„Der Kreisverkehr ist ein Dauerbrenner“

Innsbruck – Kreisverkehre helfen bei der Vermeidung von schweren Unfällen, sind billiger als Ampelkreuzungen und tragen zum Verkehrsfluss be...

© Andreas Rottensteiner / TT

Innsbruck –Kreisverkehre helfen bei der Vermeidung von schweren Unfällen, sind billiger als Ampelkreuzungen und tragen zum Verkehrsfluss bei. Und doch werden vor allem zweispurige Kreisverkehre noch immer nicht vollständig ausgenutzt. „Der Kreisverkehr ist ein Dauerbrenner. Es kommt immer wieder zu brenzligen Situationen“, stellt auch Anja Gruber, Leiterin der ÖAMTC-Rechtsberatung in Tirol, fest.

Wer nicht die erste Ausfahrt nehmen muss, sollte im Sinne des Verkehrsflusses auf die Innenspur fahren. Doch aus Sicherheitsgründen nehmen viele Lenker die rechte Spur. Gruber kann das Verhalten nachvollziehen: „Auf der Innenspur habe ich Nachrang. Wenn ich beim Ausfahren auf die rechte Spur wechsle, darf ich den von rechts kommenden Lenker nicht gefährden. Werde ich nicht hinausgelassen, muss ich zur Not eine Runde mehr drehen.“

Je weitläufiger ein Kreisverkehr ist, desto besser funktioniert er. Der ÖAMTC klärt immer wieder über den Vorrang im Kreisverkehr auf. Attraktiver würde der zweispurige Kreisverkehr, wenn die Verkehrsregelungen geändert würden, meint die Verkehrsexpertin. Doch dies sei nicht realistisch. Gruber findet Leitsysteme interessant, die in europäischen Städten zum Einsatz kommen. So können Bodenmarkierungen zur Abfahrt leiten.

Auch die fehlende Blinkmoral führt zu Missverständnissen und Verzögerungen. „Hier herrscht Nachholbedarf“, sagt Markus Widmann, Leiter der Verkehrsabteilung, und appelliert an die Autofahrer, rechtzeitig zu blinken. (sst)

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