Trauer um Roger Cicero: Sänger stirbt mit 45 Jahren

Als „Mr. Swing“ eroberte Roger Cicero seine Fans in Deutschland und sang auch beim Eurovision Song Contest. Die Nachricht von seinem frühen Tod löst große Trauer aus.

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Roger Cicero bei einem Auftritt im Juni 2015 in Telfs.
© Dähling Angela

Hamburg – Schock für die Fans von Roger Cicero: Der deutsche Jazzsänger ist tot. Der Musiker starb im Alter von 45 Jahren an einem Hirninfarkt in Hamburg, wie sein Management am Dienstag der dpa bestätigte. Cicero hatte für Deutschland 2007 beim Eurovision Song Contest (ESC) gesungen und mit „Frauen regier‘n die Welt“ den 19. Platz belegt. Im selben Jahr gewann er den Musikpreis Echo.

Der Sänger hatte im November wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung sämtliche Termine bis Ende des Jahres 2015 abgesagt. Die ausverkaufte Tour sollte eigentlich jetzt fortgesetzt werden und hätte den Künstler am 15. April auch in die Wiener Stadthalle geführt.

„Fassungslos und unendlich traurig“

Erst kürzlich habe er noch Interviews gegeben, erklärte sein Management. „Wir sind fassungslos und unendlich traurig. Unser Mitgefühl gilt in erster Linie seiner Familie.“ In den sozialen Netzwerken drückten Fans ihr Beileid aus. „Einen Tag nach seinem letzten Liveauftritt im Bayerischen Fernsehen traten plötzlich akute neurologische Symptome infolge eines Hirninfarktes auf“, berichtete das Management weiter. „Im Krankenhaus verschlechterte sich sein Zustand rapide.“ Der Vater eines siebenjährigen Sohnes starb „im Kreise seiner Lieben, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben“.

Seine letzten großen Projekte waren jüngst „Cicero Sings Sinatra“ und „The Roger Cicero Jazz Experience“ - mit beiden wurde er erneut für den Echo nominiert, der im April vergeben wird. „Er hatte sich unglaublich auf seine ausverkaufte Tournee im April gefreut“, hieß es.

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Der Sohn des Jazzpianisten Eugen Cicero hatte seinen Durchbruch mit einer Mischung aus Pop, Jazz und Swing, gewürzt mit frechen und amüsanten Texten, geschafft. Stets elegant gewandet kam er mit seinen Big-Band-Musikern im Stil der großen Swingkünstler auf die Bühne. Zu seinen Markenzeichen gehörte seit langem der obligatorische Hut. Die Gemeinschaft Deutscher Hutfachgeschäfte in Düsseldorf kürte ihn zum „Hutträger des Jahres 2015“. (APA/dpa)


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