Genuss

Wohin mit dem süßen Rest vom Fest?

Nicht immer gelingt es, alle Weihnachtskekse in den Feiertagen aufzuessen. Die Reste kann man aber gut weiterverwerten.
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Weihnachten ist vorbei, doch wohin mit Vanillekipferln, Linzeraugen und Zimtsternen? Mit Keksresten lassen sich süße Köstlichkeiten zaubern.

Von Miriam Hotter

Innsbruck –Ein paar Vanillekipferln vegetieren in einer Keksdose dahin, einzelne Linzeraugen fristen auf einem Teller ein trauriges Dasein. Kaum sind die Weihnachtsfeiertage vorüber, vergeht vielen Naschkatzen der Appetit auf Kekse. Die Reste wegzuschmeißen wäre aber schade, denn aus den Überbleibseln lassen sich köstliche Desserts zubereiten.

„Ich mache zum Beispiel gerne Trifles, um Reste zu verwerten. Das sind Schichtdesserts im Glas, ähnlich wie ein Tiramisu“, verrät Konditormeisterin Conny Zimmermann-Längle aus Völs. Dazu schichtet man abwechselnd Keksbrösel und eine beliebige Topfencreme in einem Glas aufeinander.

Die aufwändigere Alternative dazu sind Cake-Pops, kleine Kuchen am Stiel. Statt der Kuchenmasse verwendet man hier eine Creme aus Mascarpone oder Frischkäse und Keksbrösel.

Sehr beliebt seien auch Tortenböden aus Keksresten. „Torten, die man nicht backen muss, haben oft einen Keksbröselboden“, erklärt die Konditormeisterin. Ein amerikanischer Käsekuchen wäre so eine Torte, die nicht im Backrohr landet.

Die Basis für solche Tortenböden besteht aus Keksbröseln und geschmolzener Butter oder flüssiger Schokolade. Und hier liegt der Hund begraben: „Nicht alle Kekse nehmen Flüssigkeiten gleich gut auf“, erklärt Zimmermann-Längle. Lebkuchen und „trockene“ Kekse aus Sandmasse oder Mürbteig eignen sich deshalb besser als Makronen, Kokosbusserln oder Kekse mit einer Fruchtfüllung.

Bei Keksen, die mit Marmelade gefüllt oder mit Schokolade überzogen sind, dürfe man hingegen getrost zugreifen. „Das verleiht der Masse einen besonderen Geschmack“, nennt die Völserin den Grund. Somit kann das post-weihnachtliche Schlemmen beginnen.

Rezepte mit Keksen

Tortenboden ohne Backen: Dazu zerkleinert man Kekse seiner Wahl und vermengt sie mit flüssiger Butter oder Schokolade. Dadurch hält der Tortenboden nach dem Kühlen gut zusammen und er bekommt einen besonderen Geschmack. Die Keksbrösel-Butter-Mischung in eine mit Öl ausgefettete Kuchenform geben, gleichmäßig verteilen und mit den Händen oder einem geölten Löffel fest zu einem flachen Boden drücken. Den Tortenboden anschließend ca. 45 Minuten kalt stellen.

Cake-Pops: Keks- und/oder Lebkuchenbrösel mit Frischkäse oder Mascarpone und Zucker zu einer kompakten Masse vermengen, zu Kugeln formen, auf Stäbchen stecken und kühl stellen. Anschließend werden die Kugeln in flüssige Schokolade getaucht und nach Belieben verziert.

Streusel: Kekse zerbröseln und mit Butter verkneten – schon bekommt man wunderbare Streusel: einfach als Garnitur auf Torten, Dessertcremes oder Pudding streuen. Außerdem kann man Topfen- oder Obstknödel darin wälzen. Die Streusel eignen sich auch für einen Crumble, eine amerikanische Süßspeise. Dabei werden Früchte mit Streuseln überbacken.

Süße Knödel mit Kirschen: Dazu entfernt man die Oblaten auf dem Lebkuchen, zerkleinert das Gebäck und gibt ein Ei und heiße Milch dazu. Aus der Masse dann kleine Knödel formen und diese in heißes Wasser geben. Heiße Kirschen dazu – fertig!