Belgiens Innenminister verstärkt Anti-Terroreinsatz der Polizei

Brüssel (APA) - Der belgische Innenminister Jan Jambon verstärkt den Anti-Terroreinsatz der Polizei in Brüssel und Umgebung. Ab sofort gebe ...

Brüssel (APA) - Der belgische Innenminister Jan Jambon verstärkt den Anti-Terroreinsatz der Polizei in Brüssel und Umgebung. Ab sofort gebe es 50 zusätzliche Sicherheitskräfte in der Gemeinde Molenbeek und 20 weitere in Vilvorde, sagte Jambon im Fernsehsender Bel RTL.

Insgesamt werde es in Belgien im Laufe des Jahres 300 weitere Polizisten zur Terrorbekämpfung geben, 2017 sogar 500. „Ich will, dass man weiß, wer in Molbeek wohnt und in welchem Haus“, so Jambon. Dies könne geschehen, indem man von Haus zu Haus gehe oder durch Ablesungen des Gas- oder Stromzählers. Gleichzeitig wies der Innenminister Befürchtungen zurück, dass die Polizisten als Spione arbeiten könnten. „Ihre Aufgabe besteht darin, zu wissen, wer dort wohnt und was in der Gemeinde passiert“. Das Schlüsselelement sei „die Nähe“, so Jambon im Fernsehen laut „Le Soir“.

Mit dem „Plan Canal“ hat die belgische Regierung sich vor allem auf sieben Brüsseler Gemeinden sowie Vilvorde konzentriert. Jambon begründete dies damit, dass „die Radikalisierung nicht nur ein Phänomen ist, das man in Molenbeek sieht.“

Auch die Überwachung der Moscheen werde verstärkt. Dabei gehe es aber auch nur darum, Hassprediger ausfindig zu machen oder Plätze, die bisher nicht bekannt seien. Die bekannten Moscheen würden nicht kontrolliert.


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