Banken-Betrug auch bei Anleihen?

Die EU soll eine mögliche Manipulation am Anleihenmarkt untersuchen.

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Brüssel –Die EU-Kommission prüft einem Medienbericht zufolge mögliche Manipulationen am billionenschweren Anleihenmarkt. Die Financial Times berichtete, dass die Behörde deshalb etliche Banken befrage. Dazu habe sie Fragebögen an die Geldhäuser versendet. Die Untersuchungen befänden sich in einem sehr frühen Stadium. Möglich sei, dass es ein Preiskartell unter den Marktteilnehmern gegeben habe.

Von den Manipulationen betroffen seien staatlich geförderte Anleihen. Zu den Emittenten zählten unter anderen die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die deutschen Bundesländer, deren Anleihen oft mit einer impliziten oder expliziten Staatsgarantie ausgestattet seien. Ein Kommissionssprecher wollte sich nicht dazu äußern. Die EU hatte in der Vergangenheit bereits etliche Banken wegen Tricksereien an den Finanzmärkten mit milliardenschweren Strafen belegt. Unter anderem wurde in der Vergangenheit beim Libor-Zinssatz getrickst – der Manipulationsskandal war 2012 bekannt geworden. Dutzende Händler wurden gefeuert, gut 20 angeklagt. (TT, APA)


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