Schwimmen: Ungarns Cheftrainer Kiss trat nach Hosszu-Kritik zurück

Budapest (APA/dpa) - Der Cheftrainer des ungarischen Schwimmverbandes, Laszlo Kiss, ist am Donnerstag zurückgetreten. Der Schritt erfolgte, ...

Budapest (APA/dpa) - Der Cheftrainer des ungarischen Schwimmverbandes, Laszlo Kiss, ist am Donnerstag zurückgetreten. Der Schritt erfolgte, nachdem sich Katinka Hosszu am Vortag vor der Presse äußerst kritisch über die Zustände im Verband geäußert hatte. Die mehrfache Weltmeisterin und Weltrekordhalterin hatte vor laufenden Kameras den Entwurf eines gut dotierten Fördervertrags zerrissen.

Der Verband wollte Hosszu zur Werbeträgerin des ungarischen Schwimmsports machen, ohne auf die Reformforderungen der Weltklasse-Athletin einzugehen. Kiss war bei der Pressekonferenz im Publikum anwesend gewesen. Er bot an, mit Hosszu „verhandeln“ zu wollen. Die Schwimmerin lehnte dies ab.

Hosszu hatte erklärt, dass sie der Verband mit der Fördersumme von 12 Millionen Forint (38.000 Euro) „bloß zum Schweigen“ hätte bringen wollen. Unter anderen kritisierte sie, dass sich der Schwimmverband moderner Trainingsmethodiken verweigere. Er trage deshalb Schuld daran, dass die ungarischen Schwimmer nicht das Maximum aus sich herausholen könnten.

„So eine Behandlung habe ich mir nicht verdient“, begründete Kiss gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur MTI seinen Rücktritt.

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