Leitbörsen in Fernost erneut schwach, Tokio klar im Minus

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich sehr schwach geschlossen. Die Börsen in Festland-China sind jedoch die...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich sehr schwach geschlossen. Die Börsen in Festland-China sind jedoch die ganze Woche wegen des chinesischen Neujahrsfestes geschlossen. In Hongkong wird bis einschließlich Donnerstag nicht gehandelt.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um deutliche 372,05 Zähler oder 2,31 Prozent auf 15.713,39 Punkte. Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich klar im Minus. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 23.758,90 Zählern mit minus 262,08 Punkten oder 1,09 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 56,1 Zähler oder 1,15 Prozent auf 4.826,50 Einheiten und rutschte damit laut Finanzinformationsdienst Bloomberg auf sein tiefstes Niveau seit Juli 2013. Marktteilnehmer verwiesen auf Sorgen über die chinesische Konjunkturentwicklung und die schwachen Rohstoffpreise.

Von seinem Hoch im April büßte der australische Leitindex um mehr als 20 Prozent ein. Damit rutschte der Index in einer technischen Betrachtung in einen sogenannten „Bärenmarkt“. Zur Wochenmitte verloren Australia & New Zealand Banking 1,6 Prozent an Wert. National Australia Bank mussten ein Minus von 1,9 Prozent verbuchen.

BHP Billiton sackten um 2,5 Prozent ab. Die Aktien des weltgrößten Minenunternehmens litten unter einem weiteren Preisrückgang für Kupfer.

Ein erneut festerer Yen, der die japanischen Exporte verteuert, wurde als Hauptbelastungsfaktor in Tokio genannt. Zudem greife die Angst vor einem weltwirtschaftlichen Abschwung um sich, hieß es. Dies locke mittlerweile nicht einmal mehr die sonst üblichen Schnäppchenjäger für Aktienengagements an.

Ungewöhnlich sei, dass in Tokio derzeit vor allem diejenigen Aktien abgestoßen würden, die schon unter ihrem Substanzwert lägen, während in den USA in erster Linie die als überbewertet geltenden Papiere zum Verkauf stünden, sagte ein Investmentstratege. Am Mittwoch hätten sich die Anleger wieder von den ohnehin sehr billigen Banken- und Versicherungswerten sowie von Aktien aus den Branchen Stahl und Schiffsbau getrennt.

Unter den japanischen Banken rasselten Mitsubishi UFJ Financial Group um weitere 7,1 Prozent nach unten. Shinsei Bank mussten einen Kursverlust von 6,4 Prozent verbuchen. Bank of Yokohama büßten 4,2 Prozent ein.


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