Diät-Shakes getestet: 12 von 16 ungenügend

Heute startet die Fastenzeit. Manche Menschen nehmen das als Anlass, ein paar Kilos zu verlieren und tauschen deshalb Krapfen gegen Diät-Shakes. Die Arbeiterkammer hat die Shakes unter die Lupe genommen und stellt ihnen ein schlechtes Zeugnis aus.

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Linz/Wien - Konsumentenschützer haben anlässlich des Beginns der Fastenzeit Diät-Shakes getestet und ihnen ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt: Zwölf von 16 fielen mit „ungenügend“ durch. Essenzielle Nährstoffe und wichtige Informationen fehlten oft, dafür fanden die Tester Aromen, Chlorat und Gentechnik. Die AK OÖ hat das Ergebnis in Kooperation mit der Zeitschrift Ökotest am Mittwoch veröffentlicht.

Shakes sind sogenannte Formuladiäten und müssen laut Diätverordnung einen Mindestgehalt an Eiweiß, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen aufweisen, damit der Muskelabbau begrenzt bleibt und die wesentlichen Körperfunktionen aufrechterhalten werden. 16 Diät-Shakes aus Apotheken, Drogerien und Onlineshops wurden anhand der Packungsangaben daraufhin überprüft. Im Labor wurde zusätzlich auf Schadstoffe untersucht.

Fehlende Information und lückenhafte Nährstoffzusammensetzung

Bei vier Produkten entsprach die Nährstoffzusammensetzung der Diätverordnung nur „überwiegend“, bei einem gar nicht. In vier Fällen fehlte der Hinweis, dass man ärztliche Begleitung braucht. Lediglich drei Hersteller machten darauf aufmerksam, dass durch körperliche Aktivität der Muskelabbau verzögert und der Energieverbrauch hochgehalten wird.

Gentechnisch veränderte Bestandteile

In vier Produkten fanden die Tester erhöhte Mengen von Chlorat oder Perchlorat, in drei Shakes wurden gentechnisch veränderte Bestandteile von Sojabohnen nachgewiesen. Beinahe alle enthielten überflüssige Zusätze wie geschmacksgebende Aromen und viele künstliche Süßstoffe.

Ärztliche Begleitung für Shake-Diät

Experten warnen, dass Formuladiäten, wenn sie falsch angewendet werden, erhebliche Nebenwirkungen haben können. Daher sei eine ärztliche Begleitung unbedingt anzuraten. Man könne zwar zwei Kilo pro Woche abnehmen, es sei aber fast unmöglich, das Gewicht zu halten. Häufig komme es zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Empfohlen werden vielmehr eine ausgewogene, energiereduzierte Ernährung und regelmäßige Bewegung, um Kilos dauerhaft purzeln zu lassen. (APA)


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