5-Mio-Generalsanierung geht in die letzte Etappe

Die HTL Imst im Aufwind: Gestern feierte man den Fast-Abschluss der umfassenden Gebäudesanierung, 2018 entsteht ein neuer Schwerpunkt.

Aufbauend war die Formation der HTL-Schüler im neuen Turnsaal, aufbauend ist auch die Zukunft der Schule: Nach der abgeschlossenen Sanierung folgt 2018 die Eröffnung der neuen Abteilung für Holzbau.
© Daum

Von Hubert Daum

Imst –Die Salti und vierstöckigen Formationen der HTL-Turnschüler gelangen gestern im funkelnagelneuen Turnsaal besonders gut. Vielleicht strengte man sich besonders an, schließlich war das Publikum hochkarätig besetzt. LR Beate Palfrader, die Spitzen des Landesschulrates, Vertreter der Wirtschaft und der Stadtgemeinde feierten den Fast-Abschluss eines Projektes, das sich mittlerweile über zehn Jahre erstreckt: die Generalsanierung der HTL Imst.

„Projektbegleiter“ Walter Vögele deponierte gleich neue Wünsche.
© Daum

„Spätestens, als das Wasser des Flachdaches in die Räumlichkeiten gedrungen war, war uns klar, dass das in einer Ausbildungsstätte für Architekten nicht geht“, schmunzelte Abteilungsvorstand Walter Vögele. Darüber hinaus habe man die Adaptierungen bezüglich Barrierefreiheit und Brandschutz angehen müssen, um den modernen Standards gerecht zu werden. Gestartet wurde das Fünf-Millionen-Projekt bereits im Jahre 2004 mit der Sanierung des Flachdaches. Vögele weiter: „Die kommenden Jahre waren spannend, weil wir uns nach dem Budget richten und davon abhängig oft rasch reagieren mussten. Zudem waren für die Subunternehmen keine digitalen Bestandspläne vorhanden, die mussten wir 2010 erst erstellen.“ Nach dem Motto „gut Ding braucht Weil“ konnten fast jährlich Teilziele wie der Fernwärmeanschluss, der Freisportplatz, der Aufzug, die Ostfassade und vieles mehr realisiert werden. Und just im 35. Jubiläumsjahr der Schule eben die Eröffnung des neuen Turnsaales, den Beate Palfrader in ihrer Rede als „wunderbar“ bezeichnete und dabei Maria Montessori inhaltlich zitierte: „Der Raum hat große Bedeutung für das Gelingen von Schule.“

Bisher seien rund 4,5 Millionen Euro an Bundesmitteln geflossen, berichtete Walter Vögele, der auch gleich die Gelegenheit nutzte, die restlichen Sanierungsmaßnahmen anzukündigen: „Heuer soll noch der Blitzschutz erledigt werden und 2017 begehren wir noch die Erneuerung des Vortragssaales, der Bibliothek und der ausständigen WC-Anlagen“. Am Ende sei man mit den rund fünf Mio. Euro Gesamtkosten kaum über den prognostizierten 4,4 Mio. vor über zehn Jahren.

Den generellen Aufwind in der „mit 600 Schülern und 75 Lehrpersonen größten höheren Schule im Oberland“, wie es Direktor Stefan Walch ausdrückte, spürte man auch bei der kürzlichen Anschaffung der neuen CNC-Maschine. Auch die Zukunft wird freudig erwartet: 2018 werde der neue Schwerpunkt für Holzbau – als einziger in Westösterreich – an der HTL Imst realisiert.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte