UNO: Wiederaufnahme der Syrien-Gespräche weiter unklar

Genf/München (APA/Reuters/dpa) - Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura strebt nach der Verständigung der Großmächte auf einen Waffenstill...

Genf/München (APA/Reuters/dpa) - Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura strebt nach der Verständigung der Großmächte auf einen Waffenstillstand in Syrien eine möglichst rasche Wiederaufnahme der Genfer Friedensgespräche an. Der Termin für ein solches Treffen sei jedoch weiter unklar, sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen am Freitag.

Anfang des Monats hatte de Mistura die Verhandlungen mit der Begründung abgebrochen, die Großmächte müssten mehr tun, um die Gespräche voranzubringen. Er äußerte die Hoffnung, dass es bis zum 25. Februar eine Rückkehr an den Verhandlungstisch geben könne. Die USA und Russland hatten in der Nacht bei einem Treffen der Syrien-Kontaktgruppe in München vereinbart, sich für einen Waffenstillstand binnen einer Woche einzusetzen.

Die deutsche Bundesregierung appellierte an Russland, die Zeit bis zu einer Waffenruhe in Syrien nicht für Angriffe auf gemäßigte Gegner des Assad-Regimes zu nutzen. Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz begrüßte am Freitag die Vereinbarungen der jüngsten Syrien-Konferenz in München. „Den Worten müssen nun aber auch Taten folgen. Hier sieht die deutsche Bundesregierung in erster Linie Russland in der Pflicht“, sagte Wirtz.

Es gebe nun ein „Quantum Hoffnung“ für den Friedensprozess. Die Umsetzung des vereinbarten Waffenstillstands sei nun „Gebot der Stunde“. Russland, die USA und wichtige Regionalmächte wie die Türkei und Saudi-Arabien hatten sich in der Nacht in München auf eine Feuerpause binnen einer Woche geeinigt. Die Islamistenmilizen Islamischer Staat und Al-Nusra-Front sollen jedoch weiter bekämpft werden können.

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