Börse Frankfurt erholt sich am Vormittag

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Ende einer turbulenten Woche einen Erholungsversuch gestartet. Zuvor hatte...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Ende einer turbulenten Woche einen Erholungsversuch gestartet. Zuvor hatten Chinas Börsen ihre Talfahrt gestoppt. Der DAX stieg am Freitagvormittag um 0,95 Prozent auf 10.074,94 Punkte. Damit dämmte der deutsche Leitindex seinen Wochenverlust auf 6 Prozent ein.

Sorgen über eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft und Kurseinbrüche an den Börsen des Landes hatten weltweit für ein Beben an den Finanzmärkten gesorgt. In China erholten sich die Kurse zum Wochenschluss, nachdem die Regierung einen erst am Jahresanfang eingeführten, umstrittenen Schutzmechanismus zur Unterbrechung des Handels bei großen Schwankungen wieder abgeschafft hatte.

Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann am Freitag 0,97 Prozent auf 19.726,94 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,77 Prozent auf 1.758,72 Zähler nach oben.

Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar warnte aber vor zu viel Optimismus. Hohe Verluste zögen kurzfristig agierende Schnäppchenjäger an. Zudem dürften Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hätten, zunächst Kasse machen. Das sorge für eine Beruhigung, müsse aber keinen nachhaltigen Richtungswechsel nach oben bedeuten.

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Für frische Impulse könnte am frühen Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht sorgen. Die Marktakteure werden ihn auf Hinweise über das Tempo und die Anzahl möglicher weiterer Zinsschritte der Fed abklopfen, nachdem die US-Notenbank im Dezember den Leitzins erstmals seit der großen Wirtschafts- und Finanzkrise angehoben hatte.

Auf der Unternehmensseite zählten die in den vergangenen Tagen arg gebeutelten Aktien deutscher Autobauer zu den größten Gewinnern im DAX. China ist für die Konzerne einer wichtiger Absatzmarkt. Entsprechend stark hatten sie unter der Angst vor einer Wirtschaftsschwäche des Landes gelitten. Die BMW-Anteilsscheine gewannen 1,59 Prozent, für Daimler ging es um mehr als 2 Prozent nach oben und die Vorzugsaktien von Volkswagen rückten um mehr als 3 Prozent vor.

Die Papiere des Reifenherstellers Continental erhielten von einem positiven Analystenkommentar der US-Bank JPMorgan zusätzlichen Rückenwind. Sie gewannen 2,39 Prozent.

Bei den Aktionären des Autozulieferers Leoni sorgte eine JPMorgan-Studie hingegen für trübe Stimmung. Die Papiere fielen um knapp 2 Prozent, nachdem die Experten der US-Bank sie auf „Underweight“ abgestuft hatten.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA129 2016-01-08/10:25


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