Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Dem Absturz am deutschen Aktienmarkt ist am Freitag ein erneuter Erholungsversuch gefolgt. Gestützt auf wi...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Dem Absturz am deutschen Aktienmarkt ist am Freitag ein erneuter Erholungsversuch gefolgt. Gestützt auf wieder steigende Ölpreise sowie Rückgänge bei Goldpreis und Eurokurs gewann der DAX 2,45 Prozent auf 8.967,51 Punkte. Auf Wochensicht hat der Index dennoch 3,4 Prozent verloren. Das Minus im laufenden Jahr liegt bei 16,5 Prozent.

„Es ist doch noch ein versöhnlicher Wochenausklang geworden“, kommentierten die Experten der Postbank, die zunächst wegen der insgesamt weiter hohen Unsicherheit und Nervosität vorsichtig gewesen waren.

Kaum Einfluss auf die Gewinne an diesem Tag wurde den Konjunkturdaten aus Deutschland, der Eurozone und den USA zugebilligt. Sie spielten laut Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner eine eher untergeordnete Rolle. „Fundamentale Aspekte wie Konjunkturdaten sind aktuell fast vollkommen in den Hintergrund getreten. Was wir gesehen haben heute, ist eine technische Erholung.“ Technik wirke eher auf kurze Sicht, fundamentale Daten eher mittel- bis langfristig auf die Märkte, sagte er.

Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es am Freitag um 1,87 Prozent auf 17.924,03 Zähler nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDAX rückte um 1,83 Prozent auf 1.512,23 Punkte vor.

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Mit einem beeindruckenden Plus von 18 Prozent waren die Commerzbank-Aktien nach der Vorlage des Jahresabschlusses für 2015 Spitzenreiter im DAX. Im Vergleich zum Vorjahr hatte das Institut seinen Gewinn fast vervierfacht. Es überwand damit zugleich erstmals wieder seit fünf Jahren die Milliardenschwelle. Die Aktionäre sollen daran nun mit der ersten Dividende seit der Finanzkrise beteiligt werden.

Die Commerzbank-Aktien waren zuletzt - wie auch der Rest der Branche - in eine Abwärtsspirale geraten, da wegen des Ölpreisverfalls massive Kreditausfälle befürchtet worden waren. Die Aktien der Deutschen Bank erholten sich nun um annähernd 12 Prozent. Dabei wurden sie von der Ankündigung befeuert, eigene Anleihen zurückzukaufen, da das von Analysten als Zeichen der Finanzstärke interpretiert wurde.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp war wegen des rasanten Stahlpreisverfalls im ersten Geschäftsquartal zurück in die roten Zahlen gerutscht. Das Kursplus von fast 9 Prozent verdankten die Titel der Nachricht über einstweilige Einfuhrzölle der EU auf bestimmte Stahlerzeugnisse aus China und Russland. Die Anteilsscheine des zweiten großen deutschen Stahlkonzerns Salzgitter sprangen an der MDAX-Spitze sogar um 16 Prozent hoch.

Im TecDAX gewannen die Anteilsscheine des Medizintechnik-Herstellers Carl Zeiss Meditec nach der Vorlage von Quartalszahlen 2,5 Prozent. Im SDAX profitierten die Anteilsscheine des Finanzdienstleisters Hypoport von angekündigten Aktienrückkäufen und stiegen um knapp 8 Prozent.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA520 2016-02-12/18:10


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