Biathlon: ÖSV-Staffel zum Hochfilzen-Abschluss neuerlich Vierter

Hochfilzen (APA) - Die österreichischen Biathleten laufen dem ersehnten Podestplatz beim Heimweltcup in Hochfilzen weiter nach. Im Staffelbe...

Hochfilzen (APA) - Die österreichischen Biathleten laufen dem ersehnten Podestplatz beim Heimweltcup in Hochfilzen weiter nach. Im Staffelbewerb zum Abschluss der WM-Generalprobe in Tirol landeten Sven Grossegger, Julian Eberhard, Simon Eder und Dominik Landertinger nach deutlich zu vielen Fehlschüssen neuerlich an der vierten Stelle. Den Sieg am Sonntag sicherte sich Russland vor Norwegen und Frankreich.

Das ÖSV-Team musste sich mit zwei Strafrunden und 13 Nachladern wie schon in den vergangenen drei Jahren mit dem „Blech“-Rang begnügen. Die bisher letzten Podestplätze im Pillerseetal hatte es 2010 durch die Staffel und Eder in der Verfolgung gegeben.

Im diesjährigen Schlussbewerb gerieten die Österreicher vor erneut 14.000 Zuschauern durch eine Strafrunde von Startläufer Grossegger früh ins Hintertreffen. Dabei hatte der Salzburger zwischenzeitlich sogar geführt. Im Stehendschießen kam aber das große Zittern. „Beim Laufen habe ich mich sicher nicht übernommen. Der Fuß hat einfach keine Ruhe gegeben, dann ist es schwierig zu treffen. Ich habe alles probiert, aber dann ist noch einer daneben gegangen“, meinte der Salzburger, der als 17. an Eberhard übergeben hatte.

Eberhard holte zunächst auf, machte aber viel durch eine Strafrunde wieder zunichte, um auf der Schlussrunde dank starker Leistung erneut viel Zeit und etliche Plätze gutzumachen. „Ich habe alles auf eine Karte gesetzt, die Strafrunde ist mir passiert, ich habe den Rückstand aber noch in Grenzen halten können“, sagte Eberhard, der Eder an sechster Stelle losschickte.

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Eder unterliefen am Schießstand zu viele Fehler (3), um entscheidend Boden gutzumachen. Er übergab als Fünfter an Landertinger. Der Schlussläufer musste auch noch zweimal nachladen, überholte aber immerhin die Schweden. Auf die drittplatzierten Franzosen mit Schlussmann Martin Fourcade fehlten am Ende neun Sekunden. „Es wäre schon noch mehr gegangen, die zwei Liegendfehler zipfen mich schon ein bisschen an“, ärgerte sich Landertinger. Am Samstag hatte der Ex-Weltmeister als Fünfter der Verfolgung für das beste ÖSV-Einzelergebnis der Saison gesorgt.

Beim nächsten Staffelauftritt in Hochfilzen im Zuge der Heim-WM im Februar 2017 wolle er den verflixten vierten Platz aber unbedingt vermeiden. „Ich hoffe das passiert nicht mehr. Auf das Podest warten wir nun schon recht lange, das wird hoffentlich etwas im nächsten Jahr“, so der Hochfilzener.

Neben Landertinger kann aber auch Eder nach den Einzelrängen 11 und 12 als Gesamtweltcup-Achter recht zufrieden nach Pokljuka weiterreisen. Eberhard hatte vor Heimpublikum als Siebenter des Sprints immerhin ein seltenes Erfolgserlebnis. Grossegger und Routinier Daniel Mesotitsch vermochten dagegen gar nicht zu überzeugen.

Im Kampf um den Staffelsieg wurde der führende Norweger Emil Hegle Svendsen in der Schlussrunde von Russlands Anton Schipulin eingeholt und stehen gelassen. Olympiasieger Russland hatte auch schon im Vorjahr triumphiert.


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