Hypo-U-Ausschuss - GraWe-Chef: Pfandbriefstelle war 2009 kein Thema

Wien/Klagenfurt (APA) - Die Milliarden-Haftungen der Hypo-Pfandbriefstelle - an der die GraWe-Tochter Bank Burgenland beteiligt ist - sind f...

Wien/Klagenfurt (APA) - Die Milliarden-Haftungen der Hypo-Pfandbriefstelle - an der die GraWe-Tochter Bank Burgenland beteiligt ist - sind für GraWe-Chef Othmar Ederer bei der Hypo-Verstaatlichung im Dezember 2009 kein Thema gewesen. Das Risiko für die GraWe habe er damals lediglich mit 30 Mio. Euro für die Banktochter als Teil des Hypo-Haftungsverbundes eingeschätzt.

Ederer ist nach eigenen Angaben vor der Hypo-Verstaatlichung von einem Mitarbeiter nur über die 30 Mio. Euro informiert worden. „Die Pfandbriefstelle war für mich kein Thema. Es hat mir niemand gesagt“, so Ederer am Mittwoch im Hypo-U-Ausschuss.

Beim Verhandlungsmarathon von Freitag 11. Dezember 2009 bis 14. Dezember 2009 haber er nur „die Information gehabt über die 30 Mio. Euro“. Die GraWe-Tochter Bank Burgenland hält ein Sechzehntel an der Hypo-Pfandbriefstelle. Die Banken des Hypo-Sektors - und mit ihnen auch die jeweiligen Länder - haften über ein gemeinsames Institut. Sie haftet derzeit noch für Schulden der Hypo-Abbaugesellschaft von 1,2 Mrd. Euro. Durchgerechnet belief sich das Risiko der GraWe bei einer Hypo-Insolvenz im Dezember 2009 auf 150 Mio. Euro und heute noch auf 75 Mio. Euro.

Die Abgeordneten konnten es nicht glauben, dass die Pfandbriefstelle kein Thema für die GraWe bei der Hypo-Verstaatlichung war. „Da sind wir im Bereich der Wissenslücke“, kommentierte der Grüne-Fraktionsführer Werner Kogler. Mit Verweis auf das Aktienrecht wollte Ederer nicht den Namen des Mitarbeiters nennen, der ihn nicht über das Millionen-Exposure der Bank Burgenland bei der Hypo-Pfandbriefstelle unterrichtet hat.

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