Erneut US-Diözese wegen Missbrauch bankrott

Saint Paul (Minnesota) (APA) - In den USA hat eine weitere katholische Diözese wegen Missbrauchs-Entschädigungen Insolvenz angemeldet. Die D...

Saint Paul (Minnesota) (APA) - In den USA hat eine weitere katholische Diözese wegen Missbrauchs-Entschädigungen Insolvenz angemeldet. Die Diözese Duluth in Minnesota stellte einen entsprechenden Eilantrag, nachdem ihr im November eine Teilschuld an einem Missbrauchsfall von 1978 zugesprochen worden war, meldete die katholische Nachrichtenagentur „Kathpress“ am Dienstag.

Demnach steht die Diözese nun vor einer Schadensersatzforderung von 4,9 Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro). Der Gesamthaushalt betrug im vergangenen Jahr nach Diözesanangaben knapp 3,3 Millionen Dollar.

Generalvikar James Bissonette äußerte sich in einer Pressemitteilung am Montag betrübt, dass Versuche einer anderen Einigung gescheitert seien. Der Insolvenzantrag solle nun „sicherstellen, dass die Mittel der Diözese unter allen Opfern gerecht aufgeteilt werden können und zugleich die tägliche Arbeit der Kirche fortgesetzt werden kann“.

Duluth, eine Diözese mit weniger als 55.000 Katholiken, ist die zweite Diözese im Bundesstaat Minnesota, die in Konkurs geht. Anfang des Jahres hatte die Erzdiözese Saint Paul and Minneapolis ebenfalls vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals Zahlungsunfähigkeit angemeldet. USA-weit sind mehrere andere katholische Diözesen betroffen.

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