Wort- und stimmgewaltige Landecker ausgezeichnet
Der Bertl-Stenico-Kulturpreis geht an den Gospel- und Spiritualchor Landeck, Dirigent Peter Unterhuber und Lyrikerin Gertrude Schrott.
Von Matthias Reichle
Landeck –Vor allem in den ersten Jahren soll der Gospel- und Spiritualchor Landeck Mühe gehabt haben, den Menschen die „neue“ Musik näherzubringen. So sei die Gruppe einmal von einem Pfarrer als Gospel- und Spirituosen angekündigt worden, was dem Ruf, aber nicht der Musik geschadet haben soll, erinnerte sich Dirigent Peter Unterhuber an den Beginn. Zur Verleihung des Bertl-Stenico-Kulturpreises gab er mehrere Anekdoten aus der 33-jährigen Geschichte der Truppe zum Besten.
Sie erhielt heuer erstmals die nach dem verstorbenen Landecker Bürgermeister benannte Auszeichnung der SPÖ-Fraktion Landeck, die vom ehemaligen Vizebürgermeister Manfred Weiskopf gestiftet wird. Laudator Richard Rotter überraschte mit einer beeindruckenden Bilanz des Chors, der inzwischen zu einem Fixstern am Landecker Kulturhimmel geworden ist. So hat man in 33 Jahren 1320 Proben und 264 Auftritte absolviert.
SP-Vizebürgermeister Manfred Jenewein und die Obfrau des Kulturausschusses, Simone Luchetta, überreichten die Urkunde. Unterhuber selbst wurde mit einer Ehrung für sein Lebenswerk bedacht. Eine solche erhielt auch die Landecker Malerin, Keramikerin und Lyrikerin Gertrude Schrott. Als Schwiegermutter hatte sie eine besondere Beziehung zu Bertl Stenico und soll ihn ihren Vize-Sohn Berti gerufen haben, wie Laudator Manfred Prantner erzählte. Er hob ihre „Herzenswärme“ und „Menschenliebe“ hervor. „Gertrude Schrott malt in ihren Gedichten mit Worten, sie schreibt auf ihren Zeichnungen mit Farben und sie verstrickt und verformt Eindrücke und Erlebnisse in tönerne und textile Kunstwerke.“
Der seit 1987 verliehene Preis wurde unter anderem schon an Gerald Nitsche, die Lebenshilfe-Band, Raoul Schrott, Michael Öttl und Karl-Heinz Schütz, die Arge Kino, Werner Vogt, Eva Lunger, den Verein Pro Prienne oder Michael Tiefenbacher vergeben.
Kommentare