Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX ist am Montag verhalten in die neue Woche gestartet. Marktstratege Andreas Paciorek vom Broker CMC...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX ist am Montag verhalten in die neue Woche gestartet. Marktstratege Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets machte die schwächelnde Entwicklung an der Wall Street als Kursbremse aus: „Die europäischen Börsen sind aktuell noch stärker als sonst von der Stimmung in den USA abhängig.“ Zudem bremsten die rückläufigen Ölpreise, die Anlegern derzeit als Konjunkturindikator gelten.

Der zwischenzeitlich festere deutsche Leitindex stand zum Handelsschluss noch 0,28 Prozent im Plus bei 9.822,08 Punkten. Am Freitag hatte er wegen rückläufiger Ölnotierungen deutlich nachgegeben. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es am Montag letztlich um 0,34 Prozent auf 20.265,21 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDAX kam mit einem Plus von 0,01 Prozent auf 1641,59 Punkte kaum vom Fleck.

Die Anleger in Europa hofften auf die Zugkraft der amerikanischen Konjunktur, „denn hierzulande bilden sich dunkle Wolken am Horizont“, betonte Paciorek. „Neben dem Risiko eines EU-Ausscheidens Großbritanniens („Brexit“) sei nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks zur Skepsis des Internationalen Währungsfonds (IWF) bezüglich der Einigung über Griechenland-Hilfen auch das angeschlagene Eurozonen-Mitglied wieder im Fokus.

„Dabei können von einer bereits am Anschlag agierenden EZB kaum noch stützende Maßnahmen erwartet werden“, warne der Experte. Auch seien die Investoren wegen der bald beginnenden Berichtssaison der US-Unternehmen vorsichtig.

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Unter den Einzelwerten zählten die Anteilsscheine des Versorgers RWE mit plus 3,09 Prozent zu den Top-Werten. Sie profitierten von positiven Äußerungen der französischen Bank Societe Generale. Analyst Lüder Schumacher setzt darauf, dass die Querelen um die Atomrückstellungen der Energieversorger im zweiten Quartal zu einem erfreulichen Abschluss kommen könnten. Die Aktien von Konkurrent E.ON profitierten mit einem Anstieg von 0,36 Prozent nur wenig.

Die Papiere des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA stiegen an der Indexspitze um 3,44 Prozent - allerdings waren sie auch am Freitag auf den tiefsten Stand seit Februar zurückgefallen.

Schwache US-Autoabsatzzahlen für den März drückten dagegen auf die Papiere von BMW, die um 0,59 Prozent nachgaben. Die Daimler-Aktien verloren 0,73 Prozent. Die Premiumhersteller hatten sich im März schwer getan und rückläufige Verkäufe in den USA verbucht.

In den Nebenwerte-Indizes bewegten vor allem Analystenkommentare. Im MDAX litten die Aktien des Flughafenbetreibers Fraport mit einem Abschlag von 0,47 Prozent unter einer Verkaufsempfehlung der schweizerischen Bank UBS. Die Frankfurter drohten wegen einer nachlassenden Geschäftsdynamik den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren, warnte Analyst Peter Larkin.

Dagegen legten die Titel des Handelskonzerns Metro um 1,84 Prozent zu, nachdem die DZ Bank sie auf eine ihrer Empfehlungslisten gesetzt hatte. Die Aufteilung von Metro in zwei neue Gesellschaften sei „stark zu befürworten“, hieß es in der Studie.

Bei den Technologiewertewerten gewannen Süss Microtec 4,26 Prozent . Der Gegenwind beim Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie sei mittlerweile abgeflaut, schrieb eine Analystin von der Privatbank Berenberg und bekräftigte ihr Kaufvotum. Das Kursziel hob sie von 9 auf 11 Euro an.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA465 2016-04-04/18:21


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