Sambias Oppositionsführer fordert vor Wahl Reformen im Energiesektor

Lusaka/Kapstadt (APA/dpa) - Sambia kann nach Ansicht des Oppositionsführers seine Wirtschaftskrise nur mithilfe drastischer Energie-Reformen...

Lusaka/Kapstadt (APA/dpa) - Sambia kann nach Ansicht des Oppositionsführers seine Wirtschaftskrise nur mithilfe drastischer Energie-Reformen und einem Ausbau der Stromversorgung bewältigen. Die gegenwärtige Situation mit bis zu 14 Stunden langen Stromausfällen sei nicht haltbar, sagte Hakainde Hichilema der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Der Binnenstaat im Süden Afrikas müsse auch verstärkt in erneuerbare Energien investieren, forderte er. Hichilema unterlag bei der außerordentlichen Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr nur äußerst knapp dem jetzigen Staatschef Edgar Lungu. Im August wird er Lungu erneut herausfordern. Beobachter räumen ihm wegen der gegenwärtig schwachen Wirtschaftslage gute Chancen ein. Im vergangenen Jahr wuchs Sambias Wirtschaft nur 3,5 Prozent, nachdem Afrikas zweitgrößter Kupferproduzent über mehrere Jahre ein durchschnittliches Wachstum von 7 Prozent verbucht hatte.

„Der staatliche Stromversorger betreibt Misswirtschaft. Das muss sich ändern“, sagte Hichilema im südafrikanischen Kapstadt am Rande der „Mining Indaba“, der mit 7000 Teilnehmern weltweit größten Konferenz der Bergbauindustrie. Elektrizitätspreise seien in die Höhe geschossen, während Unternehmen große Verluste erlitten. Zur Sicherung der Energieversorgung müsse Sambia daher auch in alternative Energien wie Solar und Wind investieren, sagte Hichilema.

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