Tennis: Prüfung der Manipulationsvorwürfe wird dauern

London (APA/ Reuters) - Der Untersuchungsbericht zu den möglichen Wett-Manipulationen im internationalen Tennis wird voraussichtlich erst in...

London (APA/ Reuters) - Der Untersuchungsbericht zu den möglichen Wett-Manipulationen im internationalen Tennis wird voraussichtlich erst in einem Jahr vorliegen. Das gaben die führenden Tennis-Organisationen am Freitag bekannt.

Für den Abschlussbericht gebe es keine Deadline, ließen die vier Vereinigungen ATP, WTA, ITF und das Grand-Slam-Board verlauten. „Wir werden jegliche Einsicht in Dokumente und jede Unterstützung durch Experten liefern, die benötigt werden“, hieß es in einer Aussendung. Eine endgültige Einschätzung sei daher frühestens in einem Jahr zu erwarten.

Der unabhängige Untersuchungsausschuss war Ende Jänner installiert worden und wird von dem Londoner Sportrechtsexperten Adam Lewis angeführt. Es gehe darum, „das Vertrauen in unseren Sport zurückzugewinnen“, sagte der Chef der ATP, Chris Kermode. Zudem wird das 2008 eingeführte Anti-Korruptionsprogramm erneut geprüft.

Auslöser für die Untersuchung war ein Bericht der britischen BBC. Diese hatte im Vorfeld der Australian Open berichtet, dass 16 Spieler aus den Top 50 in den vergangenen zehn Jahren mehrere Spiele verschoben haben sollen. Erst am Dienstag hatte der Internationale Tennisverband (ITF) zwei Schiedsrichter wegen Korruptionsversuchen gesperrt. Gegen vier weitere läuft eine Untersuchung.


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