Ski alpin: Nach „Zauch“ ist vor Flachau - Weltcup bleibt in Salzburg

Flachau (APA) - Nach der Übernahme der St. Anton-Rennen durch Altenmarkt/Flachau bleibt der Damen-Skiweltcup in Salzburg. Schon Dienstagaben...

Flachau (APA) - Nach der Übernahme der St. Anton-Rennen durch Altenmarkt/Flachau bleibt der Damen-Skiweltcup in Salzburg. Schon Dienstagabend steigt ein Tal weiter in Flachau der schon traditionelle Flutlichtslalom, bei dem es mit 168.000 Euro das höchste Preisgeld im Damenzirkus überhaupt gibt. Weil man auch Ofterschwang übernommen hat, folgen ein weiterer Slalom (Freitag) sowie ein Riesentorlauf (Sonntag).

Eröffnet wird die Weltcup-Woche in der Heimatgemeinde von Hermann Maier schon am Montagabend mit der bekannten „Star Challenge“. Dabei fahren ab 20.30 Uhr Größen aus Sport und Society im Team mit Nachwuchsläufern in einem Riesentorlauf-Durchgang auf der rennfertigen Maier-Piste um den Sieg. Es geht nicht um Bestzeiten, sondern um den geringsten Abstand zwischen allen Läufern im Team.

Schon davor bei der Startnummernauslosung für den Dienstag-Slalom gilt im Ortszentrum „Helmpflicht“. Die Ski-Ladies werden auf Offroad-Motorrädern zu ihren Nummern gebracht.

Der Sieg loht sich finanziell in keinem Weltcup-Rennen so sehr wie im Flachau-Slalom. 69.000 Euro kassiert alleine die Gewinnerin, die dann auch zur „Snow Space Princess“ ausgerufen wird. Titelverteidigerin ist die Schwedin Frida Hansdotter, die zudem in Hochform agiert, was sie mit dem Sieg in Lienz unterstrich, und der das eher mittelsteile Gelände ebenso entgegen kommt wie Santa-Caterina-Gewinnerin Nina Löseth aus Norwegen.

Österreichs Damen bereiten sich am Petersbründllift in St. Michael im Lungau vor. Das Gelände dort ist dem Rennhang in Flachau ähnlich. Mit dabei ist mit Katharina Liensberger (19) nun auch die vierte „Katharina“ im jungen ÖSV-Technikteam. Die anderen sind Katharina Truppe, Katharina Huber und Katharina Gallhuber. Letztere hat kürzlich ihren ersten Europacup-Sieg um nur sechs Hundertstel verpasst.

In den Slaloms nicht am Start ist die aktuelle Dominatorin Lindsey Vonn. Die Amerikanerin greift wie Lara Gut erst kommenden Sonntag im Flachau-Riesentorlauf wieder ins Geschehen ein, beide werden diese Woche also nochmals in Österreich zu sehen sein.

Annemarie Moser-Pröll, die seit Zauchensee auch ihren Rekord an Abfahrtssiegen (36) mit Vonn teilen muss, hatte beide Siege der US-Amerikanerin live mitverfolgt und war am Samstag sogar gemeinsam mit Vonn auf der Ehrungs-Bühne gestanden. „Ich bin wirklich fasziniert von Lindsey. Sie ist nicht nur skifahrerisch, sondern auch von ihrer Persönlichkeit her ein absoluter Glücksfall für den Damenrennsport“, verneigte sich Österreichs 62-jährige Jahrhundert-Wintersportlerin verbal vor Vonn.


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