Raiffeisen-Automatenfirma cafe+co 2014/15 mit mehr Umsatz
Wien (APA) - Der über den Mühlenkonzern Leipnik Lundenburger (LLI) zu Raiffeisen gehörende Kaffeeautomatenaufsteller cafe+co hat im Geschäft...
Wien (APA) - Der über den Mühlenkonzern Leipnik Lundenburger (LLI) zu Raiffeisen gehörende Kaffeeautomatenaufsteller cafe+co hat im Geschäftsjahr 2014/15 mehr umgesetzt. Der Gewinn ist leicht gestiegen, „euphorisch“ ist CEO Gerald Steger aber nicht. Das Wachstum kam großteils von Neukunden. Die Währungsschwankungen belasten.
„Währungen werden immer mehr zur Zusatzherausforderung unserer Unternehmensgruppe“, so Steger am Montag zur APA. Besonders betroffen war 2015 Russland. cafe+co habe sich in dem Land „erfreulich geschlagen“, jedoch habe der Rubel-Wechselkurs das Wachstum aufgefressen.
Auch die Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar bekam der Konzern zu spüren, da Kaffee und Kakao in Dollar gehandelt werden. Hinzu kam eine trockenheitsbedingt schwächere Kaffee-Ernte in Brasilien. Auch Kakao ist seit der Ebola-Krise 2014 knapp und daher teurer, denn die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Westafrika. „Ein paar Spezialkaffee-Sorten, besonders der in Österreich beliebte Arabica, sind deutlich teurer geworden“, so Steger.
2014/15 (bis September) hat das Unternehmen seinen Umsatz von 176 Mio. auf 186 Mio. Euro gesteigert. Ergebniszahlen gibt cafe+co nicht bekannt. Nur so viel: Es habe eine „leichte“ Gewinnsteigerung gegeben.
Während man in der Gewinnung von Neukunden „sensationell gut“ unterwegs gewesen sei, habe man vor allem in Österreich und am Balkan bestehende Kunden verloren, da diese entweder ihre Betriebe zugesperrt oder Mitarbeiter abgebaut haben. In Polen und Tschechien dagegen habe cafe+co von der guten Konjunktur profitiert und besonders viele Kunden hinzugewonnen, so Steger. Insgesamt stellte die in 12 Ländern tätige Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.500 neue Geräte auf und betreibt nun 71.500 Automaten. Ende 2015 beschäftigte cafe+co 1.600 Mitarbeiter, mehr als die Hälfte des Geschäfts macht der Konzern bereits außerhalb Österreichs.
An den cafe+co-Automaten werden jährlich mehr als eine halbe Milliarde Portionen konsumiert. Immer beliebter werden Kaffees mit Zusatzgeschmacksrichtungen wie Vanille oder Haselnuss. „Diese machen bereits über 20 Prozent der Portionen aus“, so Steger. Vor allem in Osteuropa greifen die Kunden immer öfter zu Kaffee mit drübergestreutem Kakao oder Zusatzgeschmack - weil sie es sich jetzt leisten können. Früher hätten die Leute aus Kostengründen oft nur schwarzen Automatenkaffee getrunken.
~ WEB http://www.lli.at ~ APA239 2016-01-04/13:46
Kommentare