Das Promi-Haus

Besuch bei “Harfonie“: Wenn Musik den Wohnraum füllt

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Hanna Maizner und Nora(-Marie) Baumann, die als Duo Harfonie „Die große Chance“ gewannen, wohnen im Familienverbund mit ihren (ebenfalls musikalischen) Geschwistern im jeweiligen Elternhaus.

Von Peter Hörhager

Ranggen –Sie sind die derzeit wohl bekanntesten Schülerinnen an der Innsbrucker Ferrarischule: Hanna Maizner und Nora Baumann aus Ranggen. Die zwei Mädels – Hanna ist 16, Nora 15 – haben als Duo Harfonie 2014 „Die große Chance“ gewonnen. „Das war schon eine aufregende, tolle Sache“, lacht Hanna. Bei ihr beginne ich meinen Wohnraum-Rundgang. Sie wohnt – logischerweise – noch bei ihren Eltern. Für Hanna gilt, was auch auch für Nora zutrifft: Musik bestimmte von Kindsbeinen an den Alltag. Hanna selbst spielt Harfe, Papa Paul ist Schlagzeuger und zupft den Contrabass, Bruder Daniels Instrumente sind die Trompete und das Hackbrett. Gemeinsam mit Nora besuchte sie auch die Musikschule. „Von Andreas Schreier erhielten wir unser musikalisches Rüstzeug“, betont sie.

Paul, Helene, Hanna und Daniel Maizner im großen Wintergarten.
© Hörhager

Sie sind überhaupt eine verschworene Gemeinschaft, Hanna, Nora-Marie und ihre Clique, die sich „Homies“ nennen. Viele von ihnen sind in der Jugendmusikkapelle Ranggen verankert, die im Vorjahr mit dem Musical „Das Madl aus der Stadt“ begeisterte. Mit dabei auch Tabea Baumann, Noras Schwester, die schon mehrere Erfolgsnummern (auch für das Duo Harfonie) komponiert hat. Apropos komponieren: Unter Mithilfe von internationalen Songwritern entsteht derzeit ein neues Album des Duos.

Zurück zum Wohnraum der Maizners: „Wir sind 1990 am Tag unserer Hochzeit ins neue Haus gezogen“, erzählt Paul Maizner. „Die Erstausstattung war traditionell, dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend“, ergänzt Gattin Helene. Die Stube im bodenständigen Tiroler Stil ist nach wie vor Zentrum des Familienlebens, als neuer Wohlfühlraum ist aber ein großer Wintergarten dazugekommen. Logisch, dass Daniel und Hanna eigene Zimmer haben, „aber im Sommer schlafen wir meistens unter freiem Himmel am Balkon“, verrät Daniel. Und dann gibt es da ja noch genügend „Freiraum“, Paul Maizner ist Landwirt, der allerdings die Tierhaltung zugunsten von Beeren- und Christbaumkulturen aufgab.

Nora und Hanna am wärmenden Ofen im Baumann-Haus.
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Rund drei Kilometer entfernt, im Ortsteil Itzlranggen, befindet sich das Baumann-Haus, zugleich Firmensitz (Ofenbau und Keramik) von Markus Baumann. Auch bei den Baumanns ist Musik die wichtigste Nebensache. Das Familienoberhaupt spielt Bassgeige, Gattin Sonja Gitarre und Klavier, Nora tritt bekanntlich mit der Geige auf, Tabea komponiert und spielt Klavier sowie Querflöte, Jakob Posaune und Ziehharmonika und Jonas zeigt mir seine „Teufelsgeige“: Es gibt einige Gelegenheiten – im Advent, bei Messgestaltungen – bei denen die Baumanns als Familienmusik auftreten.

Der Bau des Hauses, errichtet im Landhausstil, erfolgte ebenfalls Anfang der 1990er-Jahre. „Auch wir haben 1990 geheiratet und das Projekt Hausbau gestartet“, erzählt Markus Baumann. Seither sind – die Familie ist ja gewachsen – einige Änderungen bzw. Erweiterungen (da fielen auch Wände) vorgenommen worden. Dass sich bei der Einrichtung schwedische Elemente mit tirolischen mischen, hat einen verständlichen Grund: Sonja Baumanns Mama ist Schwedin. Wobei unschwer zu erkennen ist, dass in beiden Ländern Holz den Wohnstil bestimmt, ohne durch Überladung einzuengen. Und – wie im Heim von Familie Maizner: Musik liegt in der Luft ...

Geschwister-Duett: Daniel am Hackbrett, Hanna an der Harfe.
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