der APA mit. Häupl wollte die Illuminierung gemeinsam mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) vornehmen. Der mit rund 1000 LED-Lichtern aufgeputzte Baum beim "Adventzauber" vor dem Rathaus stammt heuer aus der Tiroler Gemeinde Pfunds (Bezirk Landeck).

DFB-Team über Nacht im Stadion

09:06 Uhr

Nach den Terroranschlägen in Paris ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am frühen Samstagmorgen mit Polizeieskorte noch vom Stade de France aus direkt zum Flughafen gebracht worden. Das Team kehrte entgegen anderslautender Berichte gar nicht mehr ins Hotel zurück. Die Mannschaft verharrte nach dem grauenvollen Ereignissen am Freitagabend die Nacht auf Samstag im Stadion in Saint-Denis. "Das Wohlbefinden in der Stadt ist nach dem heutigen Tag nicht besonders groß", sagte Teammanager Oliver Bierhoff nach dem überschatteten Länderspiel gegen den EM-Gastgeber dem ARD-Hörfunk.Eigentlich wollte die DFB-Delegation am Sonntagmittag mit dem Ziel Hannover abreisen. Der nun für Samstagvormittag geplante Flug soll allerdings nach Frankfurt/Main führen. Wie es danach für die DFB-Auswahl, die am kommenden Dienstag in Hannover gegen die Niederlande eigentlich ein weiteres Testspiel bestreiten will, weitergeht, wurde zunächst nicht bekannt.Bierhoff sprach nach der Partie von großer Betroffenheit. "Der Sport ist jetzt total im Hintergrund", sagte er nach dem 0:2. Der Freitag hatte für die deutschen Weltmeister um Kapitän Bastian Schweinsteiger bereits nach einer Bombendrohung gegen das Teamhotel mit einem "großen Schrecken" (Bierhoff) begonnen.

Ein Österreicher bei Anschlag auf Pariser Konzert verletzt

09:10 Uhr

+++Aktuellen Meldungen zufolge soll ein Österreicher bei dem Terroranschlag in Paris verletzt worden sein. Näheres ist noch nicht bekannt. Außenminister Sebastian Kurz erklärte in einem ORF-Interview, dass der Österreicher am Leben sei und mit dem Außenministerium in Kontakt stehe. Zwei weitere Konzertbesucher aus Österreich überlebten den Anschlag unverletzt. +++

Hotline für betroffene Angehörige

09:16 Uhr

Für Angehörige, die sich informieren wollen, ob Familienmitglieder oder Freunde aus Österreich von den Anschlägen in Paris betroffen sein könnten, wurden nachfolgende Hotlines eingerichtet:

  • In Österreich: 050 11 50 44 11
  • In Frankreich: 0043/190 115 44 11
  • Hotline der Stadt Paris (lokal): 0800 6 005

Auch französische Schule in Wien geschlossen

09:30 Uhr

Angesichts des Terror-Angriffs in Paris wurde auch die französische Schule in Wien heute geschlossen. Auswirkungen hat dies vor allem auf die Matura-Vorbereitungsprüfung, die für den Vormittag angesetzt war. Eine 3,5-Stunden lange Biologie-Prüfung stand am Programm. Schüler standen in der Früh vor verschlossenen Türen, ein Aufseher wies sie an, nach Hause zu gehen.Es hatten aber ohnehin nur wenige den Weg auf sich genommen, da am späten Freitagabend in der What's-App-Gruppe der Schüler bereits der französische Erlass, alle Schulen geschlossen zu halten, zirkulierte. Bis in die Früh war aber nicht klar, ob dies auch in Wien gelte. Zahlreiche besorgte Eltern verboten ihren Kindern aber ohnehin den Weg in die Schule. Das Lycee hatte zwar die Lehrer von der Absage aller Veranstaltungen informiert, nicht aber die Schüler oder die Eltern.Nach Angaben eines Schülers kam knapp nach 8.00 Uhr auch die Polizei auf das Schulgelände. "Ein bisschen bin ich froh, dass die lange Prüfung ausgefallen ist, aber allgemein sind wir alle sehr bedrückt", so der Schüler zur APA. Seit dem Abend sei es in der What's-App-Gruppe rund gegangen. Einige frühere Mitschüler sind inzwischen wieder in Frankreich, einer in Paris. Von dort kamen auch die ersten Informationen für die ganze Klasse. Völlig offen ist derzeit, wie es am Montag weitergeht

Krisenstab im Wiener Außenministerium

09:33 Uhr

Im Außenministerium in Wien wurde als Reaktion auf die Anschläge von Paris ein Krisenstab eingerichtet, wie ein Außenamts-Sprecher der APA am Samstag bestätigte. Mitarbeiter der österreichischen Botschaft in Paris stünden im engen Kontakt mit den französischen Behörden und forschten auch in den Spitälern nach etwaigen weiteren österreichischen Opfern, wofür es aber derzeit keine Hinweise gebe.

Auch die Reisehinweise für Frankreich wurden laut Außenministerium angepasst, allerdings nicht im Sinne einer Reisewarnung, sondern durch eine Warnung vor Verzögerungen bei der Einreise durch intensivierte Kontrollen.

Sitzung des Sicherheitskabinetts in Paris hat begonnen

09:33 Uhr

Nach der Terrorserie in Paris hat Frankreichs Präsident François Hollande am Samstagvormittag die Mitglieder seines Sicherheitskabinetts zu einer Sitzung im Élyseepalast empfangen. Das Treffen begann kurz nach 09.00 Uhr. Neben den Ministern und Ministerinnen nahmen auch die ranghöchsten Vertreter der Sicherheitsbehörden teil. Bei den Anschlägen waren am Abend zuvor mindestens 120 Menschen getötet worden waren. Sie ereigneten sich zudem nur zehn Monate nach dem Attentat auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris.

Kurz: „Unfassbarer Anschlag“

09:34 Uhr

„Wir sind alle zutiefst betroffen, das ist ein unfassbarer Anschlag, nicht nur auf Frankreich, sondern ein Anschlag, der uns als ganz Europa schockiert.“ Das erklärte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) Samstag früh am Rand der Syrien-Konferenz in Wien zu den Terroranschlägen in Paris. „Es sind über 150 Menschen ums Leben gekommen, und es sind Hunderte verletzt.“

Erdogan verurteilt Terrorserie von Paris

09:36 Uhr

Der türkische Staatspräsident und G20-Gastgeber Recep Tayyip Erdogan hat die Anschlagserie von Paris verurteilt.

Erdogan sagte, die Türkei kenne Terrorismus und seine Auswirkungen aus eigener Erfahrung. "Wir teilen den Schmerz sowohl von Präsident (François) Hollande und des französischen Volkes." Erdogan forderte, Terrorismus müsse universell verurteilt werden. Die Logik "mein Terrorist ist gut, deiner ist schlecht" dürfe nicht mehr gelten. "Terrorismus hat keine Religion, keine Nation, keine Rasse, kein Vaterland."

Hollande hat wegen der Anschlagsserie in Paris seine Teilnahme am G20-Gipfel abgesagt.

Terroristen wollten offenbar ins Stadion

09:42 Uhr

Laut einem Bericht eines anwesenden N-TV-Journalisten sollen die Terroristen auch versucht haben, sich Zugang zum Stadion de France zu verschaffen, in dem das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland mit 80.000 Besuchern über die Bühne ging. Das habe aber nicht geklappt. Das Spiel wurde auch fortgesetzt, um eine Massenpanik zu verhindern. Viele Besucher strömten nach dem Spiel aufs Feld, weil sie nicht wussten, was sie tun sollten. Die deutsche Nationalmannschaft blieb aus Sicherheitsgründen die ganze Nacht in den Mannschaftskabinen.

Sicherheitsmaßnahmen in Österreich erhöht

09:43 Uhr

Die österreichischen Behörden haben in einer ersten Reaktion auf die Angriffe in Paris die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen präventiv erhöht. Im Außenministerium in Wien wurde zudem ein Krisenstab eingerichtet. Mitarbeiter der österreichischen Botschaft in Paris stünden im engen Kontakt mit den französischen Behörden und forschten auch in den Spitälern nach etwaigen österreichischen Opfern.

Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck betonte, dass es derzeit kein konkretes Bedrohungsszenario für Österreich gibt. Die Erhöhung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen habe präventiven Charakter.

Zahl der Toten auf 127 gestiegen: 80 Verletzte in besonders dramatischem Zustand

10:00 Uhr

Die Zahl der Toten bei der Anschlagsserie in Paris ist auf 127 gestiegen. Es gebe außerdem 180 Verletzte, von denen sich 80 in einem besonders dramatischen Zustand befänden, sagten Polizeivertreter Samstag früh.

Angreifer hatten am Freitagabend bei etwa zeitgleichen Attacken an sechs Orten der französischen Hauptstadt das Feuer eröffnet oder sich selbst in die Luft gesprengt. Die meisten Toten gab es in der Konzerthalle Bataclan im Zentrum von Paris. Nach Angaben vom späten Freitagabend starben acht Angreifer.

Paris lässt nahezu alle Einrichtung am Samstag geschlossen

10:09 Uhr

In Paris bleiben nach der Anschlagsserie praktisch alle Einrichtungen der Stadt am Samstag geschlossen. Das teilte die Hauptstadt Frankreichs auf ihrer Homepage mit. Betroffen sind unter anderem Museen, Bibliotheken, Sporthallen oder auch Schwimmbäder. Bei den Anschlägen, die sich an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris und einem Vorort ereignet hatten, waren am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden.

Besondere Sicherheitsvorkehrungen in Österreich

10:10 Uhr

Das Innenministerium in Wien hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Anschläge in Paris die Ausweitung der Sicherheitsvorkehrungen für potenziell gefährdete Einrichtungen in Österreich veranlasst. „Eingebunden sind alle Stellen, die von Bedeutung sind“, sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Samstagvormittag.

Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen betreffen im Besonderen französische Einrichtungen und internationale Organisationen und die aktuellen Syrien-Gespräche, die im Wiener Hotel Imperial stattfinden. Eingebunden sei unter anderem das Einsatzkommando Cobra, sagte Grundböck.

Papst bestürzt über Anschläge von Paris

10:11 Uhr

Papst Franziskus hat bestürzt und tief betroffen auf die Terroranschläge von Paris reagiert. "Wir sind erschüttert von dieser neuen Demonstration irrsinniger terroristischer Gewalt und des Hasses, die wir gemeinsam mit dem Papst auf die radikal möglichste Art und Weise verurteilen", sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Samstagmorgen laut Radio Vatikan. "Wir beten für die Opfer und für das gesamte französische Volk", ergänzte er. "Es handelt sich um einen Angriff auf den Frieden der gesamten Menschheit, der eine entschlossene uns solidarische Reaktion von uns allen verlangt."

Saudi-Arabien sieht „Verletzung jeder Ethik“

10:35 Uhr

Der saudische Außenminister Adel al-Jubeir hat die Anschläge von Paris als „Verletzung jeder Ethik, Moral und Religion“ verurteilt. Vor einem Treffen mit weiteren Außenministerin zur Syrien-Konferenz in Wien sagte er Samstagfrüh, er wolle die Kondolenzwünsche seiner Regierung an das ganze französische Volk zum Ausdruck bringen.

Wienerin in Paris: "Geisterstadt"

10:54 Uhr

Eine 29-Jährige Wienerin, die in der französischen Hauptstadt lebt, blieb am Samstag vorerst mit ihrer Mitbewohnerin und einem Freund sicherheitshalber zu Hause in der Nähe des Eiffelturms. Auch andere verließen die eigenen vier Wände nicht. "Meine Straße und das Marsfeld (Champs de Mars), normalerweise voller Aktivität, sind menschenleer - eine Geisterstadt."Ihr Freund wollte nach der Arbeit am Freitag nicht quer durch Paris nach Hause fahren - und blieb in der Wohnung der Wienerin. Ihre Mitbewohnerin hielt sich in unmittelbarer Nähe des Restaurants "Le Petit Cambodge" auf, als sie durch ein Telefonat gewarnt wurde und entkommen konnte. "Wir sind alle geschockt", berichtete die 29-Jährige einer Eisenstädter Freundin via Facebook.

Möglicher Komplize jüngst in Bayern verhaftet

10:55 Uhr

Fahnder der Polizei in Rosenheim in Bayern haben nach Informationen des Bayerischen Rundfunks vor wenigen Tagen einen Mann aus Montenegro festgenommen, der vermutlich zum Kreis der Attentäter von Paris gehöre. Unmittelbar nach der Festnahme habe das Bayerische Landeskriminalamt mit den französischen Behörden Kontakt aufgenommen und sie über Details informiert.Der 51-Jährige sei mit seinem VW-Golf auf der Autobahn Salzburg-München bei Bad Feilnbach von Schleierfahndern kontrolliert worden. Bei der genauen Untersuchung seines Autos hätten die Polizisten ein Versteck gefunden, in dem sich mehrere Pistolen, Revolver, Munition, Maschinenpistolen sowie einige Kilogramm TNT-Sprengstoff befunden hätten.Aus den sichergestellten Unterlagen ergäben sich erhebliche Anzeichen dafür, dass der Mann auf dem Weg nach Paris gewesen sei, berichtete der Radiosender unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Schulz: EU einig im Kampf gegen Terrorismus

11:03 Uhr

EU-Parlamentspräsident hat die jüngste Anschlagwelle in Paris mit fast 130 Toten auf das schärfste verurteilt. "Gestern ist Paris zum zweiten Mal innerhalb eines Jahr brutal angegriffen worden. Terroristen wollten das Herz der westlichen Zivilisation, ihre Werte und Menschen treffen", so Schulz am Samstag. Aber die EU stehe geschlossen im Kampf gegen den Terrorismus.Außerdem sei Europa einig, die Netzwerke dieser Terroristen ausfindig zu machen, sowie auch aller, "die zu solch schändlichen Taten beitragen", und sie vor Gericht zu stellen. "Unsere Verpflichtung ist, unsere Werte von Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu verteidigen", betonte Schulz. In diesem schrecklichen Augenblick "sind unsere Gedanken und unsere Sympathie bei den Familien und Freunden der Opfer, gemeinsam mit den französischen Behörden und allen Bürgern Frankreichs".

Hollande: IS steht hinter Anschlägen in Paris

11:06 Uhr

Die Anschläge in Paris wurden nach den Worten des französischen Präsidenten Francois Hollande von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verübt. Die Anschläge mit fast 130 Todesopfern seien ein "Kriegsakt" einer "terroristischen Armee, dem IS", sagte der französische Präsident Francois Hollande am Samstag in Paris. Die Anschläge seien "von außen" geplant und organisiert und mit Komplizen "im Inneren" verübt worden."Was sich gestern ereignet hat, ist ein Kriegsakt, und dem gegenüber muss das Land die angemessenen Entscheidungen treffen", sagte Hollande nach Angaben des offiziellen Twitter-Accounts des Elysee-Palasts von Samstagvormittag. "Das ist ein Akt absoluter Barbarei."

Wiener Polizei hat Sicherheitsmaßnahmen erhöht

11:09 Uhr

Die Wiener Polizei hat nach den Terroranschlägen in Paris die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen präventiv erhöht. Derzeit gebe es aber keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage, meinte Polizeisprecher Patrick Maierhofer auf APA-Anfrage: "Wir gehen nicht davon aus, dass uns unmittelbar terroristische Aktivitäten erwarten."Dessen ungeachtet hat die Polizei Überwachungsmaßnahmen und den Objektschutz - etwa im Hotel "Imperial", wo derzeit die Syrien-Gespräche stattfinden, verstärkt. Besonderes Augenmerk wird grundsätzlich größeren Veranstaltungen und Demonstrationen geschenkt. In Bezug auf das Fußball-Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und Österreich, das am kommenden Dienstag im Prater über die Bühne gehen wird, sieht die Polizei "derzeit keinen Hinweis auf eine Gefährdung", so Maierhofer abschließend.

Belgischer Premier von "blinder Gewalt" geschockt

11:14 Uhr

Der belgische Premier Charles Michel hat sich von der "blinden Gewalt" bei den Terroranschlägen in Paris vom Freitagabend geschockt gezeigt. Es handle sich um eine "neue Tragödie" in der französischen Hauptstadt. Belgien stehe auf der Seite Frankreichs.Der belgische Außenminister Didier Reynders bekräftigte das internationale Engagement seines Landes im Kampf gegen den Terrorismus und Extremismus. Belgien werde der französischen Regierung "jede mögliche Unterstützung" geben. Die in Frankreich lebenden belgischen Bürger wurden von Reynders aufgefordert, den Anweisungen der lokalen Polizei zu folgen. Es sei erhöhte Wachsamkeit in und um Paris notwendig.

IS-Video mit Aufruf zu Anschlägen in Frankreich

11:17 Uhr

Die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat am Samstag ein Video veröffentlicht, in dem zu Anschlägen in Frankreich aufgerufen wird. In der Aufzeichnung ist ein bärtiger, Arabisch sprechender Mann zu sehen, der französische Muslime auffordert, Anschläge zu verüben.

„Solange ihr uns weiter bombardiert, werdet ihr nicht in Frieden leben können“, sagte der Mann mit Verweis auf französische Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien. „Ihr werdet sogar Angst haben, auf einen Markt zu gehen.“ Das Video wurde von einer Web-Plattform namens „Al-Hayat-Medien-Zentrum“ veröffentlicht. Die Aufzeichnung selbst war nicht datiert.

Renzi: "Angriff auf europäische Lebensweise"

11:18 Uhr

Der italienische Regierungschef Matteo Renzi hat die Terroranschläge in Paris als Attacke gegen die europäische Lebensweise bezeichnet. "Die Terroristen attackieren, das was wir am wertvollsten besitzen: Frieden und Freiheit. Die Terroristen attackieren unsere Lebensweise", so Renzi am Samstag vor Journalisten in Rom."Wie alle Italiener habe ich heute wiederentdeckt, wie groß das Geschenk dieses Europas ist, das uns unsere Väter hinterlassen haben, die nach dem Krieg den Frieden aufgebaut haben", sagte der Premier. "Die Terroristen werden nicht gewinnen. Freiheit ist stärker als Barbarei, Mut ist stärker als Angst."

Pariser gedenken Opfern

11:20 Uhr

Nur wenige trauen sich Samstagfrüh auf die Straße - dennoch lassen es sich die nicht nehmen, den Opfern zu gedenken. An der Konzerthalle Bataclan haben Trauernde Kerzen angezündet.

Drei Tage Staatstrauer in Frankreich

11:22 Uhr

"Ich habe ein Dekret erlassen, um drei Tage Staatstrauer anzuordnen", sagte Präsident Francois Hollande am Samstagvormittag nach einer Sitzung seines Sicherheitskabinetts im Elysee-Palast in Paris.Daran nahmen neben den Ministern auch die ranghöchsten Vertreter der Sicherheitsbehörden teil. Bei den Anschlägen waren am Abend zuvor nach neuesten Erkenntnissen mindestens 128 Menschen getötet worden. Die Angriffe ereigneten sich nur zehn Monate nach dem Attentat auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris.

Serbiens Premier: Angriff auf Errungenschaften der Zivilisation

11:26 Uhr

Serbiens Premier Aleksandar Vucic hat die Anschläge in Paris als Angriff auf die "Errungenschaften der zeitgenössischen Zivilisation" bezeichnet. In seinem Beileidstelegramm an den französischen Amtskollegen Manuel Valls appellierte er an die "Einheit und Entschlossenheit der Welt gegen den Terrorismus", wie die staatliche Presseagentur Tanjug meldete.Vucic hat nach den jüngsten Geschehnissen in Paris in Belgrad eine Sondersitzung des Büros zur Koordinierung der Sicherheitsdienste einberufen, berichteten elektronische Medien. Auch Ungarn erhöhte den Grad der Terrorgefährdung auf die zweitniedrigste Stufe "B". Die Regierungspartei Fidesz-MPSZ sagte zudem ihren für Sonntag geplanten Kongress ab.

Auslandsösterreicherin: "Machtlosigkeit unerträglich"

11:31 Uhr

"Diese Machtlosigkeit ist unerträglich!" So die erste Reaktion einer seit rund 20 Jahren in der französischen Hauptstadt Paris lebenden Österreicherin. "Heute sind die Straßen von Paris wie leer gefegt", berichtete Gabriele Kecht-Massin am Samstagvormittag der APA über die Stimmung nach den Terroranschlägen. "Die Telefone laufen heiß, jeder will die Seinen unter den noch Lebenden wissen."Erst vergangenen Sonntag sei sie mit ihrem französischen Mann bei einem Konzert der deutschen Punk-Ikone Nina Hagen im Bataclan gewesen, "wo es gestern so viele Tote gegeben hat", erzählte die 50-Jährige der APA voller Bestürzung. "Meine Söhne waren erst neulich bei einem Match im Stade de France. Hilfe!, denke ich mir da. Die Solidarität nach Charlie Hebdo ist in aller Herzen, aber was nützt es gegen diese Monster? Als in Paris wohnende Auslandsösterreicherin denke ich darüber nach, wieder in meine kleine, friedliche Heimat zurückzuwollen."

Tiroler Band war bei Angriff nicht in Halle

11:33 Uhr

Das Tiroler Duo White Miles, das am Freitagabend einen Auftritt in der Pariser Konzerthalle "Bataclan" absolviert hatte, befand sich zu Beginn der Terrorattacke gerade nicht in der Halle. Angesichts des Todes eines britischen Crewmitgliedes erklärte der Drummer und Sänger Hansjörg "Lofi" Loferer der APA: "Einer von uns ist nicht mehr unter uns." Die Band steht in Kontakt mit der Botschaft.Die Innsbrucker Band der neben Loferer auch die Gitarristin und Sängerin Medina Rekic angehört, fungierte auf der Tournee der US-Rockband Eagles of Death Metal als Vorgruppe. Nach dem Auftritt "haben wir bei einem Take-Away um die Ecke etwas zum Essen geholt", erklärte Loferer. In dem Moment, als die beiden Musiker wieder zur Halle gehen wollten, begann die Attacke. "Uns ist ein Polizist entgegengekommen und hat 'Schießerei' usw. geschrien. Wir sind wieder zurückgerannt und in das Geschäft hinein". Etwas später seien Leute aus der Halle gekommen, die Opfer der Anschläge geworden sind. Der getötete Brite verkaufte nahe des Halleneingangs Merchandising-Artikel für die beiden Bands.Unmittelbar nach dem Angriff waren laut dem Musiker überall Sirenen und Schreie zu hören, "der Lärmpegel war sehr hoch". Die Band habe die ganze Nacht auf der Straße und dem Polizeirevier verbracht. "Ich fange gerade erst damit an, zu realisieren, was passiert ist und weiß selbst nicht, wie es mir gerade geht, weil es sehr surreal ist", erklärte Loferer. Vom Hotel aus nehme man nun Kontakt mit der österreichischen Botschaft auf. "Der Plan ist, einfach einmal duschen und dann in die Botschaft gehen." Die Tournee werde man mit Sicherheit nicht fortsetzen, beide Bands wollten nur noch nach Hause. Die Eagles of Death Metal hätten am 30. November ein ausverkauftes Konzert in der Wiener Arena geben sollen

+++Verletzter Österreicher stammt aus Tirol+++

11:34 Uhr

Der Österreicher, der in der Konzerthalle Bataclan verletzt wurde, stammt aus Tirol. Das bestätigte das Außenamt am Samstag gegenüber TT.com. Näheres dazu unter: http://bit.ly/1lofddm

Hollande macht IS für Anschlagsserie von Paris verantwortlich

11:42 Uhr

Der französische Staatspräsident Francois Hollande hat wie berichtet die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) für die Anschlagsserie von Paris verantwortlich gemacht. "Das ist ein Kriegsakt, der von einer terroristischen Armee, dem IS, verübt wurde", sagte Hollande am Samstag bei einer kurzen Ansprache in Paris.Die "barbarischen" und "feigen" Anschläge mit fast 130 Todesopfern seien im Ausland "vorbereitet, organisiert, geplant" worden, mithilfe von Komplizen in Frankreich. Bisher hat sich der IS nicht zu den Anschlägen bekannt.Hollande kündigte einen "unerbittlichen" Kampf gegen Jihadisten in Frankreich und im Ausland an. Die Franzosen rief der Staatschef zur "Einheit" auf. Zugleich kündigte er eine dreitägige Staatstrauer an. Wann diese beginnen wird, sagte Hollande nicht.

"Alle Maßnahmen sind getroffen worden, um unsere Mitbürger und unser Staatsgebiet zu schützen", betonte der Präsident. Für Montag berief Hollande den Kongress, also beide Kammern des französischen Parlaments, zu einer Sondersitzung nach Versailles ein. Kundgebungen im Großraum Paris wurden bis Donnerstag untersagt.

Mikl-Leitner stellt Paris Cobra-Einheit zur Verfügung

11:43 Uhr

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bietet nach den Anschlägen in Paris Unterstützung an. "Unter anderem steht ein Einsatzzug und damit 20 Mann der österreichischen Polizei-Sondereinheit Cobra ab sofort zur Unterstützung der französischen Sondereinheiten zur Verfügung", teilte sie am Samstag gegenüber der APA mit. Mikl-Leitners Amtskollege Bernard Cazeneuve sei bereits informiert."Diese Anschläge waren nicht nur eine massive Attacke auf Frankreich, sondern eine Attacke auf die gesamte freie Welt", so Mikl-Leitner in ihrer Stellungnahme und weiter: "Das ist ein Verbrechen von erschütternder Dimension. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Hinterbliebenen." Diese Verbrecher und Mörder wollen uns in unserem Glauben an Freiheit und Toleranz erschüttern", erklärte Mikl-Leitner. "Sie wollen unsere Gesellschaft spalten und genau das werden wir nicht zulassen."

Rajoy: Terroristen "werden uns nicht besiegen"

11:45 Uhr

Nach den Anschlägen in Paris hat der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy dem Terrorismus den Kampf angesagt. "Sie können uns Schaden zufügen, sie werden uns aber nicht besiegen", sagte der konservative Regierungschef am Samstag in einer Rede in Madrid. Mit fester Stimme fügte Rajoy im Regierungspalast Moncloa hinzu: "Heute sind wir alle Frankreich!"Schon in der Nacht hatte Rajoy Frankreich alle Unterstützung und Solidarität Spaniens zugesichert. In seiner Rede wies er am Samstag auf die "vielen Schläge" hin, die sein Land dem Terrorismus in den vergangenen Monaten versetzt habe. Dieses Jahr wurden in Spanien bereits 63 mutmaßliche Jihadisten gefasst. Mehr Festnahmen (95) hatte es zuletzt nur 2005 gegeben - nach den von islamistischen Terroristen verübten Anschlägen vom 11. März 2004 auf mehrere Madrider Züge, bei denen 191 Menschen starben.

Versammlungen in Paris nach Attentaten verboten

11:49 Uhr

Der Polizeipräfektur von Paris hat für die französische Hauptstadt ein öffentliches Versammlungsverbot verhängt. Die Anordnung für den Großraum Paris auf Basis des von Präsident François Hollande verhängten Ausnahmezustandes gilt nach Angaben der Polizeipräfektur bis 12.00 Uhr am kommenden Donnerstag (19. November).

Video zu den Ereignissen

11:52 Uhr

+++ "Islamischer Staat" bekannte sich zu Pariser Anschlägen+++

11:56 Uhr

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu den Anschlägen in Paris bekannt. Das teilte der IS am Samstag in einer Erklärung mit. Bei den Angriffen waren mindestens 128 Menschen getötet worden.

Möglicher in Bayern verhafteter Komplize schweigt in U-Haft

12:01 Uhr

Die Festnahme des Montenegriners sei am 5. November um 8.00 Uhr früh erfolgt, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamt am Samstag der APA. Der 51-Jährige sei von Süden gekommen, woher konkret, seit nicht bekannt, da der Beschuldigte gegenüber der Polizei weder dazu noch zu seinem Fahrziel Angaben gemacht habe.

Dass der Mann in Österreich unterwegs war, ist damit zwar durchaus möglich, aber nicht gesichert. Nach Angaben des Sprechers des Landeskriminalamts in München hat der 51-Jährige seinen Wohnsitz in Montenegro und ist weder in seinem Heimatland noch in Deutschland polizeibekannt. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Syrienkonferenz in Wien im Zeichen der Anschläge

12:02 Uhr

Unter dem Eindruck der Terroranschläge in Frankreich hat am Samstag die Syrienkonferenz in Wien begonnen. Die Außenminister und Vertreter aus 17 Staaten wollen erneut erste Schritte für einen Ausweg aus dem Bürgerkrieg in Syrien suchen. Darunter sind die fünf UN-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudi-Arabien.Angesichts der Anschläge seien die Sicherheitsvorkehrungen für das Treffen in Wien massiv verstärkt worden, sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP).

Erklärung im Internet veröffentlicht

12:09 Uhr

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) übernahm die Verantwortung für die Anschlagsserie von Paris. In einer am Samstag im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, "acht Brüder" mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren hätten einen "gesegneten Angriff" auf das "Kreuzzug-Frankreich" verübt. Die Anschläge seinen auf das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland, an dem "der Vollidiot Francois Hollande teilnahm", auf die Konzerthalle Bataclan, in der ein "Fest der Perversität" stattfand und auf weitere Ziele im zehnten, elften und achtzehnten Arrondissement simultan verübt worden. Frankreich müsse sich bewusst sein, dass es ein Hauptziel der Terroristen bleiben würde, so lange der Staat weiter Angriffe "auf das Kalifat" verüben würde. "Dieser Angriff ist erst der Anfang eines Sturms", so der IS in seiner Veröffentlichung.

Botschafter: IS will, "dass wir Angst vor Ihnen haben"

12:39 Uhr

"Ihr Ziel ist, dass wir Angst vor Ihnen haben", konstatierte der französische Botschafter in Österreich, Pascal Teixeira da Silva, am Samstag angesichts der neuen Anschlagswelle in Paris. "Aber das wird ihnen nicht gelingen", bekräftigte der Botschafter im Ö1-Mittagsjournal."Wir wussten, es gibt das Risiko eines neuen Anschlages", sagte Teixeira da Silva. Man habe die Bedrohung nicht unterschätzt, "100-prozentige Sicherheit" sei aber niemals zu erreichen. "Daesh (der "Islamische Staat", Anm.) führt Krieg gegen alle, die ihre Ideen nicht teilen", sagte der Botschafter. Die beste Antwort darauf sei "Einheit, Entschlossenheit, Besonnenheit - und mit klarem Kopf zu handeln".

Österreicherin: "Ratlosigkeit und Terror"

12:43 Uhr

"Die Stimmung ist sehr gedrückt, es ist ungewöhnlich still für einen Samstag, Solidarität und Zusammenhalt scheinen groß, aber ebenso die Ratlosigkeit und Trauer." Das berichtete die derzeit in Paris lebende Österreicherin Julia Panny am Samstag der APA per E-Mail über die Stimmung in der französischen Hauptstadt nach den Terroranschlägen vom Freitagabend."Das Leben nimmt dennoch soweit als möglich seinen normalen Verlauf, die Leute kaufen ihre Zeitung, ihr Baguette..." Doch sei schon eine verstärkte Polizeipräsenz bemerkbar, so die junge Frau: "Ich wollte in der Früh Blumen auf der Place de la Republique niederlegen, doch die Straßen in meiner Gegend - ich wohne im 11. Arrondissement, nur wenige Gehminuten entfernt von zweien der Schauplätze, des Restaurants 'Le Petit Cambodge' und der Rue de la Fontaine au Roi, - sind größtenteils abgesperrt, die meisten großen Kreuzungen von Polizisten gesichert, an ein Durchkommen ist derzeit nicht zu denken."

(Im Bild Leute, die nach den Terroranschlägen zum Blutspenden anstehen. Foto: APA/AFP)

Bischöfe: Das Böse darf nicht triumphieren

12:45 Uhr

Das Böse darf nicht triumphieren: Mit diesem Appell hat sich am Samstag die französische Bischofskonferenz zu Wort gemeldet, wie Radio Vatikan berichtete. "Die erste Reaktion der französischen Bischöfe ist natürlich ein Erschrecken - und dann vor allem Mitgefühl mit den untröstlichen Angehörigen der vielen Opfer," so Olivier Ribadeau Dumas, Pressesprecher der Bischofskonferenz.

In einer schriftlichen Erklärung erinnerte der Erzbischof der Stadt, Kardinal Andre Vingt-Trois, laut Kathpress an die Terroranschläge vom Beginn dieses Jahres in Paris, aber auch an jene in Beirut und Nigeria und anderen Teilen der Welt. Gegen die Gewalt brauche es ein Herz, das sich nicht dem Hass ergebe, so der Kardinal., "Bitten wir um die Gnade, Aufbauhelfer des Friedens zu sein. Wir dürfen niemals am Frieden verzweifeln, der auf der Gerechtigkeit aufbaut."Auch die katholische und evangelische Kirche in Deutschland haben angesichts der "hasserfüllten Welle der Gewalt" zu Gebeten für die Opfer aufgerufen. "Wo die Worte über die unfassbaren Taten versagen", sei für Christen Zeit zu beten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung vom Samstag.

Antiterrorchef Österreichs zeigt düsteres Bild zur Sicherheitslage

12:49 Uhr

„Die klaren Aussagen von Österreichs Antiterrorchef Peter Gridling im Mittagsjournal zeigen, dass auch bei uns schon Feuer am Dach ist“, warnt Team Stronach Klubobmann Robert Lugar. Warnungen wie „Restrisiko nicht ausgeschlossen“ oder „Gefahr auch durchaus in Österreich“ müssten bei der Regierung „alle Alarmglocken schrillen lassen“, so Lugar, der die sofortige Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates fordert. „208 Menschen wurden wegen ihrer Nähe zur IS angezeigt, 252 wollten in den Kampf ziehen – diese Zahlen von Gridling müssen wachrütteln“, erinnert Lugar. Die Tatsache, dass ein mutmaßlicher Terrorist offenbar schwer bewaffnet durch Österreich fahren konnte und erst in Bayern gestellt wurde, zeige, „wie lax mit unserer Sicherheit umgegangen wurde und wird“, mahnt Lugar.

Merkel sagt Hollande Unterstützung zu

12:53 Uhr

Kanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in einem Telefonat die Anteilnahme der Bundesregierung und des deutschen Volkes übermittelt. "Deutschland trauert mit den Opfern und wünscht den vielen Verletzten baldige Genesung", sagte Merkel nach einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag. Die Kanzlerin verurteilte demnach in dem Gespräch am Vormittag die "barbarischen terroristischen Anschläge" und betonte, dass Deutschland fest an der Seite Frankreichs stehe und Paris bei der Bekämpfung des Terrorismus jede gewünschte Unterstützung zukommen lassen werde.

Gegen 13.00 Uhr wollte Merkel mit den zuständigen Ministern über mögliche Konsequenzen aus den blutigen Attentaten beraten. Daran sollten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Justizminister Heiko Maas (SPD), der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier (CDU), und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) teilnehmen.

Seehofer fordert mehr Schutz an deutschen Grenzen

12:59 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat nach den Anschlägen in Paris einen stärkeren Schutz der deutschen Grenzen und eine schnelle Abstimmung zwischen Bund und Ländern über weitere Maßnahmen gefordert.Auf dem Parteitag der sächsischen CDU sagte Seehofer am Samstag in Neukieritzsch: "Zu diesen zusätzlichen Sicherheitsanforderungen gehört auch eine stärkere Kontrolle der europäischen Grenzen, aber auch der nationalen Grenzen." Angesichts der starken Zuwanderung nach Deutschland "müssen wir wissen, wer durch unser Land fährt. Das ist das Gebot der Stunde."Seehofer kritisierte, dass die EU den Bürgern Schutz der Außengrenzen zugesagt habe, was aber nicht funktioniere. "Es geht um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung in Europa. Dazu gehört, dass Schengen wieder angewandt wird", sagte er.

Sicherheitsvorkehrungen weltweit verschärft

13:00 Uhr

Aus Furcht vor weiteren Anschlägen nach den Attentaten von Paris haben Regierungen weltweit die Sicherheitsvorkehrungen in ihren Ländern verschärft. Die Polizei in London kündigte für Samstagabend eine erhöhte Präsenz im West End an, wo sich zahlreiche Theater und beliebte Restaurants befinden. In US-Städten wie New York, Boston oder Washington verstärkte die Polizei ihre Patrouillen.Russland kündigte Maßnahmen zur Sicherung der Verkehrswege im ganzen Land an. Finnland und Belgien verschärften ihre Grenzkontrollen. Auch in Italien wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Die Philippinen versetzten ihre Sicherheitskräfte vor dem in Manila stattfindenden Gipfeltreffen der Apec-Staaten in volle Alarmbereitschaft.Die Polizei in London kündigte an, landesweit mehr Beamte für Personenkontrollen abzustellen. Über weitere Maßnahmen sollte im Laufe des Tages das britische Sicherheitskabinett beraten. Derzeit gilt in Großbritannien die zweithöchste Sicherheitsstufe, nach der ein Extremistenanschlag für sehr wahrscheinlich gehalten wird.In New York wurden nach Angaben der Polizei noch am Freitagabend Spezialeinheiten zur Terrorabwehr an Sehenswürdigkeiten und anderen Orten postiert, die von besonders vielen Touristen besucht werden. Gleiches galt für Boston, Washington und weitere Städte. In Bussen und Zügen wurden Taschen und andere Gepäckstücke nach möglichen Sprengsätzen durchsucht. Dabei handelte es sich den Behörden zufolge um reine Vorsichtsmaßnahmen. Das Heimatschutzministerium erklärte, es liege nach den Anschlägen in Frankreich keine konkrete Bedrohung für die USA vor. New York gilt seit den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001, bei denen rund 3.000 Menschen getötet wurden, als besonders gefährdet.Belgien kündigte an, die Grenzen zu Frankreich stärker zu kontrollieren. Dies betreffe Einreisen per Bahn, per Flugzeug und per Auto. Auch Finnland verschärfte die Kontrollen an seinen Häfen und Flughäfen. In Russland wurde erwogen, Flüge von Moskau nach Paris auszusetzen. Die Schweizer Sicherheitskräfte sind nach den Anschlägen in Paris in erhöhter Alarmbereitschaft. In der Schweiz wurden die Sicherheitsmaßnahmen rund um die diplomatischen Gebäude Frankreichs verstärkt. Auch die Grenzschützer stünden in erhöhter Alarmbereitschaft, teilten die Behörden mit.Rund um das Gelände des Apec-Treffens in Manila, zu dem kommende Woche auch US-Präsident Barack Obama erwartet wurde, patrouillierten Hubschrauber der philippinischen Luftwaffe und Boote der Küstenwache. Bisher gebe es jedoch keine Informationen über eine unmittelbare Bedrohung des Treffens, sagte der für die Sicherheit zuständige General.

Restrisiko für Österreich

13:01 Uhr

Mit rund 250 Personen in Österreich, die sich zum bewaffneten Jihad bekennen, sei auch ein Restrisiko für Terroranschläge in Österreich nicht auszuschließen, meinte der Direktor des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, am Samstag im Ö1-Mittagsjournal. Man könne diese Menschen nicht rund um die Uhr bewachen, sondern müsse Schwerpunkte setzen.Laut Gridling deutet auch einiges darauf hin, dass die jüngsten Anschläge von IS-Heimkehrern verübt wurden. Auch in Österreich wurde das Bedrohungsniveau erhöht, u.a. wegen der gerade in Wien stattfindenden Syrien-Konferenz. Am Samstag wurden die Vorkehrungen noch einmal verschärft und auch das Umfeld großräumiger abgesperrt.Die jetzige Vorgehensweise der Terroristen sei nicht neu, man kenne dies schon aus London und Madrid. Diese entspreche deren Ziel, bei der Auswahl der Ziele keine Strategie erkennen zu lassen.

Platter: „Vollste Unterstützung für betroffene TirolerInnen nach Terroranschlägen in Paris“

13:04 Uhr

„Es ist unfassbar, was sich Menschen gegenseitig antun können“, kommentiert der tief betroffene Tiroler Landeshauptmann Günther Platter den jüngsten Terror in Frankreich. Heute Früh wurde der Landeshauptmann davon in Kenntnis gesetzt, dass sich auch ein Tiroler unter den Terroropfern in Paris befindet. Den bisherigen Informationen zufolge ist der Tiroler angeschossen worden. „Ich habe unmittelbar nach dieser Nachricht mit den Angehörigen des jungen Tirolers Kontakt aufgenommen. Zudem stehe ich mit Außenminister Kurz und mit der österreichischen Botschafterin in Paris, Ursula Plassnik, in telefonischem Kontakt“, informiert LH Platter.

Das Land Tirol lasse den vom Pariser Terror betroffenen TirolerInnen vollste Unterstützung zukommen. „Ich habe soeben im Amt der Tiroler Landesregierung veranlasst, dass der verletzte Tiroler und seine Familie jegliche Unterstützung erhalten, die sie brauchen. Die Angehörigen sind gerade gemeinsam mit einem Arzt nach Frankreich unterwegs und werden nach Ankunft in der Pariser Botschaft mit allen Informationen versorgt“, weiß Tirols Landeshauptmann.

Franzosen trauern am Pariser Platz in Berlin

13:13 Uhr

"Mein Gefühl und meine Trauer müssen irgendwohin", sagt Astrid Hollmann vor der französischen Botschaft in Berlin. Nach der furchtbaren Terrorserie in Paris kommen schon am Morgen Menschen an den Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Fassungslosigkeit, Trauer, Wut und Trotz sind zu spüren. "Unser schönes Europa dürfen wir uns nicht kaputt machen lassen", sagt die 46-jährige Berlinerin und trifft den Nerv vieler.

Menschen legen weiße Rosen mit Trauerflor nieder und zünden Kerzen an. "Unser Beileid - Es lebe Frankreich! Es lebe Europa! Es lebe die Menschlichkeit!" steht in Französisch auf einem provisorisch ausgedruckten Foto. Die Fahnen vor der Botschaft am Pariser Platz Nr. 2 in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tores wehen auf halbmast.

"Es ist ein Horror", sagt eine Berlinerin, die erst am Morgen von den Schreckensnachrichten erfahren hat. Dass unschuldige junge Leute sterben mussten wie früher an der Mauer, habe sie besonders betroffen gemacht. Eine andere junge Frau hat Tränen in den Augen. Ihr Mitgefühl haben vor allem die Rockband und die Besucher in der Konzerthalle Bataclan, in der sie selbst schon war. "Dass Menschen angegriffen werden, die einfach nur Spaß haben wollen", findet sie furchtbar. «Paris ist Leben», sagt sie. «Liebe braucht die Welt», steht daneben auf einem Zettel mit roten Kerzen.

Vor der mit Polizeigittern weiträumig gesicherten Botschaft geht das Leben auf dem geschichtsträchtigen, quirligen Platz an der Ostseite des Brandenburger Tores scheinbar unberührt weiter. Touristengruppen starten ihre Touren durch die Hauptstadt und posieren für ein Foto mit Berlins berühmtestem Wahrzeichen. Im Hintergrund werden die Fahnen am deutschen Parlament wie auf anderen öffentlichen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt.

Der Pariser Platz, der seit gut hundert Jahren den Namen der französischen Hauptstadt trägt, hat schon viele Tränen gesehen - der Freude wie der Trauer. Im Zweiten Weltkrieg wurde er fast vollständig zerstört und erst nach der Deutschen Einheit wieder aufgebaut. Zu Zeiten der Berliner Mauer war er für die meisten Menschen Niemandsland - von Grenzanlagen gesichert und nicht zu erreichen. Umso unvergessener ist Silvester 1989, als Tausende Menschen auf der Mauer euphorisch die Wiedervereinigung feierten.

In das Gedächtnis eingebrannt haben sich aber auch die Solidaritätskundgebung mit den USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und die Trauer mit den Opfern des Terroranschlages auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" Anfang dieses Jahres.

Am Abend soll das Brandenburger Tor in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß, Rot erleuchten. "Wir werden jetzt solidarisch sein mit unseren französischen Freunden", sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Und: "Wir lassen uns unser offenes und freies Leben nicht kaputt machen."

Trauerflor und Schweigeminute bei anstehenden Länderspielen

13:15 Uhr

Bei den weiteren Playoff-Partien zur EM 2016 und Länderspielen unter der Regie der UEFA wird es jeweils vor dem Anpfiff eine Schweigeminute geben. Das kündigte die Europäische Fußball-Union am Samstag an. Zudem werden "alle Mannschaften, die in den kommenden Tagen in UEFA-Wettbewerben spielen, nach den Vorfällen in Paris mit Trauerflor auflaufen", hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Zuvor hatte der Verband bereits dem Gastgeberland der EM 2016 Unterstützung und Solidarität zugesagt und sich "zutiefst schockiert und traurig" gezeigt.

Ansturm auf Blutspende-Zentren rund um die Stadt

13:15 Uhr

Nach den Anschlägen von Paris erleben die Blutspende-Zentren rund um die französische Hauptstadt einen Ansturm von Blutspendern. 19 Zentren in der Region Ile-de-France öffneten Samstag früh ihre Pforten, "19 sind überrannt vom Ansturm der Pariser und Touristen, die spontan zum Blutspenden kommen", sagte Djamel Benomar vom Blutspendedienst EFS.

Iranischer Präsident sagte Papstaudienz ab

13:16 Uhr

Wegen der Terroranschläge in Paris hat der iranische Präsident Hassan Rohani seine geplante Europareise abgesagt. Der für Samstag vorgesehene Besuch bei Papst Franziskus finde deshalb nicht statt, teilte das vatikanische Presseamt laut Kathpress mit.

Facebook ermöglichte Sicherheitscheck

13:29 Uhr

Paris-Besucher konnten ihren Freunden während der Terrorserie mit einer speziellen Facebook-Funktion mitteilen, ob sie in Sicherheit waren. Die Nutzer konnten sich auf einer eigens eingerichteten Seite als "sicher" markieren und nach Bekannten suchen, erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in der Nacht auf Samstag.

Wer dank Ortungsdiensten etwa am Smartphone in der Krisenregion vermutet wurde, sollte von Facebook eine Benachrichtigung erhalten. Die Nutzer konnten auch ihre Freunde als sicher markieren. Ursprünglich hatte das US-Unternehmen die Funktion "Safety Check" für Naturkatastrophen entworfen. Sie wurde unter anderem nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal im April eingesetzt.

Syrien-Konferenz demonstriert Einigkeit gegen IS

13:29 Uhr

Die Teilnehmer der Syrien-Konferenz in Wien beraten nach den Anschlägen von Paris auch über einen engeren Schulterschluss im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, alle 17 Nationen am Verhandlungstisch seien vom Terrorismus bedroht. "Die einzig mögliche und wirksame Antwort ist es, vereint vorzugehen."Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte: "Es gibt keine Rechtfertigung für terroristische Akte und auch keine Rechtfertigung für uns, nicht mehr zu tun, um IS, Al-Nusra und ihresgleichen zu besiegen."

Zeman fordert entschlossenes Handeln

13:30 Uhr

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman hat in einem Schreiben an seinen französischen Amtskollegen Francois Hollande entschlossenes Handeln gegen zunehmenden Terrorismus und islamischen Extremismus gefordert. "Dieses entsetzliche Verbrechen bestätigt, dass wir in schwere Zeiten entgegengehen", schrieb Zeman nach dem Terror-Anschlägen in Paris am Freitagabend."Falls ich ein Licht am Ende des Tunnels sehe, dann blinkt es zunächst in der Ferne", schrieb Zeman. Zunehmender Terrorismus und islamischen Extremismus "stellen vor uns mehr denn je vor die Pflicht, kompromisslos unsere Existenz und die Zukunft der modernen europäischen Zivilisation zu schützen", erklärte der tschechische Staatschef. "Ich bin der Auffassung, dass wir auf die Bemühungen, die moderne Welt zu destabilisieren, gemeinsam, mit einer Stimme und raschem Handeln antworten müssen."Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka zeigte sich "bestürzt" über die große Zahl von Opfern. Europa müsse vereint sein im Bemühen, die Sicherheit der Bürger zu sichern und gemeinsam dem Terrorismus zu begegnen, erklärte Sobotka, der für Samstagnachmittag eine außerordentliche Sitzung des staatlichen Sicherheitsrates einberufen hat.

Papst: Attentate sind "Teil" des Dritten Weltkriegs

13:36 Uhr

Papst Franziskus hat die Terroranschläge von Paris zutiefst verurteilt."Es gibt keine Rechtfertigung für solche Taten. Das ist nicht menschlich", sagte der Pontifex im Interview mit dem Sender TV2000 der italienischen Bischofskonferenz am Samstag. Die Attentate seien Teil des "Dritten Weltkriegs in Stücken", vor dem er immer wieder zuletzt gewarnt hatte."Ich bin Frankreich sehr nahe, das ich sehr liebe", betonte der Heilige Vater. Er sei bestürzt und bete für das französische Volk und die Familien der Opfer, ergänzte der Papst. (Foto: AFP)

Syrischer Pass in der Nähe von Angreifer in Paris gefunden

13:45 Uhr

Nahe einem der Urheber der Terroranschläge in Paris ist nach Angaben aus Polizeikreisen ein syrischer Pass gefunden worden. Der Pass sei in der Nähe der Leiche eines der Angreifer entdeckt worden, sagte ein Polizeivertreter am Samstag. Laut Polizeikreisen gehen die Ermittler gemeinsam mit französischen und ausländischen Geheimdiensten derzeit einer "syrischen Spur" nach.

Kein Zweifel an Fußball-EM - Solidarität mit Frankreich

13:49 Uhr

Nach den Terroranschlägen von Paris ist jede Vorfreude auf die Europameisterschaft in sieben Monaten in Frankreich dahin. Anzeichen von Zweifeln an einem derzeit nicht vorstellbaren friedlichen Fußball-Fest gab es von den Organisatoren der UEFA am Samstag aber trotz der gezielten Attacken mit Toten im unmittelbaren Umfeld des wichtigsten Turnierstadions in Saint-Denis (noch) nicht.Dem EM-Gastgeber wurde vom Kontinentalverband jede Hilfe zugesagt. "Die UEFA ist tief geschockt und traurig über die tragischen Ereignisse und möchte Frankreich und denjenigen, die von diesen schrecklichen Akten betroffen sind, ihre Unterstützung und Solidarität ausdrücken", teilte der Verband am Samstagvormittag in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Für alle anstehenden Länderspiele - darunter auch jenes der EM-Teilnehmer Österreich und Schweiz am Dienstag in Wien - wurde eine Schweigeminute und Trauerflor für alle Spieler angeordnet.

Assad macht Westen mitverantwortlich

13:50 Uhr

Der syrische Machthaber Bashar al-Assad hat den Westen für die Ausbreitung des Terrors mitverantwortlich gemacht. Die Terrorangriffe vom Freitag seien untrennbar damit verbunden, was seit fünf Jahren in Syrien passiere, sagte Assad der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge am Samstag bei einem Treffen mit einer Delegation französischer Politiker und Medienvertreter."Die fehlgeleitete Politik der westlichen Staaten, vor allem Frankreichs (...) haben zur Expansion des Terrorismus beigetragen", sagte Assad.

Belgien rät von Reisen nach Paris ab

13:53 Uhr

Der belgische Premier Charles Michel hat angesichts des schrecklichen Terror-Attentats in Paris seine Landsleute von Reisen in die französische Hauptstadt abgeraten. "Vermeiden Sie, nach Paris zu fahren, außer es ist unumgänglich", sagte Michel am Samstag laut Online-Ausgabe der Tageszeitung "Le Soir".Außerdem werden die Sicherheitsvorkehrungen im Land erhöht. Michel erklärte, die Polizei werde vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen. So soll es in bestimmten Fällen auch verstärkte Durchsuchungen geben. An der französischen Grenze sowie an Flughäfen und Bahnhöfen wird die belgische Polizei ebenfalls ihre Präsenz erhöhen.Der belgische Außenminister Didier Reynders erklärte, dass unter den Opfern der Anschläge auch zwei oder drei Belgier sein könnten. Er könne derzeit noch nicht sagen, ob es sich um verletzte oder tote Landsleute handle, "wir haben noch keine Bestätigung".

Tsipras: Europa wird "Land der Freiheit" bleiben

13:57 Uhr

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat die Terroranschläge von Paris als „Barbarei“ verurteilt. „Wir vereinigen alle unsere Kräfte und stärken die Solidarität mit dem französischen Volk“, sagte Tsipras am Samstag in einer Fernsehansprache an das griechische Volk.

„Es ist unser aller Pflicht, die Werte des Humanismus und der Freiheit zu beschützen.“ Europa werde „ein Land der Freiheit und der Demokratie bleiben“, fügte Tsipras hinzu.

Fußball: Sicherheitsmeeting für ÖFB-Duell mit Schweiz

14:02 Uhr

Nach der Serie von Terroranschlägen in Paris wird es vor dem für Dienstag (20.45 Uhr) angesetzten Länderspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Schweiz am Sonntag in Wien ein Sicherheitsmeeting geben. „Dabei wird man sehen, ob es noch Adaptierungsbedarf gibt“, erklärte ein ÖFB-Sprecher am Samstag im Trainingslager des Nationalteams in Orihuela in Spanien.

Verkehrsbüro: "Allen Kunden in Paris geht es gut"

14:03 Uhr

Österreichs größter Touristikkonzern, das Verkehrsbüro, hat derzeit insgesamt 65 Kunden in Paris - 22 sind mit dem eigenen Veranstalter Eurotours gereist, 43 wurden von Ruefa-Reisebüros vermittelt. "Wir haben heute früh alle Kunden telefonisch kontaktiert, allen geht es gut", sagte Verkehrsbüro-Sprecherin Birgit Reitbauer am Samstag zur APA.

Bei der Verkehrsbüro-Tochter Eurotours (mit Hofer-Reisen) gebe es bisher zehn Stornierungen für künftige Flüge. "Die haben wir kostenlos durchgeführt, auch wenn es keine offizielle Reisewarnung gibt", erklärte Reitbauer. Auch habe man Paris für die nächste Zeit von der Homepage von Hofer-Reisen genommen.

Aufenthaltsort des verletzten Tirolers noch unbekannt

14:13 Uhr

Der Aufenthaltsort des bei dem Terroranschlag auf den Pariser Konzertsaal "Bataclan" verletzten Tirolers ist derzeit noch nicht bekannt. Laut einem Sprecher des Außenministeriums ist die österreichische Botschaft sowohl mit dem französischen Krisenstab als auch den Pariser Spitälern in Kontakt, wo noch nicht sämtliche Daten aller nach den Anschlägen eingelieferten Verletzten vorlägen. Mehr dazu: http://bit.ly/1PHdomP

Führender Imam verurteilt "Hass"-Anschläge

14:14 Uhr

Der Leiter der islamischen Al-Ashar-Universität in Kairo, einer der führenden Institutionen des sunnitischen Islam, hat die "Hass"-Anschläge von Paris verurteilt. "Solche Taten laufen allen religiösen, humanitären und zivilisierten Prinzipien zuwider", sagte Imam Ahmed al-Tajeb am Samstag bei einer Konferenz über einen "neuen Aufbruch des islamischen Denkens" in Luxor im Süden Ägyptens.Die Äußerungen Al-Tajebs wurden im ägyptischen Fernsehen übertragen. Der Imam forderte, die Welt müsse sich "einen, um diesem Monster entgegenzutreten".Das ägyptische Präsidialamt verurteilte "die Terroranschläge von Paris mit den härtesten Worten". Es beteuerte seine "Solidarität mit den internationalen Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus". Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, verurteilte die Anschläge als "abscheuliches Verbrechen an unschuldigen Zivilisten".

Syrische Oppositionelle demonstrierten in Wien

14:17 Uhr

Etwa 50 Anhänger des „Österreich-Koordinationsrats zur Unterstützung der syrischen Revolution“ haben am Samstagnachmittag unweit des Tagungsortes der Wiener Syrien-Gespäche gegen das Assad-Regime, aber auch gegen Russland und die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ demonstriert. Laut Polizeiangaben handelt es sich um eine bis 16.00 Uhr behördlich genehmigte Kundgebung.

„Verschwinde Assad! Russland raus, Putin raus!“, skandierten junge Männer Samstagnachmittag gegenüber dem Hotel Imperial am Wiener Kärntner Ring. Dem russischen Präsidenten wurde auf Bannern zudem das Töten von Kindern vorgeworfen. In weiteren Sprechchören in eher gebrochenem Deutsch setzten die Demonstranten aber auch den „Islamischen Staat“ und das Assad-Regime gleich, auf kleinen Plakaten war von „solidarischen Gedanken“ mit Opfern der Pariser Terroranschläge die Rede.

20-Jähriger aus Tarrenz verletzt

14:23 Uhr

Seit dem Terroranschlag in Paris ist die Gemeinde Tarrenz voll der Sorge um einen jungen Gemeindebürger: Der 20-Jährige erlitt eine schwere Verletzung und wird in Frankreich behandelt. Der Vater und ein Arzt machten sich noch in der Nacht auf den Weg nach Frankreich, um dem Opfer zur Seite zu stehen, bestätigte der Bürgermeister von Tarrenz. Mehr dazu: http://bit.ly/1PHdomP

Menschen trauern an Anschlagsorten

14:29 Uhr

Die Stadt der Liebe ist wie gelähmt am Tag nach dem schlimmsten Angriff ihrer neueren Geschichte. An den Anschlagsorten in Paris kommen Menschen zusammen, mit rotgeweinten Augen und benommenen Gesichtern. "Ich bin nur schnell nach Hause gegangen, um zu duschen und meine Kinder zu beruhigen", sagt ein Polizist, der nach den Anschlägen im Einsatz war. "Jetzt komme ich als Mensch zurück."Der Mann, der seinen Namen lieber nicht nennt, steht vor dem Bataclan, jener Konzerthalle, die am Freitagabend für hunderte friedliche Konzertbesucher zur Hölle auf Erden wurde. Mit Kalaschnikows bewaffnete Angreifer stürmten plötzlich die Halle, schossen wie besinnungslos um sich, später stürmte die Polizei den Saal, mehr als 80 Menschen starben. Der junge Polizist war dabei."Es war übel dort drinnen, ein wahres Gemetzel", sagt der Beamte am Tag danach. "Da waren Menschen mit Kopfschüssen, andere wurden erschossen, als sie schon am Boden lagen." Am Samstagvormittag ist der Tatort noch immer abgeriegelt, seit dem Morgengrauen fahren Leichenwagen die Opfer davon, Polizeiautos versperren die Sicht. Der junge Polizist ist gekommen, um seine persönliche, ganz menschliche Bilanz zu ziehen. "Das lässt einen einfach nicht kalt."

Bayerische Polizei prüft nach Waffenfund Zusammenhang zu Terror in Paris

14:38 Uhr

Nach dem Fund eines umfangreichen Waffenarsenals an der Autobahn Salzburg-München prüfen die Ermittler einen möglichen Zusammenhang mit der verheerenden Terrorserie in Paris. Das teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag in München mit."Wenn jemand mehrere Kalaschnikows, Handgranaten und Sprengstoff transportiert, könnte das jemand aus dem Bereich der Schwerkriminalität sein. Der Verdacht liegt aber nahe, dass es sich um terroristische Absichten handelt, beziehungsweise jemand den Terroristen Waffen liefert", sagte der CSU-Politiker."Wir prüfen in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden intensiv, ob es einen Zusammenhang mit den Ereignissen von Paris gibt", so Herrmann. Aufgrund der Daten des Navigationssystems des Mannes und seines Handys gebe es "deutliche Hinweise, dass der Mann nach Frankreich wollte". Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden bei dem Mann am Donnerstag vergangener Woche bei Bad Feilnbach unter anderem acht Kalaschnikow-Gewehre, zwei Handgranaten und 200 Gramm TNT-Sprengstoff sichergestellt.

Berlusconi: „Absoluter Mangel an Leadern im Westen“

14:39 Uhr

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi klagt nach den Anschlägen in Paris über Mangel an Leadern im Westen. „Der Mangel an Leadership im Westen ist besorgniserregend und offenkundig. Wir sind leider in den Händen von unfähigen und inkompetenten Personen“, klagte Berlusconi auf seiner Facebook-Seite.

Die EU sei vom politischen Standpunkt eine „absolute Null“. Statt den Islamischen Staat zu bekämpfen, habe die EU einen „selbstzerstörerischen Handelskrieg“ mit Russland und gegen Israel unternommen. Dabei sei Israel die einzige Demokratie im Nahosten. Berlusconi forderte die sofortige Abschaffung der Sanktionen gegen Russland.

Alle Sportveranstaltungen abgesagt

14:48 Uhr

Die Terroranschläge in Paris haben auch zur landesweite Absage von Sportveranstaltungen geführt. Im Basketball, Volleyball und Eishockey werde es am Wochenende in ganz Frankreich keine Ligaspiele geben, hieß es am Samstag von den zuständigen Verbänden.

Das freundschaftliche Länderspiel zwischen England und Frankreich findet hingegen wie geplant am Dienstag in London statt. Das bestätigte der französische Fußball-Verband am Tag nach den Terroranschlägen in Paris.

Frankreichs Nationalmannschaft ist am Samstag von der Öffentlichkeit ferngehalten worden. Die Türen zum nationalen Fußball-Zentrum in Clairefontaine blieben nach den tragischen Ereignissen am Vorabend verschlossen. Vorgesehen war eigentlich ein Treffen mit Fans, eine Pressekonferenz und ein für die Öffentlichkeit zugängliches Training.

Die Franzosen, die Deutschland 2:0 besiegt hatten, waren Medienberichten zufolge in der Nacht auf Samstag gegen drei Uhr vom Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis aus nach Clairefontaine aufgebrochen. Das deutsche Team war die ganze Nacht im Stadion geblieben. Mehr dazu: http://bit.ly/1MOHRdm

Frankreich erhöht Schutz im Ausland

14:56 Uhr

Frankreich verstärkt nach den Pariser Anschlägen den Schutz seiner Einrichtungen im Ausland. Er habe Maßnahmen zum Schutz von Botschaften, Konsulaten, Auslandsschulen und kulturellen Einrichtungen eingeleitet, sagte Außenminister Laurent Fabius am Samstag in Wien am Rande der Syrienkonferenz.In Berlin wurden als sichtbares Zeichen eines erhöhten Schutzes Absperrgitter vor der französischen Botschaft aufgestellt. In Frankreich selbst hat Präsident Francois Hollande den nationalen Notstand ausgerufen.

Eiffelturm bis auf Weiteres geschlossen

14:57 Uhr

Der Eiffelturm bleibt nach den Anschlägen von Paris bis auf Weiteres geschlossen. Das teilte die Betreibergesellschaft des Wahrzeichens der französischen Hauptstadt am Samstag mit. Schon kurz nach den ersten Nachrichten über die Anschläge am Freitagabend sei die Schließung des Eiffelturms angeordnet worden, sagte ein Sprecher.Der Eiffelturm zählt für gewöhnlich zwischen 15.000 und 20.000 Besucher am Tag, im vergangenen Jahr waren es insgesamt sieben Millionen. Der 324 Meter hohe Turm ist damit das am meisten besuchte Monument der Welt, in dem Eintritt verlangt wird.

Furcht vor mehr Islam-Feindlichkeit in Deutschland

15:00 Uhr

Angesichts der Anschlagsserie in Paris fürchtet der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, eine neue Welle der Islam-Feindlichkeit. "Im Moment herrscht in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise sowieso eine sehr angespannte Situation, und rechtspopulistische Gruppen wie Pegida oder die AfD werden das für sich ausnutzen", sagte Sofuoglu der "Stuttgarter Zeitung"."Sie werden sich in ihrer Anschauung und in ihren Argumenten bestärkt fühlen und damit auch noch lauter in der Öffentlichkeit auftreten", sagte Sofuoglu. Gleichzeitig forderte er, dass sich die Muslime in Deutschland und auch die muslimischen Verbände ausdrücklich gegen die Gewalt stellen. "Es ist an der Zeit, dass klare Worte gegen den Terror des Islamischen Jihad formuliert werden", sagte Sofuoglu. Fehl am Platz seien nun besänftigende Sätze in der Art, dass der Islam im Grunde eine Religion des Friedens ist und solche Gewaltexzesse nicht gutheißt. "Wir Muslime müssen den Terror jetzt entschieden und für jeden laut hörbar verurteilen."

Libanesischer Außenminister fordert "Aktionen"

15:04 Uhr

"Unsere Antworten müssen konkrete Aktionen sein, keine Streitereien über Details, wer jetzt ein Terrorist ist und wer nicht", erklärte am Samstagnachmittag Libanons Außenminister Gebran Bassil am Rande der Syrien-Gespräche in Wien vor Journalisten.

Das Ziel der Terroristen sei, Angst und Chaos zu verbreiten, sie versuchten das im Mittleren Osten und nun in Europa. "Es ist Zeit, dass wir handeln. Anderenfalls werden sie uns erneut treffen und stärker sein", sagte Bassil vor dem Tagungsort in der Wiener Innenstadt im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris am Freitagabend.

+++Mutmaßlicher Attentäter aus Konzerthalle identifiziert+++

15:06 Uhr

Einer der mutmaßlichen Attentäter in der Pariser Konzerthalle Bataclan ist identifiziert worden. Es handle sich um einen Franzosen, der dem Geheimdienst bekannt war, hieß es am Samstag aus Ermittlerkreisen.

Eagles of Death unterbrechen Europa-Tournee

15:14 Uhr

Die Eagles of Death Metal unterbrechen ihre Europa-Tournee und werden in die USA zurückkehren, vermeldete die Nachrichtenagentur AFP. Die Band spielte am Freitagabend ein Konzert in der Veranstaltungshalle Bataclan, als ein Terroranschlag losging. Die Gruppe rund um Jesse Hughes und Joshua Homme war erst im Juni am Nova-Rock-Festival in Nickelsdorf im Burgenland aufgetreten. Für 30. November hätte ein Konzert in der ausverkauften Wiener Arena stattfinden sollen.

Deutsche Weltmeister erhielten eine Nacht Heimaturlaub

15:16 Uhr

Erst nach der Landung der deutschen Fußball-Weltmeister am Samstag in Frankfurt/Main konnten die mental und körperlich sichtlich geschlauchten Profis die selbst gespürte Bedrohung rund um die Endspielarena für die EM 2016 in Saint-Denis gedanklich endlich ein wenig abstreifen. Bundestrainer Joachim Löw gab ihnen unter dem Eindruck der Pariser Terror-Anschläge mindestens eine Nacht Heimaturlaub.Erst am Sonntag sollte entschieden werden, ob man sich für das Dienstagsspiel gegen die Niederlande in Hannover noch einmal wiedertrifft. "Je mehr Informationen, je mehr Anrufe aus Deutschland für die Spieler kamen, besorgte SMS, hat man schon gemerkt, dass die Mannschaft betroffen ist. Deswegen haben wir entschieden, ihnen erst einmal freizugeben", sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Österreichische Regierung beschwört Schulterschluss

15:23 Uhr

Die österreichische Regierungsspitze hat am Samstag einen "internationalen Schulterschluss" gegen den Terror beschwört. "Es ist die Zeit, zusammenzurücken - als Demokraten, als Menschen, die sich vom Terror nicht einschüchtern lassen", sagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) nach dem Sonder-Ministerrat anlässlich der Anschläge in Paris.Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) meinte, dass man den Zusammenhalt "mehr denn je verstärken" müsse, auf nationaler Ebene ebenso wie international.Die Auseinandersetzung mit dem Terror sei nicht neu, sagte der Bundeskanzler, "diese fürchterlichen Attentate haben es aber auf eine neue Eskalationsstufe gebracht". Paris habe einen "Anschlag auf die Menschlichkeit" erlebt, und nun müsse die "internationale Staatengemeinsaft, die EU, Seite an Seite" mit Frankreich gegen den Terror kämpfen.In der Regierungs-Sondersitzung am Samstag wurde auch erörtert, "wie wir denn die Sicherheit in Österreich erhöhen", berichtete der Kanzler. Erhöhte Sicherheitsstufe gelte bereits, und man habe darüber hinaus "zusätzliche Mitarbeiter der Antiterroreinheiten, der Polizei" aktiviert. Auch sei die "Aufstockung der Polizei bereits beschlossen", verwies Faymann auf bereits bekannte Maßnahmen.

Brandanschlag auf Moschee in Spanien

15:28 Uhr

In Spanien haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag einen Brandanschlag auf eine Moschee verübt. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris sei nicht völlig ausgeschlossen, dass es sich um einen Racheakt handelte, sagte Jose Luis Quintana, der Bürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt Don Benito.Die Flammen hätten schnell gelöscht werden können. Ein Eingangstor der Moschee wurde beschädigt, Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Ein Sprecher der muslimischen Gemeinde von Don Benito, Mohammed Kattabi, sagte: "Wer das gemacht hat, hat sich das falsche Ziel ausgesucht. Unsere etwa 500-köpfige Gemeinde ist in Don Benito völlig integriert."

Niederlande verschärfen Grenzkontrollen

15:34 Uhr

Die Niederlande haben nach den Terroranschlägen in Paris die Kontrollen an ihren Grenzen und auf allen Flughäfen verschärft. Zugleich wurden die Sicherheits- und Geheimdienste in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das gab Ministerpräsident Mark Rutte am Samstag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Den Haag bekannt. Er betonte die Solidarität der Niederlande mit Frankreich und bekundete den Opfern der Anschläge und deren Angehörigen tiefes Mitgefühl.

Auch die Niederlande befänden sich im Krieg gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS), erklärte Rutte. "Der IS ist unser Feind", sagt er. "Wir sind aber nicht im Krieg mit dem islamischen Glauben." Rutte rief dazu auf, trotz der grausamen Bluttaten Ruhe und Einigkeit zu bewahren. "Wir haben es hier mit Extremisten zu tun, die vor allem ein Ziel haben: unsere westliche Gesellschaft zu destabilisieren, indem sie Hass säen." Rutte ermahnte die Bevölkerung zugleich zur Wachsamkeit.

Le Pen fordert neue Grenzregelungen für Frankreich

15:36 Uhr

Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat nach der Terrorserie in Paris neue Grenzregelungen gefordert. "Frankreich und die Franzosen sind nicht mehr in Sicherheit", sagte die Chefin der Partei Front National (FN) laut französischen Medien am Samstagnachmittag. Es sei unerlässlich, dass Frankreich die Hoheit über seine Grenzen wiedererlange. "Ohne Grenzen gibt es weder Schutz noch mögliche Sicherheit", zitierte die Zeitung "Libération" die 47-Jährige. Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die Präsident François Hollande beschlossen hatte, begrüßte sie.

Frankreich müsse wieder aufgerüstet und der islamistische Fundamentalismus vernichtet werden, sagte Le Pen den Berichten zufolge weiter.

Mindestens einer der Attentäter war Franzose

15:41 Uhr

Mindestens einer der Attentäter von Paris ist französischer Staatsangehöriger. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstagnachmittag unter Berufung auf Polizeiermittler.

Zuvor war bei einem Attentäter ein syrischer Pass gefunden worden. Der Ausweis sei in der Nähe des Leichnams eines der Angreifer gefunden worden, hieß es. Angaben darüber, an welchem der sechs Anschlagsorte der Pass gefunden wurde, gab es zunächst nicht.

Der Sender BFMTV berichtete zudem von einem ägyptischen Ausweis. Dieser sei in der Nähe des Körpers eines der Attentäter am Stade de France gefunden worden.

Französische Schule ab Montag unter Polizeischutz

15:45 Uhr

Die französische Schule in Wien wird am Montag mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen den Unterricht fortführen. Österreichische Sicherheitskräfte werden an beiden Schulstandorten permanent zur Verfügung stehen, auch wenn es in Österreich bisher keine Drohungen gegeben habe, schrieb Direktorin Brigitte Peytier-Nollen am Samstag in einem Rundmail an die Eltern.

Alle Versammlungen und Aktivitäten, inklusive aller außerschulischen und sportlichen Veranstaltungen ab 16 Uhr werden in der kommenden Woche abgesagt. Nur späte Unterrichts- und Lernstunden dürfen abgehalten werden. Beim Ein- und Ausgang wird mit zusätzlichem Personal kontrolliert, Schüler dürfen sich auch nicht mehr am Platz vor der Schule aufhalten.

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen nach Paris-Terror in Skandinavien

15:49 Uhr

Die skandinavischen Länder haben nach den Terroranschlägen von Paris am Samstag ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Der finnische Innenminister kündigte am Mittag an, dass die Kontrollen an Häfen und Flughäfen verschärft werden und Botschaften und Großveranstaltungen mehr Schutz bekommen.

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen bekam die französische Botschaft zusätzlichen Polizeischutz. Am Samstag legten Hunderte Menschen gegenüber dem Gebäude Blumen ab und sprachen dem Botschafter ihr Beileid aus.

Die Besucher des EM-Qualifikationsspiels Dänemark-Schweden am Abend in Stockholm mussten mit zusätzlichen Sicherheitschecks rechnen. Die Spieler beider Mannschaften wollten Trauerbinden am Arm tragen, teilte die dänische Fußballunion mit.

Krankenhäuser versorgen nach Anschlägen 300 Menschen

15:51 Uhr

Die Pariser Krankenhäuser haben nach der Terrorwelle 300 Menschen versorgt. 80 Opfer seien als akute Notfälle behandelt worden, teilte die Krankenhausverwaltung am Samstag mit. 43 Menschen wurden als Zeugen oder Angehörige von Opfern in Behandlung genommen. Bis zum frühen Nachmittag hätten 53 Menschen die Krankenhäuser bereits wieder verlassen können.Die Mehrheit der Betroffenen stehe unter Schock und litt unter Traumata, die eine längerfristige Versorgung nötig machen könnten.

Kostenlose Umbuchung bei Frankreich-Flügen von AUA und Niki

15:58 Uhr

Nach den Terroranschlägen werden von den Fluggesellschaften AUA und Niki alle Flüge nach Frankreich planmäßig durchgeführt. Aber „Passagiere können ihren Austrian-Airlines-Flug von oder nach Paris bis Ende Februar 2016 einmal kostenlos umbuchen, falls das notwendig ist“, sagte Austrian-Sprecher Peter Thier am Samstag. Gleiches gilt auch für Niki.

Derzeit startet die AUA bis zu dreimal täglich mit eigenen Maschinen sowie zusätzlich als Codeshare mit Air France in die französische Metropole. Nach Abwägen der Sicherheitslage führt Austrian Airlines bis auf weiteres alle Flüge von und nach Frankreich durch, so Thier.

Auch der AUA-Konkurrent Niki bietet nach den Terroranschlägen seinen Kunden an, Flüge von und nach Paris bis 26. November gratis umzubuchen. Die Air-Berlin-Tochter Niki fliegt täglich von Wien nach Paris und zurück.

Gedrückte Stimmung im ÖFB-Camp in Spanien

16:02 Uhr

Auch im Teamcamp der österreichischen Nationalmannschaft in Spanien hat am Samstag nach der Serie von Terroranschlägen in Paris eine gedrückte Atmosphäre geherrscht. Mit der Detonation von drei Bomben in der Nähe des Stade de France war indirekt auch der Fußball betroffen. Angst wollten die ÖFB-Teamspieler sieben Monate vor der EM in Frankreich aber keine aufkommen lassen.Die halbe Mannschaft hatte sich am Freitagabend in einem Zimmer des Real Club de Golf Campoamor im Fernsehen das Freundschaftsspiel Frankreichs gegen Deutschland (2:0) angeschaut. "Wir waren zehn bis zwölf Leute, dann haben wir die Explosion gehört", schilderte Außenverteidiger György Garics. "Wir haben lange über die Gründe philosophiert, aber wir haben keine Lösung."Bis zu einem gewissen Grad sei man machtlos. "Diese Leute haben wieder gezeigt, dass sie überall zuschlagen können. Aber wir dürfen uns nicht zu sehr beängstigen lassen", betonte Deutschland-Legionär Garics (SV Darmstadt). "Das ist das, was diese Leute erreichen wollen: Angst verbreiten. Wenn man nachgibt, dann lässt man diese Leute gewinnen."

Staatsanwalt gibt am Abend Pressekonferenz zu Attentaten von Paris

16:06 Uhr

Der für Terrorismus zuständige französische Staatsanwalt François Molins hat für Samstagabend eine Pressekonferenz angekündigt. Molins will demnach um 19.00 Uhr im Justizpalast von Paris über die Anschläge vom Freitagabend mit mindestens 128 Toten informieren.

Immer mehr Hintergründe zu den Attentätern

16:11 Uhr

Gerichtsmediziner untersuchten am Samstag die Leichen der acht Attentäter, die sich am Stade de France, im Bataclan und am Boulevard Voltaire in die Luft sprengten. Sie hoffen, dass ein Abgleich der DNA mit den Datenbanken der Polizei Hinweise auf ihre Identität gibt. Ein mutmaßlicher Attentäter aus dem Bataclan wurde am Samstag bereits als ein den Geheimdiensten bekannter Franzose identifiziert.Aus Polizeikreisen verlautete, es habe sich bei den Angreifern im Bataclan um "kampferprobte und perfekt trainierte Typen" gehandelt, die von Augenzeugen als "recht jung und selbstsicher" beschrieben worden seien. Zudem hieß es aus Polizeikreisen, nahe einer der Leichen sei ein syrischer Pass gefunden worden. Dies bestärkt den Verdacht auf eine Verbindung der Attentäter ins Ausland.Augenzeugen berichten zudem, dass die Angreifer in einem Auto mit einer belgischen Nummerntafel kamen. Wie schnell die Ermittler Erkenntnisse zu den Komplizen, Handlangern und Auftraggebern gewinnen, hängt davon ab, wie gut die Attentäter ihren Spuren verwischt haben. Die Brüder Said und Cherif Kouachi, die im Jänner die Satirezeitung "Charlie Hebdo" angriffen, schienen genau darauf geachtet zu haben, möglichst wenig Spuren zu hinterlassen.Bei ihrem Komplizen Amedy Coulibaly, der einen jüdischen Supermarkt attackiert hatte, führte die Auswertung von DNA-Spuren und seines Telefons zu sieben Handlangern, gegen die Ermittlungen eingeleitet wurden. Die Ermittler gehen davon aus, dass Coulibaly Anweisungen von der IS-Miliz im Konfliktgebiet in Syrien und dem Irak erhielt.

De Maiziere: Möglicherweise weitere Attentäter unterwegs

16:23 Uhr

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hält es für möglich, dass nach den Anschlägen von Paris weitere Attentäter unterwegs sind. Es sei nicht klar, ob die bekannten acht Täter alle seien, sagte de Maiziere am Samstag in Berlin nach Beratungen des Sicherheitskabinetts. Davon hänge letztlich das weitere Vorgehen ab. „Ich freue mich, wenn wir morgen früh eine friedliche Nacht konstatieren können“, sagte de Maiziere.

Der CDU-Politiker unterstrich: „Die Lage ist ernst. Jetzt gilt es zusammenzuhalten in Regierung und Parlament, in der Bevölkerung und in Europa.“ Wenn es die Situation erfordere, werde er eine Terrorwarnung aussprechen. De Maiziere verhängte zudem eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen.

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen laut de Maizière mit Hochdruck möglichen Bezügen nach Deutschland nach. Er verwies auf den Fall eines 51 Jahre alten Autofahrers, der möglicherweise auf dem Weg nach Paris vor gut einer Woche in Oberbayern mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal aufgeflogen war. Der Fall werde gerade aufgeklärt, betonte der Minister. «Es gibt einen Bezug nach Frankreich, aber es steht nicht fest, ob es einen Bezug zu diesem Anschlag gibt.» Auf dem Navigationsgerät des Mannes habe man eine Adresse in Paris gefunden. Ob das auch einen Zusammenhang zu der Anschlagsserie bedeute, sei unklar.

De Maizière sagte, die französischen Behörden hätten auch den Namen eines bereits bekannten Attentäters übermittelt. Ein Abgleich mit deutschen Fahndungsdateien habe aber keinen Treffer ergeben.

Der Ressortchef erklärte, die Behörden überwachten derzeit ganz genau islamistische Gefährder in Deutschland und ihre Sympathisanten, aber auch Rechtsextremisten, die auf die Anschläge in Frankreich reagieren könnten.

Bundespräsident Fischer begrüßt Beschluss der Regierung

16:37 Uhr

Bundespräsident Heinz Fischer begrüßt den Beschluss der österreichischen Bundesregierung im Kampf gegen den Terror. Er "rechne damit, dass andere Regierungen in Europa sich ähnlich verhalten", sagte Fischer am Rande eines Pressetermins in Nickelsdorf zur APA. Die Regierungsspitze hat am Samstag einen "internationalen Schulterschluss" gegen den Terror beschwört.Außerdem rechne er damit, "dass es das Ziel ist, über alle nationalen Grenzen hinweg in Europa gemeinsame Positionen gegen den Terrorismus, gemeinsame Positionen bei der Lösung der Flüchtlingsprobleme und gemeinsame Positionen bei der Schaffung von Sicherheit für alle Europäer zu finden und zu schaffen."

Obama ruft Sicherheitsteam zusammen

16:42 Uhr

US-Präsident Barack Obama ruft nach den Terroranschlägen von Paris sein nationales Sicherheitsteam zusammen. Er werde sich vor seinem Abflug zum G-20-Gipfel in der Türkei über jüngste geheimdienstliche Erkenntnisse informieren lassen, hieß es am Samstag im Weißen Haus. Der Abflug Obamas war für Samstagnachmittag (Ortszeit) vorgesehen.

Niederlande stoppen Flug nach Paris wegen anonymer Drohung

16:44 Uhr

Nach einer anonymen Drohung ist am Samstag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol ein Passagierflugzeug der Air France kurz vor dem Start nach Paris gestoppt worden. Die Maschine sei von Sicherheitskräften durchsucht worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Zuvor hätten alle Passagiere den Airbus verlassen müssen. Das Panoramadeck des Flughafens sei aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Die Drohung war laut Angaben des Grenzschutzes über Twitter eingegangen. "Das haben wir so ernst genommen, dass wir sicherheitshalber alle Passagiere von Bord geholt haben", sagte ein Behördensprecher. Über das Ergebnis der Durchsuchung wurde zunächst nichts mitgeteilt. Laut ANP wurde in dem Tweet auch gewarnt, dass nach den Anschlägen in Paris die Flughäfen von Amsterdam und Brüssel Angriffsziele sein könnten.

Französische Regierung hält an Klimakonferenz fest

17:00 Uhr

Trotz der blutigen Anschläge in Paris hält Frankreichs Regierung an der Ausrichtung des in zwei Wochen beginnenden Klimagipfels in der französischen Hauptstadt fest. Die UNO-Klimakonferenz werde "mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen stattfinden", teilte das französische Außenministerium am Samstag in Paris mit.

Außenminister Laurent Fabius erklärte, die am 30. November beginnende Konferenz sei im Kampf gegen die Erderwärmung "absolut unerlässlich". Die US-Regierung teilte mit, US-Präsident Barack Obama werde wie geplant an dem Gipfel teilnehmen.

Franzose mit Schusswaffe auf Londoner Airport Gatwick festgenommen

17:03 Uhr

Am Londoner Flughafen Gatwick ist ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Franzose festgenommen worden. Das meldete die britische Polizei am Samstag. Zuvor hatte die Polizei ein Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt. Ein Mann, der das Gepäckstück abgestellt habe, sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Sprengstoffexperten seien an Ort und Stelle.

Es war zunächst unklar, ob es einen Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris gibt

In Bayern Festgenommener hatte Paris im Navi

17:24 Uhr

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere hat einen möglichen Zusammenhang zwischen der Festnahme eines Mannes im bayerischen Rosenheim Anfang November und den Anschlägen in Paris bestätigt. Es gebe einen Bezug zu Frankreich, sagte der Minister. Auf dem Navigationsgerät des Mannes sei eine Adresse in Paris vermerkt gewesen. Aber es stehe nicht fest, ob es einen Bezug zu den Anschlägen gebe. Der Fall in Rosenheim werde gerade aufgeklärt.

Das bayerische Landeskriminalamt hatte zuvor mitgeteilt, dass am 5. November ein Mann aus Montenegro festgenommen worden war, der "in verschiedenen Verstecken" in seinem Auto acht Maschinengewehre, zwei Pistolen, einen Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm Sprengstoff verborgen hatte. Der 51-Jährige sitzt demnach in der Justizvollzugsanstalt Traunstein. Das Landeskriminalamt erklärte, Zusammenhänge mit den Anschlägen in Paris würden geprüft.

EU-weite Trauerminute am Montag

17:41 Uhr

Die EU-Institutionen haben heut in einer gemeinsamen Erklärung für kommenden Montag zu einer Trauerminute in ganz Europa für die Opfer der Terrorattentate aufgerufen. Die 28 Staats- und Regierungschefs sowie EU-Kommission und Europaparlament betonten, der Bedrohung durch Terrorismus werde "mit allen Mitteln schonungslos" entgegengetreten.

Die EU sei "tief geschockt und in Trauer nach den Terrorangriffen in Paris. Es ist eine Attacke gegen uns alle". Frankreich sei eine große und starke Nation. Seine Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit haben die EU geprägt und tun dies weiter. "Heute stehen wir geeint mit dem französischen Volk und der Regierung von Frankreich". Dieser "schändliche Akt des Terrorismus wird nur das Gegenteil seiner Absicht der Spaltung der Furcht und dem Säen von Hass erreichen".

Das Gute sei stärker als das Böse. Alles, das auf europäischer Ebene getan werden kann, um Frankreich sicher zu machen, werde unternommen. "Wir werden alles Notwendige machen, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen. Wir Europäer werden uns an den 13. November 2015 als Tag der Trauer erinnern. Alle Europäer sind eingeladen, eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer am Montag, den 16. November, abzuhalten", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Drohung erwies sich als falsch

17:54 Uhr

Bei der Durchsuchung des Airbus auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol sei nichts Gefährliches entdeckt worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP später. Die Drohung erwies sich somit als falsch.

Eine Spur führt nach Brüssel

18:31 Uhr

Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Behördenangaben nach Belgien. Nach den Anschlägen sei ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Paris entdeckt worden, sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens am Samstag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga.

Zeitung: Ein Attentäter am Stadioneingang aufgehalten

19:18 Uhr

Die Attentäter wollten laut dem "Wall Street Journal" wohl einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Angreifer habe ein Ticket für das Match im Stade de France gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck gestoppt worden, schrieb das Blatt am Samstag online unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten.

Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoff-Weste entdeckt worden. Beim Versuch zu entkommen, habe der Mann den Sprengstoff zur Explosion gebracht. Der Polizist vermutetet laut "Wall Street Journal", dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter.

129 Todesopfer und sieben tote Angreifer

19:49 Uhr

Die Terrorwelle in Paris hat nach einer neuen Bilanz der Staatsanwaltschaft 129 Tote gefordert. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagte Staatsanwalt Francois Molins heute Abend in Paris. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben.

Am Stadion Stade de France haben sich nach Angaben von Staatsanwalt Molins drei Explosionen ereignet. Die Leiche eines Selbstmordattentäters wurde in der Nähe gefunden. Die sieben Terroristen benutzten demnach Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow. Außerdem hätten sie die absolut gleiche Art von Sprengstoff-Westen getragen, sagte Molins.

Cousine von Nationalspieler Diarra getötet

19:51 Uhr

Der französische Fußball-Nationalspieler Lassana Diarra trauert um eine bei den Terrorakten in Paris getötete Cousine. Der 30-jährige Profi von Olympique Marseille wandte sich am Samstagabend mit einer Botschaft via Twitter und Facebook an seine Fans und bestätigte die schreckliche Nachricht.

Mit schwerem Herzen ergreife er das Wort, schrieb Diarra. Sein Cousine sei für ihn ein Bezugspunkt gewesen, eine große Schwester. "In diesem Klima des Terrors ist es für uns alle wichtig, die wir dieses Land mit seiner Vielfältigkeit repräsentieren, das Wort zu ergreifen und vereint zu bleiben gegen einen Horror, der weder Farbe noch Religion hat", schrieb Diarra. "Lasst uns alle zusammen die Liebe verteidigen, den Respekt und den Frieden."

Ein in Belgien Gefasster war Freitagabend in Paris

19:52 Uhr

Belgische Anti-Terror-Ermittler haben auch eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek

Tausende Franzosen gedachten der Opfer

20:39 Uhr

Tausende Franzosen haben heute in verschiedenen Städten des Landes der Opfer der Anschläge von Paris gedacht. Auf dem Place de la Republique in der Hauptstadt versammelten sich trotz eines offiziellen Versammlungsverbots bis zu 200 Menschen, um vor der riesigen Bronzestatue im Zentrum des Platzes Kerzen zu entzünden, Blumen niederzulegen oder einen Moment in Stille zu verharren (Bild).

Der Platz liegt in direkter Nachbarschaft der Anschlagsorte im Osten von Paris und war das Zentrum der riesigen Solidaritätskundgebung nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" im Jänner. Nach dem islamistischen Anschlag auf die Satirezeitung am 7. Jänner hatten sich spontan tausende Menschen versammelt, um ihre Unterstützung für die Meinungsfreiheit zu äußern.

Eine Spur führt nach Belgien

20:52 Uhr

Die belgische Polizei hat heute mehrere Menschen verhaftet. Die Aktion stehe im Zusammenhang mit einem Pkw mit belgischem Kennzeichen, teilte Justizminister Koen Geens über Twitter mit. Augenzeugen hatten das Fahrzeug in der Nähe der Konzerthalle Bataclan gesehen, wo vier Bewaffnete am Freitagabend 89 Menschen erschossen hatten.

Die Polizei durchsuchte in einem Großeinsatz mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtviertel Molenbeek, wie der Sender RTBF im Internet unter Berufung auf einen Insider berichtete. Fünf Menschen seien festgenommen worden. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Staatsanwaltschaft an. Der belgische Premierminister Charles Michel bestätigte, unter den Festgenommenen sei auch eine Person festgenommen worden, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Die Person, die das Auto gemietet habe, sei nahe der belgischen Grenze festgehalten worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Frankreich mobilisiert 3.000 weitere Soldaten

20:54 Uhr

Als Reaktion auf die Anschläge schickt die französische Regierung 3.000 zusätzliche Soldaten auf die Straße. Das teilte die französische Präsidentschaft am Samstagabend nach einer Kabinettssitzung in Paris mit. In der Nacht direkt nach den Anschlägen seien bereits 500 Soldaten mobilisiert worden, hieß es aus dem Umfeld von Staatschef Francois Hollande. 1.000 weitere Soldaten seien am Samstag eingesetzt worden, bis Dienstag sollten 1.500 weitere folgen.

Die französische Armee hat in Frankreich im Zuge des Anti-Terror-Einsatzes "Operation Sentinelle" bereits 7.000 Soldaten im Einsatz. Sie patrouillieren unter anderem an Bahnhöfen und Touristenattraktionen und schützen jüdische Einrichtungen. Seit dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Jänner herrscht im Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe, zwischenzeitlich waren landesweit bereits 10.000 Soldaten im Einsatz.

Foo Fighters brechen Europatournee ab

21:00 Uhr

Nach den Anschlägen von Paris haben die Foo Fighters ihre Europatournee abgebrochen. "Mit großer Trauer und tief empfundener Sorge für jeden in Paris sehen wir uns gezwungen, den Rest unserer Tour abzusagen", erklärte die US-Rockband am Samstag. Eigentlich wollte sie nach einem Konzert am Samstag in Turin am Montag in Paris und anschließend noch in Lyon und Barcelona spielen.

"Im Lichte dieser sinnlosen Gewalt, der Schließung von Grenzen, der internationalen Trauer, können wir jetzt nicht weitermachen", hieß es weiter. "Es gibt keine andere Art, es zu sagen. Das ist verrückt und zum Kotzen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei jedem, der verletzt wurde oder einen Lieben verloren hat."

++++ Augenzeugen: Gegend um den Eiffelturm wird evakuiert ++++

22:08 Uhr

Die Gegend um den Eiffelturm wird evakuiert. Bei einem Luxus-Hotel in Paris hat sich schwer bewaffnete Polizei versammelt. Das berichten Augenzeugen. Demnach handelt es sich um das Pullman Hotel im siebenten Arrondissement. Zudem wurde die U-Bahn-Station Champs de Mars von der Polizei geschlossen.

Der Eiffelturm war nach den Anschlägen in Paris am Samstag gar nicht geöffnet, und später kündigte die Betreibergesellschaft an, die Attraktion auf unbestimmte Zeit zu schließen.

++++ Falscher Alarm ++++

22:33 Uhr

Soeben wurde bekannt, raus, dass der Polizeieinsatz beim Pullman-Hotel auf einen Fehlalarm zurückgegangen war. Das sagte eine Sprecher des französischen Innenministeriums.

Paris schaltet seine Lichter aus, der Rest der Welt schaltet seine an

22:40 Uhr

Valls: Frankreich ist im Krieg gegen IS-Miliz

23:09 Uhr

Der französische Premierminister Manuel Valls sieht sein Land im Krieg mit der Terrormiliz Islamischer Staat. "Ja, wir sind im Krieg", sagte der Regierungschef am Samstagabend dem Sender TF1. Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören. "Wir ergreifen daher außergewöhnliche Maßnahmen. Und diesen Krieg werden wir gewinnen", schrieb Valls auf Twitter.

23:33 Uhr

Wir beenden unsere Berichterstattung für heute. Ab morgen Früh informieren wir Sie an dieser Stelle wieder über die neuesten Entwicklungen.

Vater und Bruder von Pariser Attentäter festgenommen

07:15 Uhr

Der Vater und der Bruder eines der Attentäter von Paris sollen in Polizeigewahrsam genommen worden sein. Außerdem wurden am Samstagabend die Wohnungen der beiden Männer durchsucht, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.

Bei dem Vorgehen der Sicherheitskräfte in den Gemeinden Bondoufle nahe Paris und Romilly-sur-Seine in der Champagne waren auch Spezialeinheiten der französischen Polizei im Einsatz. Im familiären Umfeld des von den französischen Behörden identifizierten Attentäters wurden zudem weitere Menschen festgenommen.

Der aus einem Pariser Vorort stammende 29-Jährige, dessen Leiche anhand von Fingerabdrücken identifiziert werden konnte, hatte am Freitagabend mit zwei Komplizen den Pariser Konzertsaal Bataclan gestürmt. Die drei Angreifer töteten mindestens 89 Menschen und verletzten zahlreiche weitere schwer. Zwei der Angreifer zündeten bei der Erstürmung des Bataclan durch die Polizei ihre Sprengstoffgürtel, der Dritte wurde erschossen.

Bei den Anschlägen an sechs verschiedenen Orten in Paris wurden insgesamt mindestens 129 Menschen getötet. Es ist die tödlichste Anschlagsserie in der Geschichte Frankreichs

Tiroler Opfer am Leben

07:23 Uhr

Der Aufenthaltsort des bei dem Terroranschlag auf den Pariser Konzertsaal "Bataclan" verletzten Österreichers ist nun bekannt. Laut einem Sprecher des Außenministeriums ist der 20-jährige Tiroler außer Lebensgefahr. Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht.

Franzosen trotzen dem Terror

07:24 Uhr

"Wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt der 28-Jährige Francois - er verbringt den Samstagabend gemeinsam mit einem Freund in einer Bar, nicht einmal 200 Meter vom Club "Bataclan" entfernt in der Pariser Innenstadt am Boulevard Voltaire. Direkt neben dem Lokal beginnt die Sperrzone der Polizei. Draußen vor der Tür packen die Journalisten zusammen, währenddessen steigt die Stimmung in der Bar.

Die Menschen tanzen, singen, sie feiern. "Das Leben geht weiter", lautet das Motto der Pariser. "Wir sind hier für die Opfer, wir müssen weitermachen", sagt der 27-Jährige Gerald. Er wohnt im seit Freitagabend abgeriegelten Bereich. "Natürlich habe ich Angst. Aber deshalb kann ich mich nicht daheim einsperren", meint Gerald.

Es wird "Imagine" von John Lennon gespielt, so gut wie alle Lokalgäste singen mit, ebenso bei "Everything's gonna be alright" von Bob Marley. "Ich bin heuer schon zweimal knapp dem Tod entkommen", erzählt Francois. Bei den "Charlie Hebdo"-Anschlägen befand er sich unmittelbar neben dem Lebensmittelgeschäft, in dem Geiseln genommen wurden. "Gestern war ich auf der Straße, als mir Menschen entgegengekommen sind und geschrien haben 'renn, renn davon'", sagt Francois. "Ich hatte zweimal hintereinander Glück."

Freizeitpark Euro Disney bleibt vorerst geschlossen

07:28 Uhr

Der Freizeitpark Disneyland Paris bleibt nach der Anschlagserie in der französischen Hauptstadt bis zum Dienstag geschlossen. Dies sei Teil der dreitägigen Staatstrauer in Frankreich, erklärte Euro-Disney-Chef Tom Wolber am Samstag auf der Internetseite des Parks. "Wir trauern um diejenigen, die wir durch die schrecklichen Anschläge in Paris verloren haben", ergänzte er.

"Wir beten für die Verletzten, und wir halten sie alle in unseren Herzen," hieß es.

Mehrere Ausländer unter Todesopfern

07:29 Uhr

Unter den Toten der Pariser Anschläge sind auch mehrere Ausländer. Je ein Todesopfer stammt aus den USA, aus Schweden und aus Großbritannien, wie die jeweiligen Regierungen am Samstag mitteilten. Zudem stammen demnach jeweils zwei Todesopfer aus Belgien, Rumänien und Mexiko. CNN berichtete zudem über Getötete auch aus Chile und Portugal.

Der in einer Konzerthalle mit einer Schusswunde verletzte Österreicher ist außer Lebensgefahr und wird in einem Pariser Krankenhaus behandelt, wie am Samstagabend bekannt wurde. Bei der Anschlagsserie in der französischen Hauptstadt am Freitagabend wurden mindestens 129 Menschen getötet und 352 weitere Menschen verletzt. Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich dazu.

Marseillaise und Trikolore als Zeichen der Anteilnahme

07:33 Uhr

Die Welt trauert mit Frankreich: Nach den Anschlägen in Paris haben tausende Menschen der Opfer gedacht und ihre Solidarität mit Frankreich bekundet. Wahrzeichen wie das One World Trade Center in New York, der CN-Turm in Toronto und das Opernhaus in Sydney (Foto: AFP) wurden am Samstag in den französischen Nationalfarben erleuchtet.

Auch das Brandenburger Tor in Berlin erstrahlte in den Farben der Trikolore. In der Metropolitan Oper in New York spielte das von Startenor Placido Domingo dirigierte Orchester zu Ehren der mindestens 129 Todesopfer der Attentate Frankreichs Nationalhymne, die Marseillaise. In der irischen Hauptstadt Dublin zogen 6000 Menschen in die französischen Nationalfarben gehüllt durch die Straßen.

In London strömten 2000 Menschen zum zentralen Trafalgar Square, wo das Eingangsportal der Nationalgalerie blau, weiß und rot angeleuchtet wurde. Im kanadischen Montreal versammelten sich etwa tausend Menschen vor dem französischen Konsulat. "Wie sind alle Pariser", sagte die Stadträtin Anie Samson. In Paris stellten die Einwohner als Zeichen der Anteilnahme Kerzen in ihre Fenster.

In Wien wehten am Samstag ab 10 Uhr die Flaggen vor der Präsidentschaftskanzlei, dem Parlament, dem Bundeskanzleramt und dem Außenamt auf halbmast. Angesichts des Terror-Angriffs in Paris wurde die französische Schule in Wien geschlossen. Abgesagt wurde die traditionelle Illuminierung des Christbaums durch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) vor dem Wiener Rathaus.

09:31 Uhr

Aus technischen Gründen haben wir einen neuen Newsticker gestartet. Lesen Sie die Fortsetzung hier.

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