Gefängnisrevolte in Mexiko - Angeblich Dutzende Tote

Monterrey (APA/dpa) - Bei einer Revolte und einem Fluchtversuch in einem Gefängnis in Mexiko soll es Medienberichten zufolge viele Tote gege...

Monterrey (APA/dpa) - Bei einer Revolte und einem Fluchtversuch in einem Gefängnis in Mexiko soll es Medienberichten zufolge viele Tote gegeben haben. Wie der Sender Milenio TV berichtete, könnte es bei dem Vorfall in der Stadt Monterrey am Donnerstag bis zu 50 Tote und 70 Verletzte gegeben haben. Andere Quellen sprachen von mindestens 40 Toten, zahlreiche Schüsse seien zu hören gewesen.

Auf Bildern war Rauch über dem Gefängnis zu sehen. Zunächst gab es zu den Zahlen möglicher Opfer keine offizielle Bestätigung. Der Vorfall ereignete sich im Gefängnis Topo Chico der Stadt im Nordosten des Landes. Die Regierung des Bundesstaates Nuevo Leon teilte im Kurznachrichtendienst Twitter mit, man habe die Situation inzwischen unter Kontrolle. Die Gefängnisleitung habe dementiert, dass mehreren Gefangenen die Flucht gelungen sei. Die Behörden arbeiteten daran, den Angehörigen rasch gesicherte Informationen zukommen zu lassen.

Berichten zufolge warfen Angehörige vor dem Gefängnis Steine und Bretter, um sich Zutritt zu verschaffen. Die Meuterei hatte gegen Mitternacht begonnen - und löste einen Polizei-Großeinsatz aus.

„Wir wollen Informationen, nicht mehr. Wir wollen keine Lügen hören, sondern, dass sie uns die Wahrheit sagen“, sagte eine Frau im Fernsehen. „Wir brauchen die Liste mit den Toten und Verletzten“, sagte eine andere Frau. Die Schwere des Zwischenfalls erfordere einen verantwortungsvollen Umgang mit Zahlen, betonte die Regierung von Nueva Leon bei Twitter. In Mexiko kommt es immer wieder zu Meutereien in Gefängnissen, Menschenrechtler kritisieren die Haftbedingungen. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Besuch von Papst Franziskus im Land mit der zweitgrößten katholischen Bevölkerung der Welt.


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