Griechenland lehnt zusätzliche Schritte für weitere Hilfen ab

Athen (APA/Reuters) - Die griechische Regierung will sich nicht auf zusätzliche Spar- oder Reformmaßnahmen als Voraussetzung für weitere Hil...

Athen (APA/Reuters) - Die griechische Regierung will sich nicht auf zusätzliche Spar- oder Reformmaßnahmen als Voraussetzung für weitere Hilfen seiner internationalen Geldgeber einlassen. Die Verhandlungen über den Stand der Reformbemühungen müssten „sofort abgeschlossen werden“, teilte das Büro von Ministerpräsident Alexis Tsipras am Montag mit.

Zugleich erteilte es Forderungen nach zusätzlichen Maßnahmen, die über die Vereinbarungen vom Juli hinausgingen, eine Absage.

Die internationalen Geldgeber überprüfen derzeit die griechischen Reformvorhaben, die Voraussetzung für weitere Mittel aus dem 86 Mrd. Euro schweren Rettungspaket sind. Von einem positiven Befund hängt ab, ob die Gelder tatsächlich nach Athen fließen.

Am Wochenende kamen Spannungen im Zusammenhang mit den Gesprächen auf. Grund ist ein Bericht der Enthüllungsplattform WikiLeaks. Darin wird aus dem Protokoll einer Telefonkonferenz zitiert, bei der am 19. März drei hochrangige IWF-Vertreter Taktiken diskutiert haben sollen, wie auf Griechenland, Deutschland und die EU Druck ausgeübt werden könne, um eine Einigung im April zu erzielen. Tsipras hatte dies scharf kritisiert. Offenbar würden „Spielchen“ gespielt, „mit dem Ziel, uns zu destabilisieren“. IWF-Chefin Christine Lagarde wies dies zurück. Der IWF werde den schuldengeplagten Staat nicht aus taktischen Gründen näher Richtung Pleite treiben, sagte sie.

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