Merkel will Kritikern in CDU-Flüchtlingsstreit entgegenkommen

Karlsruhe (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will offenen Streit um ihre Flüchtlingspolitik auf dem CDU-Parteitag mit einem Ko...

Karlsruhe (APA/dpa) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will offenen Streit um ihre Flüchtlingspolitik auf dem CDU-Parteitag mit einem Kompromissangebot an ihre Kritiker vermeiden.

„Wir werden sicherlich darüber reden, dass wir eventuell die Frage, welche Sorgen machen sich die Menschen, welche Herausforderungen haben wir, dass wir da noch Veränderungen vornehmen“, sagte die CDU-Vorsitzende am Sonntag vor einer Sitzung des Vorstands, der einen Leitantrag zur Flüchtlingspolitik für den am Montag in Karlsruhe beginnenden Parteitag beschließen wollte.

Merkel lehnt die Forderung ihrer Widersacher nach einer Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland ab und setzt auf eine europäische Lösung. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) - der wie die Junge Union zu Merkels Kritikern gehört - sagte aber, er glaube, dass nach den Diskussionen der zurückliegenden Stunden „ein gutes Papier“ vorgelegt werde.

Merkel betonte, die CDU werde deutlich machen: „Es geht um Reduzierung, es geht um Verringerung der Zahl der Flüchtlinge in europäischer Solidarität und durch Bekämpfung der Fluchtursachen und nicht durch einseitige Maßnahmen Deutschlands.“ Sie mahnte, Deutschland müsse im Einklang mit Europa handeln. Es gehe auch um den Kampf gegen Fluchtursachen und darum, die Grenzen offen zu halten.

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Der Parteitag werde aber auch dieses Zeichen setzen: „Wir müssen unsere Zukunft gestalten, wir müssen wirtschaftlich stark bleiben, wir müssen darauf achten, dass wir die Kraft haben, eben auch Herausforderungen, die uns durch die Globalisierung begegnen, dann auch erfolgreich lösen zu können.“


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